{"id":25,"date":"2024-09-12T15:25:07","date_gmt":"2024-09-12T13:25:07","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/?p=25"},"modified":"2024-09-12T15:46:37","modified_gmt":"2024-09-12T13:46:37","slug":"kunst-kultur-und-capoeira-eine-woche-vorbereitungsseminar-in-789-woertern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/2024\/09\/12\/kunst-kultur-und-capoeira-eine-woche-vorbereitungsseminar-in-789-woertern\/","title":{"rendered":"Kunst, Kultur und Capoeira (Eine Woche Vorbereitungsseminar in 789 W\u00f6rtern)"},"content":{"rendered":"<p>Am 1.9.2024 hie\u00df es f\u00fcr 261 \u201ekulturweit\u201c-Freiwillige: Auf nach Brandenburg an den Werbellinsee.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImageFLj01P.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-28 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImageFLj01P-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImageFLj01P-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImageFLj01P-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImageFLj01P.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a>Mit insgesamt sechs Taschen, sehr ungeordneten Gedanken und einem mehr oder weniger korrekten Zugticket haben Julius und ich uns morgens in D\u00fcsseldorf von unseren Familien verabschiedet und uns in den ICE nach Berlin gesetzt. Durch die obligatorischen zwei Stunden Versp\u00e4tung wurden wir zwar nicht von den Shuttlebussen abgeholt, das Problem hatten aber noch genug andere Freiwillige, sodass wir immerhin erste Kontakte kn\u00fcpfen konnten.<\/p>\n<p>Auf dem Seminargel\u00e4nde angekommen wurden wir nach L\u00e4ndern in \u201eHomezones\u201c eingeteilt: Wir Uruguay-Freiwilligen waren in einer Gruppe zusammen mit denen, die nach Brasilien gehen. Dort habe ich auch das erste Mal meine zuk\u00fcnftige Mitbewohnerin Amira in Person kennengelernt und mich \u00fcber unsere Einsatzstelle ausgetauscht.<\/p>\n<p>Die ersten Tage waren vor allem gepr\u00e4gt von gruppenbildenden Ma\u00dfnahmen (erstaunlich viele Spiele, die ich auch schon mit den F\u00fcnftkl\u00e4ssler*innen meiner Patenklasse gespielt habe), Kennenlernrunden und der Vorstellung von Erwartungen und \u00c4ngsten (von beiden gab es genug).<\/p>\n<p>Auch inhaltlich wurde nat\u00fcrlich viel gearbeitet: Zu Wahrnehmung, Kultur und Vorurteilen, zu Verhalten im Notfall, zu Versicherung und Sicherheit, zur UNESCO und zu den Nationalkommissionen, zu globalen Machtzusammenh\u00e4ngen, zum fairen Berichten und differenzierten Perspektiven.<\/p>\n<p>Des Weiteren wurden Reflexionsr\u00e4ume angeboten, speziell zur Betrachtung der eigenen Position im Freiwilligendienst.<\/p>\n<p>Highlight f\u00fcr soziale Beziehungen waren nat\u00fcrlich die Workshops: Nicht nur Beachvolleyball, Korbflechten und Diskussionsr\u00e4ume, sondern vor allem auch \u201eTheater der Unterdr\u00fcckten\u201c und ein Kurs \u00fcber Capoeira, einen brasilianischen Kampftanz, stie\u00dfen auf gro\u00dfen Anklang. Dabei handelt es sich um eine afro-brasilianische Kunstform, die Kunst, Musik, Akrobatik, Geschichte, Training, Kampf und Gemeinschaft verbindet und mit traditioneller Trommelmusik begleitet wird. Seit 2014 geh\u00f6rt Capoeira zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO, wie inzwischen \u00fcbrigens auch die Berliner Techno-Szene oder Reggae in Jamaika.<br \/>\nVorgestellt wurde der Kurs von Jer\u00f4, unserem Homezone-Teamer, der eine Capoeira-Schule in Dresden besucht.<\/p>\n<p>Lustigerweise habe ich zwei Leute getroffen, die ich vorher schon kannte: Ein M\u00e4dchen aus meiner Stadt und einen Jungen, den ich vor zwei Jahren in einem Volleyballcamp getroffen hatte.<\/p>\n<p>In unterschiedlichen Gruppen haben wir Doppelkopf, Tischtennis und Beachvolleyball gespielt, Karaoke gesungen, sind im See schwimmen oder einfach zusammen spazieren gegangen und haben<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImageizX4iz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-27 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImageizX4iz-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImageizX4iz-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImageizX4iz.