{"id":25,"date":"2024-02-02T15:53:49","date_gmt":"2024-02-02T14:53:49","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/zuhauseindermetropole\/?p=25"},"modified":"2024-02-02T15:54:19","modified_gmt":"2024-02-02T14:54:19","slug":"verlaengern-oder-nicht-von-entscheidungsschweren-vorweihnachtstagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/zuhauseindermetropole\/2024\/02\/02\/verlaengern-oder-nicht-von-entscheidungsschweren-vorweihnachtstagen\/","title":{"rendered":"Verl\u00e4ngern oder nicht? Von entscheidungsschweren Vorweihnachtstagen"},"content":{"rendered":"<p>Ich wohne jetzt schon seit Mitte September in S\u00e3o Paulo. Wie ich in meinem vorigen Beitrag\u00a0<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/zuhauseindermetropole\/2024\/01\/08\/wie-ist-sao-paulo\/\">Wie ist S\u00e3o Paulo?<\/a> erw\u00e4hnte, ist es aufregend, in einer so gro\u00dfen Stadt zu leben. Ich war zu Anfang des Freiwilligendienstes felsenfest davon \u00fcberzeugt, dass ich nach einem halben Jahr Ende Februar wieder zur\u00fcck nach Europa kehren w\u00fcrde, um dann dort erstmal eine Weile zu reisen und Zeit mit Freund*innen und Familie zu verbringen, bevor ich dann (hoffentlich) ein Praktikum anfange. Ich vermisse meine lieben Menschen zuhause und hatte mich auf das Wiedersehen gefreut.<\/p>\n<p>Allerdings hatte ich dann im November\/Dezember gemerkt, dass ich doch sehr gerne noch einige Monate l\u00e4nger in dieser Stadt verbringen m\u00f6chte. Vielleicht nicht gleich weitere sechs Monate, aber meinen Aufenthalt um drei Monate zu verl\u00e4ngern klang verlockend. Sechs oder neun Monate machte in meinem Kopf keinen krassen Unterschied, au\u00dferdem w\u00e4re ich zu der Zeit zur\u00fcck wo viele mit ihrem Studium abschlie\u00dfen und ich h\u00e4tte mehr Zeit, Brasilien zu bereisen.<\/p>\n<p>Sobald ich diesen Entschluss getroffen hatte, schrieb ich eine Mail an kulturweit, um zu fragen, ob dies \u00fcberhaupt m\u00f6glich w\u00e4re. Die Antwort lautete, dass dies nicht m\u00f6glich w\u00e4re, da neun Monate au\u00dferhalb der Regelzeit liegen. Man k\u00f6nne nur um sechs Monate verl\u00e4ngern, aber da es bereits eine lange Warteliste f\u00fcr Verl\u00e4ngerungen g\u00e4be, wolle man mir nicht allzu gro\u00dfe Hoffnungen machen. Ob ich auf die Warteliste gesetzt werden wollte? Da ich wenig Lust hatte, die restliche Zeit bis Februar in Ungewissheit zu verbringen, sagte ich erstmal nichts Konkretes, sondern lie\u00df mir Zeit, mir das alles zu \u00fcberlegen.<\/p>\n<p>Dachte ich zumindest. Denn einige Tage danach, kurz vor der Weihnachtsschlie\u00dfung des Goethe-Instituts hier in S\u00e3o Paulo, fand ich in meinem Postfach eine E-Mail von kulturweit mit einem Verl\u00e4ngerungsangebot. Ich war vollkommen \u00fcberrascht und \u00fcberw\u00e4ltigt, da ich ja nie gesagt hatte, dass ich auf die Warteliste wollte. Ich sa\u00df zu dem Zeitpunkt an meinem Arbeitsplatz, es war kurz vor zw\u00f6lf und ich fl\u00fcchtete buchst\u00e4blich in die Mittagspause. \u00dcberfordert von der ganzen Situation und der Tatsache, dass ich nur zwei Tage Zeit f\u00fcr die Entscheidung hatte, setzte ich mich im institutseigenen Garten in die H\u00e4ngematte und rief meine Eltern an.<\/p>\n<p>Jeder der mich kennt, wei\u00df, dass ich das Gegenteil von entscheidungsfreudig bin. Ich glaube ich musste bis dahin noch nie eine so gro\u00dfe Entscheidung innerhalb so kurzer Zeit treffen. Aber wenn ich ehrlich sein soll, stand die Entscheidung eigentlich schon tief in mir drin fest: ich wollte verl\u00e4ngern. In Europa rumreisen konnte ich ja immer noch danach, und die Verl\u00e4ngerung w\u00fcrde mir mehr Zeit lassen, mich f\u00fcr Praktikumsstellen ab Oktober zu bewerben. Obwohl ich die ganzen Menschen nat\u00fcrlich vermisse, wei\u00df ich, wir werden in Kontakt bleiben und uns sehen, sobald ich da bin. Es freute mich enorm, zu sehen, dass so viele Leute hinter meiner Entscheidung standen und mir das nicht ver\u00fcbelten. Au\u00dferdem macht mir die Arbeit hier am Goethe-Institut enorm viel Spa\u00df und ich habe durch meine Verl\u00e4ngerung die M\u00f6glichkeit, die Goethe-Welt mit ihren ganzen Aufgaben und Projekten n\u00e4her kennenzulernen.<\/p>\n<p>So kam es dann, dass ich kulturweit kurz vor dem Weihnachtsurlaub das unterschriebene Verl\u00e4ngerungsangebot zur\u00fcckschickte und somit meinen Urlaub mit der Gewissheit startete, bis August in Brasilien zu leben. Auch sch\u00f6n &#8211; dann kann ich das Land in aller Ruhe weiter erkunden und weitere Blogbeitr\u00e4ge \u00fcber meine Erlebnisse schreiben \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>At\u00e9 breve!<\/p>\n<p>Shama \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wohne jetzt schon seit Mitte September in S\u00e3o Paulo. Wie ich in meinem vorigen Beitrag\u00a0Wie ist S\u00e3o Paulo? erw\u00e4hnte, ist es aufregend, in einer so gro\u00dfen Stadt zu leben. 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