{"id":288,"date":"2011-11-23T17:22:43","date_gmt":"2011-11-23T16:22:43","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/yalishanda\/?p=288"},"modified":"2011-11-23T17:29:15","modified_gmt":"2011-11-23T16:29:15","slug":"was-es-so-neues-gibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/yalishanda\/2011\/11\/23\/was-es-so-neues-gibt\/","title":{"rendered":"Was es so Neues gibt&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Wie immer habe ich unendlich Sachen zu erz\u00e4hlen. Das w\u00fcrde aber, wie ihr euch denken k\u00f6nnt, den Rahmen meiner Zeit und nat\u00fcrlich auch eurer Lesebereitschaft sprengen.\u00a0Hinzu kommt, dass die meisten dieser Sachen inzwischen schon so allt\u00e4glich f\u00fcr mich geworden sind, dass sie einfach nicht mehr erw\u00e4hnenswert sind. Deshalb beschr\u00e4nke ich mich auf die wenigen, wichtigsten Geschehenisse.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Zuerst einmal w\u00e4re da die Sch\u00fclergruppe aus Deustschland zu erw\u00e4hnen. In vorherigen Artikeln hatte ich ja bereits erw\u00e4hnt, dass deutsche Austauschsch\u00fcler f\u00fcr zwei Wochen an unsere Schule kommen werden. Nun ja, jetzt sind sie auch schon fast eine Woche da, n\u00e4mlich seit letzten Donnerstag.<br \/>\nDie Ankunft war, sehr untypisch f\u00fcr Deutsche, sehr chaotisch. Die Einzige Information, die wir hatten, war die Ankunftszeit des Fluges, 21:20 Uhr. Flugnummer, Airline und Abflugsort waren uns g\u00e4nzlich unbekannt. Wie sollten wir sie also finden? Auf gut Gl\u00fcck sind wir dann in Halle A gegangen, um dort herauszufinden, dass nichts los war. Also einmal quer durch den Flughafen zur\u00fcck in Halle B. Wie durch ein Wunder steht die ganze Gruppe genau vor uns, als wir gerade nach ihnen suchen wollten. Es stellte sich heraus, dass sie \u00fcber Hongkong geflogen sind.\u00a0Der Flug stand lustigerweise\u00a0erst eine halbe Stunde nach ihrer Ankunft auf dem Flugplan. Mein neues Schlagwort f\u00fcr solch &#8222;organisierte&#8220; Ereignisse und Situationen: China.<br \/>\nWie dem auch sei. Wir waren alle froh sie gefunden zu haben und haben sie nat\u00fcrlich erst einmal willkommen gehei\u00dfen. F\u00fcr mich war dieser Besuch beim Flughafen wie so eine Art Zwischenbilanz. Als ich ankam dachte ich sofort an meine Ankunft in China acht Wochen vorher. Seitdem hat sich schon viel ver\u00e4ndert. So zum Beispiel die Sprachkenntnisse. Auch wenn mein Chinesisch (noch lange nicht!) perfekt ist, habe ich doch schon einige Fortschritte gemacht und bin hoffentlich weiterhin auf einem guten Weg. Insgesamt hatte ich einfach das Gef\u00fchl schon deutlich eingelebter und angepasster zu sein. Das ist auch nicht sonderlich verwunderlich, trotzdem aber sch\u00f6n wenn es einem auff\u00e4llt. Verst\u00e4rkt wurde der Eindruck durch die vielen Fragen der Deutschen. Im Bus meinte einer dann: &#8222;Boar, guck mal wie der da dr\u00fcben f\u00e4hrt! Ist der verr\u00fcckt oder was?!&#8220; H\u00e4tte er das nicht gesagt, w\u00e4re mir das \u00fcberhaupt nicht aufgefallen&#8230;Jetzt bin ich auf jeden Fall bis n\u00e4chsten Mittwoch so ein bisschen als Stadtf\u00fchrer, Helfer und Begleiter f\u00fcr die Deutschen zust\u00e4ndig. Da nebenher noch unterrichtet wird, ist das zum Teil echt stressig. Das h\u00e4tte ich vorher nicht gedacht. Aber es macht\u00a0auch Spa\u00df Fremden &#8222;meine&#8220; Stadt zu zeigen und so komme ich zum Beispiel auch in den Genuss eine Einf\u00fchrung in die Kunst des Taiji und der chinesischen\u00a0Kalligrafie zu bekommen.<\/p>\n<p>Am Freitag war ich Juror beim\u00a0schulinternen Englisch-Freisprech-Wettbewerb. Da habe ich mich wirklich wie ein V.I.P. gef\u00fchlt: Vorne in der ersten Reihe, hinter mir 1.000 Zuschauer, ein Schild auf dem &#8222;Juror&#8220; stand und ein Sch\u00fcler, der immer wieder Wasser nachreicht. Die Beitr\u00e4ge an sich waren auch sehr interessant anzuh\u00f6ren. Das Thema war &#8222;Teamwork&#8220; bzw. &#8222;My Hero&#8220;. Was mich stark verwundert hat, dass in einem kommunistischen Land, in dem Facebook gesperrt ist Beispiele wie Apple und Facebook genannt wurden und als pers\u00f6nliche Helden bezeichnet wurden. Sehr unerwartet. Eine Kandidatin erf\u00fcllte dann jedoch meine Erwartungen. Sie berichtete drei Minuten langen \u00fcber ihren Helden: Den ehemaligen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas Mao Zedong. Am Ende wurden dann kurzer Hand ich und der Neuseel\u00e4ndische Englischlehrer Chris auf die B\u00fchne gezogen um f\u00fcr das Foto der Urkunden-\u00dcbergabe H\u00e4nde zu sch\u00fctteln und in die Kamera zu l\u00e4cheln. Alles in allem sehr erfolgreich.<\/p>\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen war es das eigentlich schon. Wie ihr wisst werde ich am kommenden Sonntag bei der Feier zum\u00a030. Jubil\u00e4um der Schule Walzer tanzen, vor gut 1.000 &#8211; 2.000 Leuten. Wie ich aber jetzt erfahren habe darf ich am Montag gleich nochmal ran &#8211; Zuschaueranzahl gleich. Das wird ein heiden Spa\u00df sag ich euch&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie immer habe ich unendlich Sachen zu erz\u00e4hlen. Das w\u00fcrde aber, wie ihr euch denken k\u00f6nnt, den Rahmen meiner Zeit und nat\u00fcrlich auch eurer Lesebereitschaft sprengen.\u00a0Hinzu kommt, dass die meisten dieser Sachen inzwischen schon so allt\u00e4glich f\u00fcr mich geworden sind, dass sie einfach nicht mehr erw\u00e4hnenswert sind. 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