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a> \u00fcber all das geredet, was uns bevorsteht: sechs, bzw. zw\u00f6lf Monate im in- oder au\u00dfereurop\u00e4ischen Ausland, eine eigene Wohnung, eine 40h-Woche, Sprachbarrieren, vielleicht etwas Heimweh und viele neue Erfahrungen, von denen alle spannend, aber nicht alle einfach sein werden.<\/p>\n<p>Wie sich das f\u00fcr eine Gruppe Jugendlicher in der letzten Woche in der N\u00e4he von Zuhause geh\u00f6rt wurde nat\u00fcrlich auch gefeiert, getanzt, gelacht, gesungen und \u2013 man munkelt \u2013 auch ein bisschen getrunken, Kontaktdaten ausgetauscht, von den H<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImagehStar9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-29 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImagehStar9-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImagehStar9-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImagehStar9.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/><\/a>eimatst\u00e4dten berichtet, zusammen musiziert und endlich realisiert, dass es f\u00fcr uns jetzt wirklich losgeht, dass unser Freiwilligendienst kein Hirngespinst oder Geschehnisse in ferner Zukunft ist, sondern dass er in einigen Tagen beginnt.<\/p>\n<p>Vor allem, als es dann am Samstag hie\u00df, Abschied zu nehmen und sich entweder f\u00fcr sechs Monate, zw\u00f6lf oder potentiell auch l\u00e4nger nicht mehr zu sehen, wurden alle, mit denen mal zu tun gehabt hatte (um alle richtig kennenzulernen waren wir deutlich zu viele, aber zumindest von den anderen S\u00fcdamerikafreiwilligen m\u00fcsste ich inzwischen alle Namen und Einsatzorte kennen) einmal fest umarmt und dann \u201ein die Freiheit entlassen\u201c, wie man so sch\u00f6n sagt.<\/p>\n<p>Am letzten Abe<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImagevLBhTO.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-30 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImagevLBhTO-300x417.jpg\" alt=\"\" width=\"195\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImagevLBhTO-300x417.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/vamosarriba\/files\/2024\/09\/tempImagevLBhTO.jpg 737w\" sizes=\"(max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/><\/a>nd vorm Flug ging es dann f\u00fcr meine Mitreisenden und mich noch einmal durch Berlin und danach ins Bett, um am n\u00e4chsten Tag nach Frankfurt zu fahren. Von dort aus ging der Flieger \u00fcber S\u00e3o Paulo nach Montevideo. \u00dcber den Flug w\u00fcrde ich gerne mehr berichten, aber einerseits war es extrem nebelig, sodass man nicht viel gesehen hat, und zum anderen habe ich die meiste Zeit auch durchgeschlafen, weshalb ich das meiste ohnehin nicht mitbekommen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Gerade, w\u00e4hrend ich diesen Text schreibe, sitze ich in Montevideo und gehe durch die Fotos der Seminarzeit und reflektiere diese eine Woche, die es f\u00fcr mich schon als solche Wert war, den Freiwilligendienst zu starten.<\/p>\n<p>Ich hoffe, dass alle anderen genauso gut angekommen sind, wie wir in Montevideo (wor\u00fcber in naher oder ferner Zukunft auch noch berichtet werden wird) und freue mich jedes Mal, wenn ich Bilder aus Argentinien, Kroatien, Namibia oder anderen Teilen der Welt sehe, die gerade von neuen Freund*innen und diversen Bekanntschaften bereist werden.<\/p>\n<p>Wir haben schon jetzt unser eigenes kleines Netzwerk und mit den anderen Freiwilligen, die in S\u00fcdamerika (v. A. Argentinien, Uruguay, Paraguay, Brasilien, Bolivien, Peru und Kolumbien) eine eigene Gruppe, um Urlaube und eine gemeinsame Weihnachtsfeier zu planen.<\/p>\n<p>Wie gut wir inhaltlich auf unser FSJ vorbereitet sind, das kann und will ich noch nicht sagen, aber emotional behaupte ich jetzt einfach mal, bereit zu sein \u2013 und wenn nicht, dann kann man daran auch nichts mehr \u00e4ndern und das wird auch funktionieren, ich bin da an sich recht optimistisch. Vamos arriba und so, es ist alles gut und es geht aufw\u00e4rts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1.9.2024 hie\u00df es f\u00fcr 261 \u201ekulturweit\u201c-Freiwillige: Auf nach Brandenburg an den Werbellinsee. 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