{"id":256,"date":"2009-10-24T22:19:44","date_gmt":"2009-10-25T01:19:44","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/timon\/?p=256"},"modified":"2009-10-25T18:43:10","modified_gmt":"2009-10-25T21:43:10","slug":"aua-aua","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/timon\/2009\/10\/24\/aua-aua\/","title":{"rendered":"All The World Is Mad"},"content":{"rendered":"<p>Ich f\u00fchle mich, als h\u00e4tte ich eine Weltreise hinter mir. Das mag auch daran liegen, dass ich mich heute beinahe selber ins Krankenhaus eingewiesen h\u00e4tte. Nun denn. Das Andere vor dem Einen, weil die Begebenheit von heute morgen schneller erz\u00e4hlt ist:<\/p>\n<div id=\"attachment_258\" style=\"width: 135px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/timon\/files\/2009\/10\/milchpackung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-258\" class=\"size-full wp-image-258\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/timon\/files\/2009\/10\/milchpackung.jpg\" alt=\"Die \u00dcbelt\u00e4terin\" width=\"125\" height=\"201\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-258\" class=\"wp-caption-text\">Die \u00dcbelt\u00e4terin<\/p><\/div>\n<p>Dies ist eine Packung Milch, wie sie in Argentinien, besonders aber im Supermarkt unseres Vertrauens \u00fcblich ist. Mit dieser Packung einher kommt aber ein recht hoher Preis sowie mehr Verpackungsm\u00fcll. Um also beides zu mindern, kauften wir Milch in Plastikt\u00fcten. Zuhause stand ich nun also vor dem Problem, wie ich die einmal angebrochene Milcht\u00fcte nun im K\u00fchlschrank aufbewahren sollte. Einfach so hinlegen bot sich ja nun doch nicht an. Dementsprechend verfiel ich auf die geniale Idee, die stabile Milchpackung mit kochendem Wasser auszusp\u00fclen und somit f\u00fcr das Umf\u00fcllen der Milcht\u00fcte fit zu machen. Ich nahm also den Kessel kochenden Wassers vom Herd und f\u00fcllte das sprudelnde Nass in die Packung nei und verschloss diese umgehend mit dem dazugeh\u00f6rigen roten Deckel. Dann sch\u00fcttelte ich ein wenig, um auch alle Flecken und Ecken des Packungsinneren zu erreichen und legte die Packugn danach hin, damit sich das Wasser abk\u00fchlen m\u00f6ge. Just als ich mich abwendete, passierte das nach physikalischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten unausweichbare: Durch den Wasserdampf wurde der Druck im Inneren so stark, dass der Deckel abflog und mir eine Font\u00e4ne kochend hei\u00dfen Wassers auf den Bauch spritzte.<\/p>\n<p>Da ich kein Eis bei mir habe und mit der Situation generell ein wenig \u00fcberfordert war (&#8222;Ach, das kann so schlimm doch nicht sein, tut auch kaum weh&#8230;&#8220;) ging ich nach oben zu Lotte, die auf meine Schilderung \u00e4u\u00dferst entsetzt reagierte und mir ihre Eisw\u00fcrfel anbot sowie ein wenig frischen Schnee ins Haus holte, damit ich mich abk\u00fchlen konnte. Die n\u00e4chste halbe Stunde verbrachte ich also damit, Eis und Schnee auf meinem Bauch zu schmelzen. Dies hielt dann auch den Schmerz in Grenzen. Als ich mich dann allerdings fertig machte um zur Arbeit zu gehen (heute war Oktoberfest bei uns in der Schule) und demzufolge kein Eis mehr auf dem Bauch hatte, meldete sich der Schmerz mit aller Wucht. Solche Schmerzen hab ich wohl noch nie gehabt. Ich h\u00e4tte einfach nur schreien k\u00f6nnen. &#8222;Hmm&#8220;, denke ich mir, &#8222;schreien is nix gut, nimmste mal ein paar Ibuprofen.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_257\" style=\"width: 144px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/timon\/files\/2009\/10\/milcht\u00fcte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-257\" class=\"size-full wp-image-257\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/timon\/files\/2009\/10\/milcht\u00fcte.jpg\" alt=\"Die arme Unschuldige, wenn sie nur w\u00fcsste, was ich ihretwegen erlitt\" width=\"134\" height=\"192\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-257\" class=\"wp-caption-text\">Die arme Unschuldige, wenn sie nur w\u00fcsste, was ich ihretwegen erlitt<\/p><\/div>\n<p>Lange Geschichte ganz kurz: Ibuprofen hat nix gebracht, wir also durch den str\u00f6menden Schneeregenmatsch unter uns\u00e4glichen Qualen meinerseits (wer immer schon mal wissen wollte, warum kochende Fl\u00fcssigkeiten eine so allseits beliebte Foltermethode waren, der wiederhole mein Experiment) zur Apotheke gelaufen. Pech gehabt &#8211; Siesta. Notfallapotheke am anderen Ende der Stadt. Taxi gerufen, hingefahren, Situation geschildert, sehr hilfsbereite und freundliche Apothekerin erwischt, Salbe bekommen, Taxi gerufen und nach Hause gefahren. Ich muss wohl ein ziemlich schmerzverzerrtes Gesicht gemacht haben, denn unsere Fahrerin fragte mich, ob es wohl drau\u00dfen sehr kalt w\u00e4re. Als ich ihr dann erkl\u00e4rte, was passiert war, legte sie einen Zahn zu, damit wir schneller zu Hause w\u00e4ren. Sehr freundlich.<\/p>\n<p>Inzwischen ist schmerztechnisch alles ok, allerdings bin ich von der ganzen Aktionen und den Drogen derart benebelt, dass ich zum Oktoberfest jetzt leider zu Hause sitzen muss. Ich war kurz da um mich mal umzuschauen, merkte aber schnell, dass eine feuchtwarme Turnhalle in der Leute bayerische Volkst\u00e4nze auff\u00fchrten nicht so der Ort war, an dem ich wohl genesen w\u00fcrde. Also ging es f\u00fcr mich recht bald wieder durch den Schneematsch nach Hause.<\/p>\n<p>Wer wissen will, warum ich die ganze Zeit von Schnee rede, wo es doch eigentlich Fr\u00fchling ist und wieso ich am Anfang von einer Weltreise redete wird <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/timon\/2009\/10\/25\/%C2%A1vamos-che-%C2%A1bacan\/\">hierhin weitergeleitet<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich f\u00fchle mich, als h\u00e4tte ich eine Weltreise hinter mir. Das mag auch daran liegen, dass ich mich heute beinahe selber ins Krankenhaus eingewiesen h\u00e4tte. Nun denn. 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