Neiiiiiiiin, ich gehe noch nicht bald wieder. Manno, wieso muss ich mir diesen Satz eigentlich in letzter Zeit andauernd anhören? Ganz im Gegenteil. Ich habe noch ganz viel Zeit vor mir …
Das erste Mal habe ich das schon Mitte Januar gehört. Also wirklich! Da hatte ich ja noch mehr Zeit vor mir, als bereits hinter mir lag.
Um diese Missverständnisse mal aus dem Weg zu räumen, erzähl ich heute mal, was eigentlich alles so meine Aufgaben in der Schule sind.
Es ist ziemlich verschieden und ab und zu kommen Aufgaben dazu oder fallen weg, deswegen liste ich es einfach mal so auf, wie es mir gerade in den Kopf kommt.
Im ersten Halbjahr habe ich einen Gesprächskreis geleitet. Die Schülerinnen und Schüler waren 8.Klässler und ich konnte mich bei ihnen methodisch ziemlich ausprobieren, was ich toll fand. Das wichtigste war, dass wir so viel wie möglich deutsch sprechen und ich auch die etwas Schüchterneren dazu bekomme, ein wenig mit mir zu plaudern. Diese Altersstufe war für mich ungewohnt, aber die Klasse hat es mir leicht gemacht, da sie sehr nett war und auch alle meine Experimente mitgemacht hat. Leider ist dieser Gesprächskreis jetzt vorbei, da sich die Schülerinnen und Schüler auf ihre Prüfungen für die weiterführenden Schulen vorbereiten müssen. Ich finde das sehr schade.
Dann war es meine Aufgabe die Lehrerbibliothek (das heißt, alle Materialien zur Vorbereitung und Lehrmaterialien) zu ordnen und zu katalogisieren. Diese Aufgabe ist fast geschafft, es fehlt noch der Feinschliff.
Außerdem bin ich dafür verantwortlich, dass unsere Deutsche Wandzeitung (also eine große Tafel) immer aktuell ist. Das heißt also, dass zur Weihnachtszeit z.B. etwas über den Unterschied über den Nikolaus und den Weihnachtsmann gesagt wird, oder das Deutsche Geschichte, z.B. zum Mauerfall thematisiert und ausgestellt wird.
Im Moment bin ich auch dabei mit unserer Vorbereitungsklasse (sie wird der 9. Klasse vorangestellt und hat 22 Stunden Deutsch in der Woche, da sie vorher noch kein Deutsch hatten) ein Theaterstück zu „Frau Holle“ einzuüben, dass sie dann später vor unseren Kindergarten- und Grundschulkinder aufführen werden.
Für diese Vorbereitungsklasse habe ich auch als Abwechslung zwischendurch und um neue methodische Verfahren kennenzulernen Stationenlernen, z.B. zum Thema Nikolaus oder Weihnachten in Deutschland vorbereitet.
Außerdem wird unsere Webseite gerade neu gestaltet, sodass ich oft deutsche Texte korrekturlese, bzw. übersetzte Texte noch einmal gegenlese.
Ab und an aber sehr selten kommt es vor, dass ich Vertretungsstunden mache.
Ich kümmere mich zusammen mit zwei Kolleginnen auch um das PASCH-Theater. Das ist ein deutschsprachiges Theaterprojekt, bei dem das Stück selbst geschrieben und dann vor der Schule aufgeführt wird.
Wie ich schon einmal in einem vorherigen Beitrag erwähnt habe, habe ich im ersten Halbjahr zusammen mit Studenten und Studentinnen gearbeitet und ein Projekt namens „Spracholympiade“ vorbereitet und durchgeführt.
Das nächste Projekt „Sprachstadt Deutsch“ darf ich nun allein übernehmen. Dabei müssen sich die Schülerinnen und Schüler realitätsnahen Situationen stellen und müssen z.B. in einem Restaurant essen und dabei alles auf deutsch erledigen.
Außerdem begleite ich Schülerinnen- und Schülergruppen bei Ausflügen. So habe ich bereits 10. Klassen zu einem Ausflug in Goethe Institut Istanbul begleitet und werde auch mit der Vorbereitungsklasse zusammen für 2 Wochen nach Berlin reisen. Sie werden dort vormittags einen Sprachkurs machen und nachmittags unternehmen wir dann verschieden Aktivitäten. Da ist von Kultur (natürlich! Das muss ja schließlich sein.) über Musik, bis hin zu Sport alles dabei.
Wir haben auch Partnerschulen, die unsere Schule besuchen. Dann helfe ich auch bei der Begleitung von Ausflügen.
Also, es gibt noch ein bisschen was zu tun und deswegen bleibe ich auch noch ein Weilchen….


