{"id":218,"date":"2011-10-17T11:47:36","date_gmt":"2011-10-17T09:47:36","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/yalishanda\/?p=218"},"modified":"2011-10-22T03:38:04","modified_gmt":"2011-10-22T01:38:04","slug":"feier-zum-3-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/yalishanda\/2011\/10\/17\/feier-zum-3-oktober\/","title":{"rendered":"Feier zum 3. Oktober"},"content":{"rendered":"<p>Welch ereignisreiche Tage liegen wieder hinter mir, ich werde versuchen von\u00a0allem sch\u00f6n chronologisch zu berichten.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag:<\/strong><br \/>\nDa gab es anl\u00e4sslich der 21. Jahrestags des 3. Oktobers einen Empfang des Deutschen Generalkonsulats Kanton. Die Feier fand erst jetzt statt, da am 3. Oktober selbst die chinesischen Nationalfeiertage waren und auch das Konsulat in dieser Zeit geschlossen war. Dazu waren viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft und unter anderem auch die Einsatzstellen der kulturweit-Freiwilligen eingeladen. So ging ich also zusammen mit dem Schulleiter und einer Lehrerin dorthin. Wir wurden von einem Fahrer der Schule von der Schule direkt zum Hotel, wo die Feier stattfand gefahren. Gerade als wir eingestiegen sind, fing ein Regen an, der die n\u00e4chsten f\u00fcnf Stunden und mehr nicht aufh\u00f6ren sollte, wie sich sp\u00e4ter herausstellen sollte. Aber dazu sp\u00e4ter mehr&#8230;<br \/>\nDer Abend wurde von einer kleinen Rede des\u00a0Generalkonsuls er\u00f6ffnet.\u00a0Anschlie\u00dfend konnte man sich am B\u00fcffet bedienen. Hier gab es vorwiegend deutsche Spezialit\u00e4ten wie Kn\u00f6del, Gulasch, Apfelstrudel, Kuchen, und dazu nat\u00fcrlich deutsches Brot. Aber auch ein paar chinesische Leckereien wie die Peking-Ente haben nicht gefehlt. Eine nette Abwechslung, wenn man sonst eher Chinesisch isst. Man hatte die Gelegenheit ein paar Leute kennenzulernen und Gespr\u00e4che zu f\u00fchren. So habe ich unter anderem die Mentorin von Clara und den Chef von Franzi kennengelernt.<br \/>\nNach gut zwei Stunden neigte sich der Abend auch schon dem Ende. Wir blieben noch etwas und sind ein wenig sp\u00e4ter losgegangen um ein Taxi zu nehmen. Doch da erwartete er uns wieder, der Regen. Aber mittlerweile goss es einfach nur noch, buchst\u00e4blich wie aus Eimern. Auf der Stra\u00dfe stand das Wasser kn\u00f6chelhoch, an manchen Stellen sogar bis zu den Knien. Klar dass bei diesem Wetter der Bedarf an Taxis erheblich zunimmt. Also reihten wir uns in die Schlange der Wartenden ein, wo wir noch etwa eine Stunde stehen sollten. Letztendlich sind wir auch nur noch mit einem &#8222;inoffiziellen&#8220; Taxi mitgekommen, um ein Vielfaches teurer versteht sich. Obwohl ich bis dahin trocken geblieben war, reichten die etwa 100 Meter vom Taxi bis zum Eingang des Wohnheims um mich von oben bis unten komplett nass zu machen. In der Regenzeit von April\/Mai bis September soll es so gut wie jeden Tag so regnen, vielleicht nicht ganz so lang und so heftig, daf\u00fcr aber immer wieder. Bis dahin sollte ich mir auf jeden Fall ein gutes Paar Gummistiefel besorgen!<\/p>\n<p><strong>Freitag:<\/strong><br \/>\nNach der Schule habe ich erstmal mithilfe einer Chinesin, die mir freundlicherweise ihre Hilfe angeboten hat und sehr gut Englisch gesprochen hat, mein Handyguthaben wieder aufgeladen. Im Prinzip l\u00e4uft es wie in Deutschland: Man bekommt einen Code, man muss bei einer Nummer anrufen und sie eintippen. Dazu muss man aber verstehen was die Dame sagt, sie sagt n\u00e4mlich die Men\u00fcpunkte an und man muss den richtigen ausw\u00e4hlen (&#8222;F\u00fcr\u00a0&#8230; dr\u00fccken sie die 1&#8220; usw.). Ich habe mir aber die Tastenkombination gemerkt und es sollte das n\u00e4chste Mal klappen.<br \/>\nAm Abend bin ich mit Franzi zu einem Couchsurfer-Treffen mitgegangen, wo man Einheimische und andere Ausl\u00e4nder in Guangzhou trifft. Das ist ganz praktisch, wenn man neu in der Stadt ist und ein paar Tipps braucht oder jemanden, der einem die Stadt zeigt. Am Ende sind wir dann noch mit einem der Anwesenden in einen Club gegangen, wo wir noch andere Couchsurfer getroffen haben. So ein chinesischer Diskobesuch war schon ganz lustig, drau\u00dfen sitzen die M\u00e4nner und spielen W\u00fcrfelspiele &#8211; wer verliert muss trinken &#8211; und drinnen tanzen die Frauen. Obwohl, so chinesisch war das Ganze nicht. Es war ein Ausl\u00e4nderanteil von ungef\u00e4hr 75%. Die Preise sind ziemlich deutsch\/westlich. Wir hatten aber trotzdem unseren Spa\u00df, vor allem haben wir noch ein paar neue Leute kennengelernt.