{"id":80,"date":"2022-12-02T14:12:32","date_gmt":"2022-12-02T06:12:32","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/?p=80"},"modified":"2022-12-02T14:12:32","modified_gmt":"2022-12-02T06:12:32","slug":"realitaet-und-fantasie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/2022\/12\/02\/realitaet-und-fantasie\/","title":{"rendered":"Realit\u00e4t und Fantasie"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400\">Bisher habe ich versucht, allem eine Zeit und einen Platz zuzuteilen. Den Ereignissen ihre chronologische Reihenfolge nicht wegzunehmen. Aber um ehrlich zu sein, ist das g\u00e4nzlich unm\u00f6glich, schlichtweg unrealistisch. Was ich hier schreibe, ist ein Blog und kein Tagebuch. Ich fasse Erlebnisse zusammen, gebe den Inhalt von Wochen in nicht mehr als wenigen Minuten wieder und desto mehr Zeit verrinnt, desto st\u00e4rker gehen meine eigenen Gedanken und \u00dcberlegungen ineinander \u00fcber. Auf die an einem Tag weise scheinende Entscheidung trifft bereits die Reue des n\u00e4chsten Tages, was ein g\u00e4nzlich akkurates Aufschreiben der Ereignisse und meiner eigenen Gef\u00fchle, so wie sie denn in jedem einzelnen Moment seit Beginn meiner Reise in die Mongolei geschehen sind und waren, schlichtweg unm\u00f6glich macht. Somit ist auch dieser Bericht auf gewisse Weise nur teils Realit\u00e4t und teils das Ergebnis meiner eigenen Hirngespinste.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Was ich in diesem Blog bisher getan habe, ist eine Welt erschaffen. Ich habe verschiedene Charaktere und Orte vorgestellt, eine Atmosph\u00e4re kreiert, der notwendige Teil einer jeden Geschichte eben. Aber das alles ist nicht viel mehr als die Spitze des Eisbergs. Was ihr jetzt h\u00f6ren werdet, ist der besser beh\u00fctete, verborgene Teil dieses Abenteuers. Eben die oben erw\u00e4hnten Hirngespinste, die mein Gehirn rund um die Uhr am Laufen halten, in ihrem nahezu vollen Ausma\u00df.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Wir alle sind mit unterschiedlichen Erwartungen in die Mongolei gekommen. Ein jeder von uns hatte ein Bild davon im Kopf, was uns an diesem auf gewisse Weise vom Rest der Welt abgeschnittenen Ort inmitten der Steppe erwarten w\u00fcrde. Das Problem mit diesen Bildern ist, dass, wenn sie sich zu tief in unserem Inneren verankern, wenn sie zu spezifisch sind, uns die Realit\u00e4t, mit der wir letztendlich konfrontiert werden, g\u00e4nzlich fremd erscheinen wird. Sie wird etwas alienhaftes haben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Ich habe mir vor meiner Reise in die Mongolei ehrlich gesagt kaum Gedanken dar\u00fcber gemacht, was mich hier erwarten w\u00fcrde. Dank zwei mongolischen M\u00e4dchen, mit denen ich zur Schule gegangen bin, hatte ich die Mongolei bereits lange vor meinem FSJ als \u201ccool\u201d abgestempelt und mehr Gedanken habe ich mir nie wirklich gemacht. Aufgrund von Stress und naja auch einer guten Menge an Faulheit habe ich s\u00e4mtliche empfohlene Hintergrundrecherche \u00fcbersprungen und bin auf gewisse Weise direkt ins kalte Wasser gesprungen. Aber trotz fehlender Vorbereitung hatte ich den meisten Leuten hier etwas voraus: Ich kannte Leute aus der Mongolei und selbst wenn sie beide Teil der oberen Mittelschicht waren und mein Kontakt zur Kultur somit sehr einseitig war, war sie kennengelernt zu haben immer noch Gold wert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Das Problem ist, dass in Deutschland die \u00fcbliche Vorstellung einer mongolischen Person keine Oberstufensch\u00fclern ist, die in High Heels zu Cardi Bs Musik tanzt. Die Mongolei ist f\u00fcr die meisten nimmerendende karge Landschaften, Kamele, Pferde und Familien gezeichnet von Traditionen, die uns g\u00e4nzlich unfamili\u00e4r sind, alles in allem etwas Exotisches.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">W\u00e4hrend ich mir sicher bin ,dass man so etwas hier finden kann und auch die oben genannten Aspekte Teil dieses Landes sind, bilden sie nicht den Teil des Landes, denn man antreffen wird, wenn man in einem Apartment in der N\u00e4he der Shangrila Mall wohnt. Einer der zentralsten Orte nur m\u00f6glich. Deshalb kam, und das schon mehr als einmal, die Frage nach der \u201cechten\u201d Mongolei auf. Eine meiner Mitbewohnerinnen hat die drei Jungs beneidet, die genau wie wir hier ein FSJ machen, aber eine Wohnung in einem deutlich \u00e4rmeren Stadtteil gemietet haben. Sie haben uns erz\u00e4hlt, wie sie dort in der Gegend mit den Kindern Basketball gespielt haben, wie