{"id":173,"date":"2021-03-16T12:43:53","date_gmt":"2021-03-16T11:43:53","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/ueberdendaechernvonriga\/?p=173"},"modified":"2021-03-16T12:45:18","modified_gmt":"2021-03-16T11:45:18","slug":"ewiger-winter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/ueberdendaechernvonriga\/2021\/03\/16\/ewiger-winter\/","title":{"rendered":"Ewiger Winter."},"content":{"rendered":"<p>Meistens Regen, 4 Grad tags\u00fcber, -3 nachts. Dieses Wetter ist Alltag. Schon seit Wochen. Und so sehr ich es m\u00f6chte: nur mit Jeansjacke rausgehen ist einfach noch keine Option. Nach wie vor muss ich mich mit meinen dicken Winterjacken begn\u00fcgen. Ja, ich rede im Plural \u00fcber meine geliebten M\u00e4ntel, die sich in meinen Schrank quetschen. Ich werde immer komisch angeschaut, wenn ich bei jedem Treffen eine andere Jacke trage.\u00a0 Aber irgendwie muss man sich das Leben ja bunt &amp; abwechslungsreich machen :)<\/p>\n<p>Ich bin ehrlich &#8211;\u00a0 die Situation ist \u00e4tzend. Die Monate im Lockdown ziehen sich mit diesen kalten Temperaturen und dem tristen Wetter nur noch l\u00e4nger. Dazu die Information, dass ich bis Ende des Schuljahres online arbeiten werde, tr\u00e4gt nicht unbedingt zur Laune bei. H\u00f6rt sich ziemlich negativ an, ich wei\u00df. Aber ich versuche mit allen Mitteln gegen diesen &#8218;Winterblues&#8216; anzugehen. Tulpen und Fr\u00fchbl\u00fcher stehen schon seit Wochen auf meinem K\u00fcchentisch. Ich habe die gute alte Sommerplaylist angemacht und sauge jeden Sonnenstrahl ein, den ich nur irgendwie bekommen kann.<\/p>\n<p>Ein Gl\u00fcck konnte ich letzte Woche seit Monaten mal wieder in die Schule gehen. Nach den DSD2- Pr\u00fcfungen im letzten Jahr, standen nun die DSD1-Pr\u00fcfungen an. Es war sch\u00f6n ein paar der Sch\u00fcler*innen, die ich unterrichte endlich pers\u00f6nlich kennenzulernen! Obwohl ich die meiste Zeit Aufsicht auf dem Flur hatte, konnte ich doch bei ein paar Pr\u00fcfungen zuh\u00f6ren und freute mich sehr \u00fcber die Fortschritte der Sch\u00fcler*innen.<\/p>\n<p>Jetzt sind hier in Lettland gerade eine Woche Fr\u00fchlingsferien und das merkt man sofort. Auf den Stra\u00dfen, auf welchen tags\u00fcber sich sonst Berufst\u00e4tige und Rentner tummeln, sieht man viel mehr Kinder und Jugendliche. Wahrscheinlich sind sie froh nach wochenlangem Zuhausehocken auch mal rauszukommen. Mein Alltag spielt sich demnach gerade zwischen Bagel-Caf\u00e9s, Parks, meiner Couch und einer Bar in der Altstadt ab, in der man drau\u00dfen Gl\u00fchwein und Bier trinken kann. Ich versuche so gut es geht diese Stadt in mich aufzusaugen. Denn das alles schneller enden kann, als man denkt, wird mir jetzt bewusst. F\u00fcr die meisten anderen Freiwilligen endet das FSJ jetzt im M\u00e4rz. Und damit endet auch die Hoffnung zusammen einen Roadtrip durchs Baltikum zu machen, um sich gegenseitig zu besuchen. Ich hoffe so sehr auf den Sommer, offene Grenzen und Besuch aus Deutschland von den anderen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meistens Regen, 4 Grad tags\u00fcber, -3 nachts. Dieses Wetter ist Alltag. Schon seit Wochen. Und so sehr ich es m\u00f6chte: nur mit Jeansjacke rausgehen ist einfach noch keine Option. Nach wie vor muss ich mich mit meinen dicken Winterjacken begn\u00fcgen. Ja, ich rede im Plural \u00fcber meine geliebten M\u00e4ntel, die sich in meinen Schrank quetschen. 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