{"id":26,"date":"2020-10-24T22:36:47","date_gmt":"2020-10-24T20:36:47","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/ueberdendaechernvonriga\/?p=26"},"modified":"2020-10-24T22:46:39","modified_gmt":"2020-10-24T20:46:39","slug":"heute-hier-morgen-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/ueberdendaechernvonriga\/2020\/10\/24\/heute-hier-morgen-da\/","title":{"rendered":"Heute hier, morgen da"},"content":{"rendered":"<p>Samstag, 24\/10\/2020<\/p>\n<p>Der erste Blogeintrag &#8211; viel zu lange hab ich mir Gedanken \u00fcber ihn gemacht und letztendlich z\u00e4hlt doch nur eins. Ich kann berichten: es geht mir gut. Sehr gut sogar. Wie hei\u00dft es so sch\u00f6n: aller Anfang ist schwer. Und so war es auch bei mir. Gerade noch feiert man in der Heimat seinen Abschied, schon sitzt man im Flieger ins Ungewisse und findet sich in der Fremde wieder. Der Abschied von zuhause, Freunden und Familie war schwer. Ich habe die ersten Tage in Riga zuhause sehr vermisst. Zu akzeptieren, dass sich die Welt zuhause weiterdreht, nur ohne mich, war nicht so ganz leicht. Statt dem ruhigen Stadtleben gab es auf einmal Sirenengeheul in der Nacht, Dill-Chips im Supermarkt (die nebenbei erw\u00e4hnt wirklich nicht meins sind), unglaublich sch\u00f6ne Architektur und so viel mehr Neues. Und so sa\u00df ich w\u00e4hrend der 10-t\u00e4gigen coronabedingten Selbstisolation oft stundenlang auf dem Fensterbrett und hab die Stadt auf mich wirken lassen. Durch die gro\u00dfen Fenster in meinem WG-Wohnzimmer hat man einen wundersch\u00f6nen Blick \u00fcber Riga und mit der Zeit wurde mir dieses fremde Riga St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck vertrauter. Und irgendwie vergingen die Tage dann doch schneller als gedacht.<\/p>\n<p>Erst seit wenigen Tagen ist meine Selbstisolation vorbei und mittlerweile habe ich Riga durch Spazierg\u00e4nge und ein paar Besuchen in Bars besser kennengelernt. Ich kann Stra\u00dfennamen zuordnen, wei\u00df so ungef\u00e4hr, wo ich was im Supermarkt finde und hab meiner Schule (zumindest von drau\u00dfen) schonmal einen Besuch abgestattet. Au\u00dferdem konnte ich endlich die anderen Freiwilligen kennenlernen. Zwar kannten wir uns schon \u00fcber unser Vorbereitungsseminar auf Zoom, Schreiben \u00fcber WhatsApp und Co ein wenig, doch es ist definitiv sch\u00f6ner die Menschen pers\u00f6nlich zu sehen, als \u00fcber eine kleine Kachel im Laptop. Ich fand echt toll, wie gut wir uns alle auf Anhieb verstanden haben. Ich meine, wir sitzen ja alle im selben Boot. Bei guten Cocktails, Altstadt-Spazierg\u00e4ngen und Kartenspielen wurden sofort wichtige Dinge gekl\u00e4rt z.B., dass es nat\u00fcrlich Pfannkuchen und nicht Berliner hei\u00dft, was die Nicht-Brandenburger\/Berliner vehement dementierten haha.\u00a0Ich war so froh, endlich etwas zu &#8222;erleben&#8220;, denn au\u00dfer Menschen beobachten und Filme gucken, hatte ich bisher nicht allzu viel gemacht. Ich wohne zwar in einer WG, jedoch sind meine Mitbewohnerinnen noch nicht in Riga und somit war es auch mal toll Menschen um mich rum zu haben!<\/p>\n<p>Meine Arbeit in der Schule startet erst kommenden Montag. Wobei man nicht wirklich von &#8222;in der Schule&#8220; reden kann. Coronabedingt findet der Unterricht leider online statt. Aber egal, es tut gut zu wissen, dass es endlich losgeht. Ich werde mit Sch\u00fclern der 12. Klasse f\u00fcr das deutsche Sprachdiplom \u00fcben und bin schon ein wenig nerv\u00f6s. Schlie\u00dflich sind die Sch\u00fcler\/innen ungef\u00e4hr in meinem Alter. Ansonsten steht f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage ein Besuch bei IKEA an, weil ich mein WG-Zimmer noch ein wenig aufh\u00fcbschen muss :)<\/p>\n<p>Ich hab jetzt so langsam verstanden, wie der Blog hier funktioniert. Also hoffe ich mal, dass der n\u00e4chste Blogeintrag nicht zu lange auf sich warten l\u00e4sst!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 24\/10\/2020 Der erste Blogeintrag &#8211; viel zu lange hab ich mir Gedanken \u00fcber ihn gemacht und letztendlich z\u00e4hlt doch nur eins. Ich kann berichten: es geht mir gut. Sehr gut sogar. Wie hei\u00dft es so sch\u00f6n: aller Anfang ist schwer. Und so war es auch bei mir. 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