{"id":460,"date":"2009-12-01T22:46:06","date_gmt":"2009-12-02T01:46:06","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/thomas\/?page_id=460"},"modified":"2009-12-02T12:20:59","modified_gmt":"2009-12-02T15:20:59","slug":"dorfleben","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/thomas\/everyday-life\/dorfleben\/","title":{"rendered":"Dorfleben"},"content":{"rendered":"<p>Jaja, das liebe Dorfleben hat schon so seine Eigenheiten. Welche Erfahrungen und Erlebnisse ich damit gemacht habe, will ich hier nun kurz niederschreiben:<\/p>\n<ul>\n<li>Zun\u00e4chst mal: In einem Dorf wie Montecarlo kennt jeder jeden. Wenn man sagt, wo man wohnt, kennt so gut wie jeder die Stra\u00dfe, die Nachbarn und auch meistens noch verr\u00fcckte Stories \u00fcber Nachbarn. Da jeder jeden kennt, l\u00e4uft auch die Ger\u00fcchtek\u00fcche hier rund: Wenn A etwas passiert und er das B erz\u00e4hlt, erz\u00e4hlt dieser es wiederum zu hause und schwupps &#8211; wei\u00df es das ganze Dorf&#8230;Denn, auch das ist wichtig:<\/li>\n<li>die Familien sind gro\u00df! Ich habe noch kein Ehepaar getroffen, dass keine Kinder hat und meistens bleibt es auch noch bei einem Kind, sondern eher 3-4 sind die Regel. In den vorherigen Generationen waren es noch mehr Geschwister &#8211; zweistellige Zahlen waren durchaus normal, ich habe auch schon von 18 Geschwistern erz\u00e4hlt bekommen. Diese gro\u00dfen Familien f\u00fchren zum Einen dazu, dass sich innerhalb des Dorfes und zwischen den Familien viele Verbindungen ergeben, denn, wenn man Anfang\/Mitte 20 ist und noch in Montecarlo lebt (also nicht in die Gro\u00dfstadt, z.B. nach Posadas, Cordob\u00e1 oder Buenos Aires, gezogen ist) dann heiratet man auch. Zum Anderen war es f\u00fcr Lena und mich immer ein lustiges &#8222;Spiel&#8220;, wer der Bruder oder die Schwester zu wem ist, denn die Kinder gehen alle in dieselbe Schule und wenn man unterschiedliche Klassen unterrichtet, kann man durchaus seine Zeit mit dem &#8222;Geschwister-Raten&#8220; vertreiben =)<\/li>\n<li>Was auch noch typisch f\u00fcr das Dorfleben hier ist, sind die Uhrzeiten bzw. was damit einhergeht. Zum Mittagessen, geht jeder (!) Sch\u00fcler nach hause, wenn die Schule um 12.15 Uhr zu ende ist, dann ist ab 12.30 NIEMAND mehr an der Schule, sondern alle schon unterwegs nach hause. Ab ca. 13 Uhr sieht man dann auch kaum jemand auf der Stra\u00dfe, alle sind zu hause. Die Gesch\u00e4fte (und auch die Superm\u00e4rkte!!) haben lange Mittagspausen, meistens von 12.30 Uhr bis 16.30 Uhr&#8230;das hat mir auch schon den ein oder anderen nachmitt\u00e4glichen Aha-Effekt beschert (wenn man mal wieder vor den verschlossenen Supermarkt-T\u00fcren stand)<\/li>\n<li>Zum Dorfleben geh\u00f6rt auch noch die Wochenendgestaltung: Entweder es sind Feiern oder Ball-Veranstaltungen der Dorf-Vereine (aber eher selten) oder man sitzt in einer der ungem\u00fctlichen und langweiligen Bistros (was ich bisher zum Gl\u00fcck nicht getan habe). Die Jugend jedenfalls trifft sich auf irgendeinem Parkplatz im Dorf, h\u00f6rt laute Musik von ihren Pick-ups oder Motorr\u00e4dern, f\u00e4hrt mit eben diesen laut aufjaulend, reifen-quietschend und laut Musik &#8222;h\u00f6rend&#8220; die Hauptstra\u00dfe auf und ab, trinkt dabei entweder Mate, Terere oder Alkohol und verbringt damit ihre Wochenenden&#8230;nunja, eine Wertung verkneife ich mir hier, ICH k\u00f6nnte allerdings so nicht leben&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weiter geht es mit der n\u00e4chsten Story aus <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/thomas\/everyday-life\/\" target=\"_blank\">&#8222;Everyday Life&#8220;<\/a> hier: <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/thomas\/everyday-life\/mein-liebster-gast-strom\/\" target=\"_blank\">Mein liebster Gast &#8211; Strom<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jaja, das liebe Dorfleben hat schon so seine Eigenheiten. 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