Taxi Partizani!

Wie es kommen musste, kam ich zu spät los aus Sofia und durfte mir ein Taxi gönnen: in einer halben Stunde musste ich einmal quer durch die Stadt kommen um meinen Zug zurück nach Burgas noch zu erreichen. Ein sehr freundlicher und lustiger Taxifahrer erklärte mir lächelnd, dass er nur eine Minute bis zum Bahnhof brauchen würde, es allerdings „big problem“ gäbe, „too much police in Bulgaria“. So drückte er denn aufs Gaspedal und fuhr mich mit 100 Stundenkilometer zu meinem Ziel, nicht ohne vorher in kleine Seitenstraßen einzubiegen und mir zu erklären „this is the partizan way“.
Kurz darauf fragte er nach wann denn mein Zug genau fahren würde und ich ihm antwortete, dass noch 20 Minuten Zeit blieben lachte er nur und erzählte mir „in 20 minutes I’m in Plovdiv“ (nächste Großstadt, ziemlich genau 150 km entfernt) und drückte das Pedal wieder durch.

Nach diesem erheiternden Abenteuer erreichte ich fröhlich meinen Zug und fuhr gut ausgeruht gen Burgas. Der nächste Morgen hatte einen schönen Sonnenaufgang für mich am Strand parat, der nur durch eine leichte Wolkenschicht über Georgien getrübt wurde.

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