{"id":971,"date":"2012-12-31T16:36:26","date_gmt":"2012-12-31T15:36:26","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/yalishanda\/?p=971"},"modified":"2012-12-31T16:36:26","modified_gmt":"2012-12-31T15:36:26","slug":"ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/yalishanda\/2012\/12\/31\/ende\/","title":{"rendered":"Ende"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Hallo meine lieben Leser!<\/em><\/strong><br \/>\nHeute werde ich mich ein letztes Mal an euch wenden. Ich muss zugeben, der Blog hat schon sehr lange geruht. Nach meiner letzten hier beschriebenen Station in Chengdu gab es n\u00e4mlich ein paar Probleme mit dem Internet. In den darauffolgenden Hostels war die Verbindung z.T. sehr schlecht, was mir nicht erlaubte Bilder hochzuladen oder einen Blogartikel zu ver\u00f6ffentlichen. Als ich dann wieder zur\u00fcck in Guangzhou war, hatte ich allerhand mit Packen, Verabschiedungen und der R\u00fcckreise nach Deutschland zu tun. Als ich dann wieder zur\u00fcck war, habe ich es schlichtweg aus den Augen verloren. Deshalb m\u00f6chte ich das jetzt wenigstens noch ein bisschen nachholen und meinen Blog damit auch offiziell schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Was geschah nach Chengdu? Von dort aus bin ich in einer 26-Stunden-Zugreise ins kleine \u00d6rtchen Pingyao gefahren. Dieses ist durch seine sehr\u00a0gut erhaltene mittelalterliche Innenstand mit einer gro\u00dfen Stadtmauer bekannt. Dementsprechend\u00a0diente es auch schon h\u00e4ufig als Kulisse f\u00fcr Filme \u00fcber das Kaiserreich.<br \/>\nNach drei Tagen ging es weiter in das St\u00e4dtchen Qufu. Wie Pingyao ist es f\u00fcr chinesiche Verh\u00e4ltnisse nicht sonderlich gro\u00df. Das Besondere hier aber: Es handelt sich bei Qufu um die Heimatstadt des gro\u00dfen Philosphen und Denkers Konfuzius. Obwohl er vor \u00fcber 2500 Jahren lebte, pr\u00e4gen seine Gedanken und Theorien die heutige chinesische Gesellschaft immer noch in starkem Ma\u00dfe. Dies bezieht sich vor allem auf die gesellschaftliche Ordnung. Aus diesem Grund wird er heutzutage immer noch sehr verehrt und Abermillionen Menschen pilgern j\u00e4hrlich in seine Geburts- und Sterbestadt &#8211; so auch ich. Dort sieht man die ehemalige Residenz\u00a0des Clans der Familie Kong (Die Familie des Konfuzius &#8211;&gt; Konfuzius auf Chinesisch: Kong Zi), den riesigen Konfuziustempel und den Konfuzius-Wald, in dem Konfuzius und sein Nachkommen begraben sind. Mit Nachkommen werden nicht nur die Kinder und Enkelkinder gemeint. Nein hiermit sind ALLE Nachkommen, bis in die heutige Zeit, gemeint. Daher ist das Areal nat\u00fcrlich ziemlich gro\u00df &#8211; eben ein ganzer Wald. Aktuell m\u00fcssten ungef\u00e4hr die Nachkommen bis zur 77. oder 78. Generation dort begraben liegen. Das Recht dort beerdigt zu werden haben bis heute nur die Angeh\u00f6rigen der Familie Kong.<br \/>\nNach Qufu ging es weiter nach Qingdao. Qingdao ist eine K\u00fcstenstadt in der Provinz Shandong. In Deutschland ist sie besser als Tsingtao bekannt. Denn zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde unter Kaiser Wilhelm II. dort eine deutsche Kolonie gegr\u00fcndet. Dort wurde auch deutsches Bier gebraut, das bis heute von der bekanntesten chinesischen Biermarke &#8222;Tsingtao&#8220; nach deutschem Reinheitsgebot dort gebraut wird. Weiterhin gibt es einige sch\u00f6ne Str\u00e4nde,\u00a0 viel deutsche Architektur und das Olympische Segelzentrum von 2008 zu sehen.