<\/p>\n<p><strong>Samstag:<\/strong><br \/>\nAm Samstag lies ich es ein bisschen ruhiger angehen. Da ich am Vorabend erst sp\u00e4t nach Hause gekommen bin, habe ich erstmal ausgeschlafen. Dann habe ich noch Diktate und ein paar Hausaufgaben korrigiert, bevor ich mich mit Clara und Franzi zum vietnamesisch Essen getroffen habe.\u00a0 In der Metrostation ist uns aufgefallen wie viele Menschen unterwegs waren, vor allem ausl\u00e4ndische. Die Erkl\u00e4rung ist einfach: Seit Samstag findet wieder die Canton Fair statt. Sie findet zweimal j\u00e4hrlich statt, jeweils etwa drei Wochen und ist die gr\u00f6\u00dfte In- und Exportmesse Chinas,\u00a0bei der viele in- und\u00a0ausl\u00e4ndische Aussteller und Firmen vertreten sind.<br \/>\nDen Vietnamesen habe ich bei einem Spaziergang neulich entdeckt. Da er ziemlich gut aussah wollte ich ihn mal austesten. Dort angekommen erwartete uns ein Platz voller wartender Menschen, vermutlich warteten alle auf einen Platz im Restaurant. Dennoch durften wir drei (Westler) sofort eintreten und haben gleich einen Platz bekommen. Wie sich herausstellte, war es ein sehr bekanntes Restaurant, das sogar in mehreren Reisef\u00fchrern erw\u00e4hnt und empfohlen wird. Das Essen war wieder einmal vorz\u00fcglich, was bei der wartenden Menschenmenge zu erwarten und zu erhoffen war. Es hat wie eine Mischung aus Chinesisch und Indisch geschmeckt, die Zutaten eher Chinesisch (Nudeln,&#8230;)\u00a0und die Gew\u00fcrze eher Indisch (Curry,&#8230;). Der Reis in einer \u00fcberbackenen Kokosnuss war nicht nur lecker, sondern sah auch verdammt gut aus (siehe Bild).<br \/>\nDanach wollten wir noch die ber\u00fchmte Ping-Pong-Bar, von der uns\u00a0schon so viel erz\u00e4hlt wurde,\u00a0ausprobieren. Uns wurde empfohlen bis zu einer bestimmten Metrostation zu fahren und von dort aus ein Taxi zu nehmen. Dort kannten die meisten Leute, inkl. Taxifahrer, die Adresse (Chinesisch!) nicht. Wir \u00fcberlegten uns schon Alternativm\u00f6glichkeiten als wir einen Fahrer gefunden haben, der es kannte. Der wollte aber sein Taxometer nicht anmachen und sagte von Anfang an 40. Solche Angebote sind meist der doppelte oder dreifache Preis, aber wir wollten ja unbedingt hin. Und umgerechnet 1,50\u20ac f\u00fcr jeden war da auch verkraftbar. Dort angekommen wollte er dann unsere ganzen 20er, 10er und 5er nicht annehmen, weil er meinte es sei Falschgeld, die haben wir aber gerade erst vom Restaurant zur\u00fcckbekommen. Zum Gl\u00fcck hat er dann meinen 50er akzeptiert, den ich ihm genervt hingehalten habe.\u00a0Er hat auch\u00a010 wieder herausgegeben, also 40 so wie vereinbart.<br \/>\nJetzt mussten wir aber erst wieder die Bar finden, die versteckt in einem Hinterhof lag. Vorbei an unz\u00e4hligen W\u00e4chtern, die wir alle fragten, dunklen Gassen und Ratten haben wir sie letztendlich gefunden, wenn auch erst zwei Stunden nachdem wir\u00a0vom Vietnamesen losgegangen sind. Die Bar ist\u00a0ganz nett, cool eingerichtet und die Preise f\u00fcr die Drinks halten sich im Rahmen. Aber der Aufwand um dorthin zu kommen\u00a0war schon nervig.<\/p>\n<p><strong>Sonntag:<\/strong><br \/>\nHier war\u00a0ich ein wenig den Zhonghua Guangchang (\u4e2d\u534e\u5e7f\u573a &#8211; China Plaza) auschecken, eine riesen Mall, wo man alles finden kann. Besonders gefreut habe ich mich \u00fcber den Supermarkt, der sehr sauber\u00a0angenehm eingerichtet ist. Das beste aber: Es gibt unz\u00e4hlige\u00a0importierte Waren, auch viele aus Deutschland. Wenn ich also Goldb\u00e4ren, Ritter Sport, Paulaner\u00a0oder Oettinger brauche, habe ich jetzt eine Anlaufstelle.<br \/>\nAbends war ich wieder beim Sprachkurs mit Clara. Davor sind wir noch in der Mall, die genau\u00a0neben dem Sprachzentrum liegt, Japanisch Essen gegangen. An Auswahl jeglicher\u00a0Art mangelt es hier also nicht.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-218 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/yalishanda\/files\/2011\/10\/IMG_4254.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/yalishanda\/files\/2011\/10\/IMG_4254-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" 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