{"id":450,"date":"2009-11-24T14:33:36","date_gmt":"2009-11-24T17:33:36","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/thomas\/?p=450"},"modified":"2021-06-03T15:58:40","modified_gmt":"2021-06-03T18:58:40","slug":"eine-kleine-zitatesammlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/thomas\/2009\/11\/24\/eine-kleine-zitatesammlung\/","title":{"rendered":"Eine kleine Zitatesammlung"},"content":{"rendered":"<p>Passend zu <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/timon\/2009\/11\/23\/exit-does-not-exist\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Timons Artikel<\/a> las ich heute im &#8222;<a href=\"http:\/\/tageblatt.com.ar\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Argentinischen Tageblatt<\/a>&#8220; einen Artikel, aus dem ich euch nun einige Zitate zeigen m\u00f6chte. Zum Hintergrund sei noch gesagt, dass das &#8222;Argentinische Tageblatt&#8220; eine deutschsprachige, in Buenos Aires erscheinende Wochenzeitung ist, die meine Schule abonniert hat und dank der ich deutschsprachige Artikel zur Lage\/Entwicklung Argentiniens lesen kann.<\/p>\n<p>So zum Beispiel den Artikel &#8222;Die neue Wachstumsproblematik&#8220;, den Autor fand ich leider nicht (steht nicht beim Artikel&#8230;). Der Artikel befindet sich im Wirtschaftsteil der Zeitung und geht auf die anstehenden Entwicklungen Argentiniens ein, denn auch Argentinien rutschte 2007\/2008 in eine Rezession, die allerdings mit der Weltfinanzkrise nur am Rande zu tun hatte. In diesem Artikel finden sich so einige Zitate, die den Staat(-sapparat) Argentinien betreffen. Los gehts!<\/p>\n<blockquote><p>Aber man muss sich der Tatsache bewusst sein, dass Argentinien seit Jahren die Reserven von Erd\u00f6l und Gas auffrisst, den Rinderbestand verzehrt und allerlei schwebende Probleme hat, wie die stark zur\u00fcckgebliebenen Tarife \u00f6ffentlicher Dienste, die eine Art Damoklesschwert darstellen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies zur Einstimmung, weiter geht es mit dem Thema &#8222;Investitionen in die Wirtschaft\/Entwicklung&#8220;:<\/p>\n<blockquote><p>Im staatlichen Bereich ist der Fall besonders schlimm. Es werden keine Priorit\u00e4ten eingehalten, also nicht dort investiert, wo es f\u00fcr das Wachstum am notwendigsten ist, die Projekte sind meistens schlecht und die Durchf\u00fchrung ist allgemein ein Jammer, mit Unterbrechungen, viel zu hohen Baukosten und, als Folge, absurd hohen Kosten. Viele \u00f6ffentliche Investitionen haben zwei und drei Mal so viel gekostet, wie es h\u00e4tte sein sollen [&#8230;]<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies wurde mir auch schon genau so von Argentiniern selbst geschildert&#8230;<br \/>\nDer obige Absatz geht nahtlos in folgenden Absatz \u00fcber:<\/p>\n<blockquote><p>Der kritische Punkt bei den Investitionen liegt beim Gas und gleich danach beim Erd\u00f6l. Wenn beim Gas nicht ab jetzt schon die Investition in Forschung stark erh\u00f6ht wird, und diese auch einigerma\u00dfen erfolgreich ist, verf\u00fcgt das Land in etwa 7 bis 10 Jahren \u00fcber kein eigenes Gas mehr. Importiertes Gast kostet vier bis zehn Mal so viel. Man macht sich allgemein viel zu wenig Gedanken \u00fcber das Ausma\u00df des Problems, das auf uns zukommt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Als Hintergrund-Info ist dazu wichtig, dass hier ALLE mit Gas Kochen und z.T. auch Heizen.