{"id":319,"date":"2009-12-06T00:00:31","date_gmt":"2009-12-06T03:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/timon\/?p=319"},"modified":"2009-11-18T16:56:27","modified_gmt":"2009-11-18T19:56:27","slug":"wort-zum-sonntag-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/timon\/2009\/12\/06\/wort-zum-sonntag-iii\/","title":{"rendered":"Wort zum Sonntag III"},"content":{"rendered":"<p>Wie man ja so wei\u00df, hat das Leben (grade fern derjenigen, die einem am Herzen liegen) nicht nur Vorteile. Das m\u00f6chte ich euch nat\u00fcrlich nicht vorenthalten:<\/p>\n<div style=\"text-align: center\">[youtube GKK5Gg2Vk6w]<\/div>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: courier new,courier,monospace;font-size: 12px\">I am in exile, a sojourner<br \/>\nA citizen of some other place<br \/>\nAll I&#8217;ve seen is just a glimmer in a shadowy mirror<br \/>\nBut I know, one day we&#8217;ll see face to face<\/span><\/p>\n<p>I am a nomad, a wanderer<br \/>\nI have nowhere to lay my head down<br \/>\nThere&#8217;s no point in putting roots too deep when I&#8217;m moving on<br \/>\nNot settling for this unsettling town<\/p>\n<p>My heart is filled with songs of forever<br \/>\nThe city that endures when all is made new<br \/>\nI know I don&#8217;t belong here, I&#8217;ll never<br \/>\nCall this place my home, I&#8217;m just passing through<\/p>\n<p>I am a pilgrim, a voyager<br \/>\nI won&#8217;t rest until my lips touch the shore<br \/>\nOf the land that I&#8217;ve been longing for as long as I&#8217;ve lived<br \/>\nWhere there&#8217;ll be no penalties anymore<\/p>\n<p>My heart is filled with songs of forever<br \/>\nThe city that endures when all is made new<br \/>\nI know I don&#8217;t belong here, I&#8217;ll never<br \/>\nCall this place my home, I&#8217;m just passing through<\/p><\/blockquote>\n<p>Dustin Kensrue wei\u00df halt ganz genau wovon er spricht; die Abwesenheit von Tochter und Frau hat er mit seiner Band <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thrice\">Thrice<\/a> bereits im vorangegangenen <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/The_Alchemy_Index_Vols._I_%26_II\">Konzeptalbum<\/a> au\u00dferordentlich eindr\u00fccklich <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=12BMshic0no\">verarbeitet<\/a>.<\/p>\n<p>Dieser Blogeintrag entstand vor etwa drei Wochen, als ich in einer dieser Phasen steckte, die nun einmal Teil des Ganzen sind: Ich f\u00fchlte mich einfach ein wenig fehl am Platze, die Decke in meiner kleinen Wohnung fiel mir auf den Kopf, die Beengtheit in ebendieser engte auch mich ein, das Wetter spielte verr\u00fcckt, vermisste meine Lieben furchtbarst, \u00e4rgerte mich ma\u00dflos \u00fcber die <span style=\"text-decoration: line-through\">Ungeheuer<\/span> Kinder in der Schule, mir gelang nichts so, wie ich es wollte&#8230;<\/p>\n<p>Diese Zeiten geh\u00f6ren dazu. Wer <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VWyH_twcMl0\">Little Miss Sunshine<\/a> (\u00fcbrigens auf meiner pers\u00f6nlichen Top 5 der besten Filme aller Zeiten) gesehen hat, wei\u00df, dass grade die Zeiten, in denen auch wirklich <em>nichts<\/em> rund l\u00e4uft die sind, von denen wir am am Meisten profitieren. Macht die Sache zwar nicht einfacher, aber wenigstens wei\u00df ich dadurch, dass es ein Licht am Ende des Tunnels gibt.<\/p>\n<p>Aber zur\u00fcck zum Thema: Nachdem die Deutschpr\u00fcfungen vorbei waren, gab es f\u00fcr mich erst einmal nichts mehr zu tun &#8211; Lotte k\u00fcmmerte sich wegen ihrer Gesangs- und Chorausbildung hervorragend und zeitintensiv um die Weihnachtsfeier; \u00fcbte mit den Kleinen also flei\u00dfig Lieder singen und mehr. Ich hingegen sa\u00df ein bisschen auf dem Trockenen, sprich: Hatte nicht so richtig etwas zu tun. Wie begeistert war ich daher, als ich einer Klasse den Unterschied zwischen <em>there is<\/em> bzw <em>there are<\/em> und <em>hay<\/em> bzw. <em>estar<\/em> erkl\u00e4ren sollte. <em>Hay<\/em> deutet im Spanischen lediglich die Existenz des Objekts an, <em>estar<\/em> hingegen benutzt man, wenn man wei\u00df, wo sich das Objekt befindet.<\/p>\n<p>Sagen wir mal vorsichtig, dass die Stunde mit den Kindern suboptimal gelaufen ist. Jedenfalls kam ich mir ein wenig verlassen vor und da ich nach dieser Stunde auch nichts mehr wirklich zu tun hatte, kam ich mir wieder etwas \u00fcberfl\u00fcssig vor. <em>As\u00ed es la vida<\/em>, klar, aber irgendwie nervts einen dann doch schon: nicht richtig dazugeh\u00f6ren, auch irgendwie keine Heimat zu haben und so weiter. Geholfen hat dann vor allem die Tatsache, das ich bereits nach wenigen Tagen wieder voll in der Arbeit steckte \ud83d\ude00<\/p>\n<p>Bevor sich jetzt also der gro\u00dfe Strom der Mitleidsbekundungen \u00fcber mich ergie\u00dft: Alles locker. Ich wollte nur mal diese Episode erz\u00e4hlen, denn nicht immer l\u00e4uft alles glatt. Das w\u00e4re ja auch wirklich langweilig. Au\u00dferdem: Wo Schatten ist, gibt es bestimmt auch ein Licht. Und ohne Schatten w\u00fcsste man nicht, dass es \u00fcberhaupt ein Licht gibt \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie man ja so wei\u00df, hat das Leben (grade fern derjenigen, die einem am Herzen liegen) nicht nur Vorteile. 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