<br \/>\nMeine nachfolgende Station hie\u00df Nanjing. NJ liegt etwa 200 km westlich von Shanghai und ist eine sehr gro\u00dfe, geschichtstr\u00e4chtige Stadt. Sie war im Laufe der Jahrtausende einige Male Hauptstadt Chinas. Traurige Ber\u00fchmtheit erlangte sie, als die Japaner 1937 China \u00fcberfielen und ein Massaker mit offiziell \u00fcber 200.000, inoffiziell \u00fcber 300.000 Todesopfern anrichteten. Der Deutsche John Rabe, Direktor von Siemens China, konnte mit anderen Ausl\u00e4ndern eine Schutzzone einrichten und somit 200.000 Chinesen das Leben retten. Auch heute noch sind deshalb die Deutschen in Nanjing gerne gesehen.<br \/>\nBevor es zur\u00fcck nach Guangzhou ging habe ich noch einen Abstecher \u00fcber Suzhou, was zwischen Shanghai und Nanjing liegt, gemacht. Suzhou ist f\u00fcr seine Gartenbaukunst bekannt. In der Innenstadt gibt es unz\u00e4hlige pr\u00e4chtige G\u00e4rten, die schon mehrer Jahrhunderte alt sind. Die meisten davon sind ziemlich gro\u00df und kosten entsprechend viel Eintritt. Ich habe mich daher auf die zwei Bekanntesten beschr\u00e4nkt, damit ich mir diese in aller Ruhe ansehen konnte.<br \/>\nNach zwei N\u00e4chten ging es dann aber schlie\u00dflich zur\u00fcck. Ich fuhr \u00fcber Shanghai und nahm dort den\u00a0Nachtzug nach GZ. Dort hatte ich noch eine Woche, um meine Sachen zu packen, die Wohnung sauberzumachen, die Reise vorzubereiten und nat\u00fcrlich mich von von den Leuten zu verabschieden. Die Zeit verging wie im Flug und schon stand ich am 18. August am Frankfurter Flughafen und wurde von meiner Familie in Empfang genommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seitdem ist ja nun einige Zeit vergangen. Besonders in der Anfangszeit sind mir viele kleine und gro\u00dfe Unterschiede zwischen China und Deutschland aufgefallen. Z.T. waren es Sachen, die ich davor nie in Deutschland wahrgenommen habe. Mittlerweile ist nat\u00fcrlich schon l\u00e4ngst der Alltag eingekehrt. Ich studiere jetzt an der Universit\u00e4t Hamburg den Studiengang &#8222;Wirtschaft und Kultur Chinas&#8220;, was mir sehr viel Spa\u00df bereitet. Der Studiengang\u00a0ist eine Mischung aus VWL, BWL und Sinologie &#8211; also grob: Wirtschaft und Chinesisch. Nach meinem Chinajahr habe ich f\u00fcr mich das Gef\u00fchl, dass das die Richtung ist, in die ich sp\u00e4ter auch beruflich gehen m\u00f6chte. China geh\u00f6rt die Zukunft &#8211; das habe ich selber dort erleben k\u00f6nnen. Aber auch so fasziniert mich dieses Land mit seiner Kultur, seinen Leute, seinem Essen, seiner Landschaft und und und so sehr, dass ich glaube die richtige Studienwahl getroffen zu haben.<br \/>\nJetzt genie\u00dfe ich noch die letzten Stunden des alten Jahres\u00a0in meiner Heimat Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart und freue mich zu Hause zu sein. F\u00fcr das n\u00e4chste Jahr w\u00fcnsche ich mir, dass es genauso spannend und ereignisreich verl\u00e4uft wie das Jahr 2012, was aber definitiv sehr schwer wird. Ich w\u00fcnsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, viel Gesundheit und dass es ein erfolgreiches Jahr 2013 f\u00fcr euch wird!<\/p>\n<p>In diesem Sinne schlie\u00dfe ich meinen Blog. Vielen Dank f\u00fcr das flei\u00dfige Lesen, ich habe mich sehr dar\u00fcber gefreut! Ich hoffe es hat euch gefallen, mir hat es sehr viel Spa\u00df gemacht f\u00fcr euch aus China zu berichten. Machts gut!<\/p>\n<p>Alex<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo meine lieben Leser! Heute werde ich mich ein letztes Mal an euch wenden. Ich muss zugeben, der Blog hat schon sehr lange geruht. Nach meiner letzten hier beschriebenen Station in Chengdu gab es n\u00e4mlich ein paar Probleme mit dem Internet. 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