<\/p>\n<p>Das an sich ist ja schon schlimm genug, wie ich meine, doch es wird noch getoppt: Argentinien hat sich trotz Rezession auf einem h\u00f6heren Wirtschaftsniveau gehalten, der Autor meint dazu:<\/p>\n<blockquote><p>Die Erholung erfolgt ohne, dass die Regierung viel dazu beitr\u00e4gt, und eigentlich mehr trotz als wegen der Kirchners [Anm.d.Autors: Christina und Nestor Kirchner, Pr\u00e4sidentin und Ex-Pr\u00e4sident, Ehepartner ;-)], die unentwegt Sand in das Getriebe streuen und dabei sogar meinen es sei Schmier\u00f6l.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein sehr sch\u00f6nes metaphorisches Bild das der Autor da verwendet. Dazu passt eine Kurzmeldung, die ich ebenfalls heute in der Zeitung la\u00df:<\/p>\n<blockquote><p>Der Vorsitzende des Kontrollamts des Staates [&#8230;] musste auf Wunsch von Binnenhandelssekret\u00e4r [&#8230;] zur\u00fccktreten. Der Vorsitzende hatte sich geweigert einer Firma, der die Zeitungsverlage &#8222;Grupo Clar\u00edn&#8220; und &#8222;La Nac\u00edon&#8220; geh\u00f6ren, Schwierigkeiten zu bereiten, u.a. durch Beanstandung der Bilanz. Der Binnenhandelssekret\u00e4r (in Wirklichkeit Nestor Kirchner) bem\u00fcht sich in letzter Zeit darum, obige Firma zu beherrschen, um Druck auf die genannten Zeitungen auszu\u00fcben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dazu zum Verst\u00e4ndnis zwei Anmerkungen: Die runde Klammer ist NICHT VON MIR! Und die Zeitungen &#8222;Clar\u00edn&#8220; und &#8222;La Nac\u00edon&#8220; z\u00e4hlen zu den wichtigsten und regierungskritischsten (v.a. Clar\u00edn).<\/p>\n<p>Und noch ein letztes Zitat, das die jetzige Pr\u00e4sidentin Christina Kirchner betrifft. Es geht um den Kauf von Flugzeugen f\u00fcr die 2008 wiederverstaatliche Fluggesellschaft &#8222;Aerolineas Argentina&#8220;.<\/p>\n<blockquote><p>Christina Kirchner wies beil\u00e4ufig darauf hin, dass die Regierung auch g\u00fcnstigere Angebote f\u00fcr Flugzeuge erhalten habe. [&#8230;] Doch grunds\u00e4tzlich stellt sich die Frage, ob es einen Sinn hat, dass der Staat 700 Mio. US$ (plus die f\u00fcr die Fabrik in Cordoba notwendigen Investitionen) ausgibt, um einen Flugdienst zu liefern, den provate Unternehmen besser bereit stellen k\u00f6nnen, ohne die Staatskasse f\u00fcr Investitionen zu belasten. Es handelt sich deutlich um eine nicht priorit\u00e4re Staatsinvestition.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zum Schluss noch: Von mir aus h\u00e4tte ich das Thema wohl eher nicht aufgegriffen, da mir das &#8222;Argentinische Tageblatt&#8220; nun aber so eine Steilvorlage liefert, wollte ich das nun kundtun. Der Artikel soll in keinster Weise Argentinien verunglimpfen, sondern zeigen, dass auch Argentinier ihre Regierung und ihren Staat (meiner Meinung nach v\u00f6llig zu recht) kritisch sehen und kritisieren.<\/p>\n<blockquote><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Passend zu Timons Artikel las ich heute im &#8222;Argentinischen Tageblatt&#8220; einen Artikel, aus dem ich euch nun einige Zitate zeigen m\u00f6chte. Zum Hintergrund sei noch gesagt, dass das &#8222;Argentinische Tageblatt&#8220; eine deutschsprachige, in Buenos Aires erscheinende Wochenzeitung ist, die meine Schule abonniert hat und dank der ich deutschsprachige Artikel zur Lage\/Entwicklung Argentiniens lesen kann. 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