Wäsche
aufhängen im Kerzenschein, weil in der Wohnung seit drei Tagen kein einziges Licht mehr funktioniert – unser Blockhund (soll den Block bewachen, schläft aber lieber) – das kleine Opernhaus in Craiova – Volleyballmatch Craiova / Zalӑu und ich fiebere mit wie ein waschechter Craiovaner – Milky Chance aus Kassel im rumänischen Radio – ein Skypeinterview mit einer Rumänin in Deutschland – der riesige Graben, wo vor zwei Tagen noch ein breiter Bürgersteig war – und das Abenteuer sich als
Fußgänger mit den Autos die Straße teilen zu dürfen – das wundersame System meiner Nebenkostenabrechnung – nach drei vergeblichen Versuchen in drei unterschiedlichen Bankfilialen endlich einen englisch sprechenden Mitarbeiter zu finden – Schokopakete aus der Heimat – warme Nächte – Reisepläne – Postbeamte, die mir den Briefkasten aufschließen, weil mein Brief leider zu dick für den Schlitz ist – überraschend gut vorbereitete Schüler – Mangoldlasagne – Frühling
sblumen im Blockbeet – die absolut schönsten Sonnenuntergänge – fünf sich an mein Bein klammernde Drittklässler – ein Kuli, den mir eine Kollegin aus Budapest mitgebracht hat – die erste Skypesession ihres Lebens mit meinen Großeltern – „Ehm, darf ich Sie was fragen? Ich weiß Sie sind schon über ein halbes Jahr hier, aber… ehm, sind Sie hier Schülerin?“ – rumänischer Frühling = deutscher Sommer – mein verlässlich krähender Wecker aus dem Garten nebenan – Wifi for free, überall – all diese lieben, besonderen Menschen – meine Wohnung, mein Zuhause – im Stadtzentrum die letzten Sonnenstrahlen genießen – cafea in 3 culori (Kaffee, Milch, Kakao) – rumänischer Käse – der Worksho
pmarathon, organisiert von ein paar Studenten – meine Nachbarin, die mit einem großen Kessel in ihrem Garten sitzt und Seife kocht – der Markt und dessen Geräuschskullisse: Folkloremusik und Anpreisungen – sich Zeit nehmen und schreiben – dieser schwarze Humor, so bitter-süß wie rumänischer Mokka und das Leben hier – einen Spaziergang durch den Parcul Romanescu – die kleine Enkelin des Hausverwalters – Osterküken bei Silvia und Holger – der Duft nach Flieder – reconusțința ( Dankbarkeit) – der Frühlingswind, der den Heimweg zu einer Herausforderung werden lässt – mein Balkon – Eiscremewetter – Șaorma, der rumänische Lahmacun – Str
omausfälle nachts um eins, vor mir die lahmgelegte Schließanlage und die verschlossene Haustür, hinter mir ein verwirrter Hund – das Deutschteam des C. N. Elena Cuza – Oldtimerfahrräder in Schlaglöchern und Asphaltrissen Probe fahren – das Auf und Ab von emsige Produktivität und stoischer Lethargie und viele schöne Momente mit den Schülern – das Language Cafe – dieser wundersam schöne Klang der rumänischen Sprache – fericire!