Leute gemeinsam mit ihnen Fotos machen wollten und wie spekuliert wurde, ob sie Russen sind oder nicht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Aber die Wahrheit ist, es gibt keine bestimmte Mongolei, die echter ist, als die andere. Klar erleben wir hier alle eine unterschiedliche Realit\u00e4t, aber das macht die Erfahrungen von einem von uns nicht weniger authentisch als die von einem anderen. Bestimmte Erlebnisse hier sind nicht schlichtweg &#8222;falsch&#8220;, nur weil sie nicht unseren Erwartungen des Landes entsprechen. Elegante Wolkenkratzer und Menschen, deren Taschen praktisch vor lauter Geld bersten, sind genauso sehr Teil dieses Landes wie Leute, die deutlich weniger besitzen. Und die Wahrheit ist, dass wenn du genauso viel Zeit wie ich im Ausland verbracht hast, dann sch\u00e4tzt du jedes bisschen Familiarit\u00e4t in der Fremde. Weil du genau wei\u00dft, dass das Leben fern von der Heimat auch so schon schwierig genug werden wird. Selbst wenn eine andere Kultur auf den ersten Schlag gar nicht so fremd erscheinen mag, wirst du schnell herausfinden, wie unterschiedlich sie von deiner eigenen wirklich ist. Dann wirst du es pl\u00f6tzlich wertsch\u00e4tzen, wenn du nach einem langen Arbeitstag in den Supermarkt gehst und nicht die Inhaltsstoffe von jedem einzelnen Produkt mithilfe von Google Translate \u00fcbersetzen musst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Und genau das ist meine Angst, meine gr\u00f6\u00dfte Angst. Ich habe ein sehr anderes Leben als die meisten Menschen gehabt und ich habe Angst, dass in nicht allzu ferner Zukunft die Erwartungen und Erfahrungen meiner Mitbewohner und meine eigenen aufeinander prallen werden, auf eine Art und Weise, die nicht viel mehr als Zerst\u00f6rung hinterlassen wird. Im Gegensatz zu den meisten Menschen habe ich mein ganzes Leben damit verbracht, mich an neue Situationen anzupassen. Ich bin auf gewisse Weise zu einem Cham\u00e4leon geworden. Ich wei\u00df wie ich gehen und reden muss, um nicht wie ein stereotypischer Tourist zu erscheinen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Diesen Sommer hatte ich bereits einen ersten Vorgeschmack dieser Unterschiede zwischen mir und anderen und es hat mir alles andere als gefallen. Diesen Sommer war ich eine Woche gemeinsam mit einer Freundin aus Deutschland in New York City. Da sie krank war, habe ich die ersten paar Tage genutzt, um die Stadt alleine zu erkunden. Nicht ein einziges Mal hatte ich das Gef\u00fchl, aus der Masse herauszustechen. Selbst als ich beim Spazierengehen laut auf Deutsch telefoniert habe, schien niemand meine Pr\u00e4senz allzu sehr zu bemerken. Schlie\u00dflich gibt es in New York tausende Einwanderer und jemanden in einer anderen Sprache sprechen zu h\u00f6ren, ist keine \u00dcberraschung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Das alles hat sich ge\u00e4ndert, als es meiner Freundin wieder besser ging und wir gemeinsam auf Erkundungstour gegangen sind. Pl\u00f6tzlich wurden wir angestarrt, angesprochen und ich habe mich auf gewisse Weise entbl\u00f6\u00dft gef\u00fchlt. Ich habe nicht mehr als ein paar Sekunden gebraucht, um die Unterschiede in meinem und ihrem Verhalten zu bemerken. Jedes Mal war ich innerlich am Fluchen, weil ich mir der Aufmerksamkeit von anderen, die unabdingbar folgen w\u00fcrde, bereits bewusst war. Einer Aufmerksamkeit, welche sich auf zwei Weisen zeigt, die mir beide gleich unangenehm sind.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die erste, gut gemeint, aber dennoch st\u00f6rend, ist die Aufmerksamkeit von Security Guards und anderen Personen, welche sich f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum im selben Raum wie man selbst aufhalten und die eigene Unbeholfenheit erkennen. Nach dieser Erkenntnis kommt oft die Frage, was man denn suche oder brauche und w\u00e4hrend dies an sich zwar g\u00e4nzlich gut gemeint ist, ist es letztendlich nicht mehr als eine traurige Erinnerung daran, dass man selbst eigentlich nicht hierher geh\u00f6rt. Das es Wissen gibt, das einem selbst verborgen ist und das diese Wissensl\u00fccke offensichtlich ist.