Zwei Wochen

Sziasztok!

Das ist eines der wenigen Worte, die ich hier schon gelernt habe. Es bedeutet „Hallo“ und ist an mehrere Personen gerichtet. 

Zehn Tage Vorbereitungsseminar und die ersten zwei Wochen in Pécs sind jetzt schon rum – ein guter Zeitpunkt, um über das zu berichten, was bis jetzt passiert ist. 

Das Vorbereitungsseminar 

Am 1. September ging es mit dem Vorbereitungsseminar am Werbellinsee los. Zusammen mit den anderen Freiwilligen, die jetzt in Ungarn sind, war ich in der Homezone 22, die von Anja betreut wurde. In der Homezone haben wir uns über die folgenden 10 Tage immer wieder getroffen, während wir uns für verschiedene Workshops individuell eintragen konnten. Eins der Highlights war der Ausflug nach Berlin und die „Ghetto-Streber“-Tour durch Berlin-Wedding, aber auch andere Programmpunkte und Workshops waren sehr interessant. Am Anfang konnte ich mir nicht vorstellen, dass 10 Tage schnell rumgehen würden, aber bereits nach 5 Tagen stellte ich fest, dass die Zeit wie im Fluge vergangen war. Während des Seminars gab es Höhen und Tiefen und sehr viele neue Informationen und Eindrücke, aber ich bin sehr froh, dass ich dabei sein durfte und so viele neue, tolle Menschen kennengelernt habe. 

Seit zwei Wochen bin ich nun in Pécs und ich kann sagen, dass es mir hier sehr gut gefällt. 

Gleich am Freitagmorgen holte Eszter, meine Betreuerin, mich ab und nahm mich mit zur Schule, wo ich dann schon die Schulleiterin und die Kolleg*innen kennengelernt habe. Anschließend durfte ich dann bei einer Stadtrallye/einem Stadtrundgang für die Austauschklasse aus Damme teilnehmen und die Innenstadt faszinierte mich sofort. Es war noch sehr warm und der Szechenyi Platz (der Hauptplatz von Pécs) hatte ein mediterranes Flair. Mittlerweile ist es viel kälter, aber ich bin jedes Mal wieder begeistert, wenn ich dort stehe.

Meine Einsatzstelle 

Mein Arbeitsplatz für das nächste Jahr ist das PTE Babits Mihály Gimnázium, das etwa 20 Fußminuten von der Wohnung entfernt liegt. Das ganze Kollegium hat mich sehr herzlich und freudig empfangen, womit ich gar nicht gerechnet hatte, und ich fühle mich hier sehr wohl. Die meiste Zeit helfe ich dabei, Materialien zu suchen und Aufgaben zusammenzustellen oder ich gehe mit in den Unterricht. Das passiert ab und an auch mal spontan, aber es ist immer interessant und es macht Spaß, mit den Klassen ins Gespräch zu kommen. Abgesehen davon darf ich (bis jetzt) zwei Schüler*innen helfen, die sich im Moment auf das deutsche Sprachdiplom (DSD II) vorbereiten. So langsam pendelt sich der Alltag ein und es gibt immer mehr „feste Termine“ in meinem Stundenplan. Nichtsdestotrotz bleibt es spannend – man weiß nie sicher, was der nächste Arbeitstag bringt. 

Was kann ich jetzt noch erzählen? 

Die anfänglichen Schwierigkeiten in der neuen Wohnung vom fehlenden Licht im der Küche bis hin zum kaputtem Durchlauferhitzer sind jetzt bis auf die kaputte Waschmaschine überwunden. Und wenn alles hinhaut, wird letztere heute repariert. Von der Wohnung aus muss ich nur etwa 10 Minuten laufen, bis ich in der Innenstadt bin. Wir haben schon einige tolle Plätze und Cafés gefunden. Und als nächstes stehen die Museen auf meiner To do – Liste. Jetzt hoffe ich noch, dass ich schnell ein bisschen ungarisch lernen werde, weil ich im Moment leider gar nichts verstehe (Ungarisch gehört zu den finno-ugrischen Sprachen und hat keine Verbindung zur indogermanischen Sprachfamilie). Und weil jetzt meine erste Stunde Ungarisch auf dem Plan steht, war’s das für heute.

Bis dann!

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