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die zweite Art von Aufmerksamkeit kommt von H\u00e4ndlern und Verk\u00e4ufern, dieselben wie sie auf arabischen und lateinamerikanischen M\u00e4rkten anzutreffen sind und die, sobald sie auch nur die kleinste Anomalit\u00e4t in deinem Verhalten entdecken, den Preis ihrer Waren ums dreifache erh\u00f6hen. Diese Art von Aufmerksamkeit dehnt sich aus auf Taxifahrer, Tourguides und alle m\u00f6glichen anderen Personen, die hoffen, aus deiner Hilflosigkeit in der Fremde Profit zu schlagen. In manchen F\u00e4llen, zumindest hier in der Mongolei, ist dieses Verhalten auch durchaus nachvollziehbar, wenn auch nichtsdestotrotz nervig. Hier Ausl\u00e4nder zu sein bedeutet Geld f\u00fcr Flugtickets, Unterkunft und alles m\u00f6gliche weitere zu haben. Selbst wenn ich mich in Deutschland keineswegs als reich einstufen w\u00fcrde, geh\u00f6re ich doch zur Mittelschicht der Bev\u00f6lkerung, was hier in der Mongolei aber dann doch eher die obere Mittelschicht ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Jedenfalls habe ich diesen Sommer in New York bereits einen ersten Eindruck davon bekommen, wie mein eigenes Dasein als Ausl\u00e4nderin wohl sein wird und dass, w\u00e4hrend ich selbst mich zwar schnell an neue Situationen anpasse, dies f\u00fcr andere Leute nicht unbedingt der Fall ist. Denn es erfordert K\u00f6nnen, welches ich mir in meinen zw\u00f6lf Jahren Schule, die ich an f\u00fcnf verschiedenen Schulen in drei verschiedenen Kontinenten angeeignet habe. Ich habe gelernt, Teil von Personengruppen zu werden, ohne tats\u00e4chlich dazuzugeh\u00f6ren. Ich habe ein Talent daf\u00fcr entwickelt, nahezu \u00fcberall und unter allen m\u00f6glichen Umst\u00e4nden die Illusion eines gl\u00fccklichen Zuhause zu kreieren, welche nicht selten schon bald darauf zur Realit\u00e4t wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Ich habe Angst, dass genau dies die anderen Freiwilligen an ihre Grenzen bringen wird, dass sie wom\u00f6glich daran zerbrechen werden. Dass der Kulturschock zu gro\u00df f\u00fcr sie sein wird, die Realit\u00e4t hier g\u00e4nzlich anders als ihre Erwartungen, das Gef\u00fchl ein Fremder zu sein, der Wolf im Schafspelz (wenn auch ohne die b\u00f6sen Absichten), zu stark. Ich kann es bereits jetzt f\u00fchlen. Ich sehe ihnen den Stress an, merke, wie sie versuchen, sich selbst besch\u00e4ftigt zu halten, in der verzweifelten Suche nach Kontrolle. Aber manchmal, manchmal ist es in Situationen wie dieser n\u00f6tig, s\u00e4mtliche Kontrolle abzugeben, um in der Lage zu sein, sich vollst\u00e4ndig zu entfalten und weiterzuentwickeln.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_81\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/files\/2022\/12\/nap-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-81\" class=\"wp-image-81 size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/files\/2022\/12\/nap-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/files\/2022\/12\/nap-2.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/files\/2022\/12\/nap-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/files\/2022\/12\/nap-2-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/files\/2022\/12\/nap-2-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-81\" class=\"wp-caption-text\">Anblick des National Amusement Park bei Sonnenuntergang<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_82\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/files\/2022\/12\/nap-3jpg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82\" class=\"size-full wp-image-82\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/files\/2022\/12\/nap-3jpg.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/files\/2022\/12\/nap-3jpg.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/files\/2022\/12\/nap-3jpg-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/files\/2022\/12\/nap-3jpg-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/files\/2022\/12\/nap-3jpg-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-82\" class=\"wp-caption-text\">Anblick des National Amusement Park bei Sonnenuntergang 2<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bisher habe ich versucht, allem eine Zeit und einen Platz zuzuteilen. Den Ereignissen ihre chronologische Reihenfolge nicht wegzunehmen. Aber um ehrlich zu sein, ist das g\u00e4nzlich unm\u00f6glich, schlichtweg unrealistisch. Was ich hier schreibe, ist ein Blog und kein Tagebuch. Ich fasse Erlebnisse zusammen, gebe den Inhalt von Wochen in nicht mehr als wenigen Minuten wieder [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3106,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-80","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3106"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80\/revisions\/83"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/ulaanbaatar\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}