{"id":5,"date":"2017-09-14T18:51:44","date_gmt":"2017-09-14T16:51:44","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/?p=5"},"modified":"2017-09-20T10:06:00","modified_gmt":"2017-09-20T08:06:00","slug":"erste-eindruecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/2017\/09\/14\/erste-eindruecke\/","title":{"rendered":"Erste Eindr\u00fccke"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>&#8222;Regen bringt Segen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Das hoffte ich beim Abflug in Frankfurt zumindest. Bei str\u00f6mendem Regen verlie\u00dfen meine Mitfreiwillige Sophie und ich deutschen Boden um ein halbes Jahr in der Hauptstadt Vietnams, Hanoi, zu verbringen.<\/p>\n<p>Unser Freiwilligendienst mit der vom Ausw\u00e4rtigen Amt finanzierten und von der Deutschen UNESCO-Kommission getragenen Organisation &#8218;kulturweit&#8216; (ja, das schreibt man klein &#8211; hat bestimmt etwas mit der Gleichberechtigung der Buchstaben zu tun) begann aber offiziell schon am 1.9.2017 mit dem 10-t\u00e4gigen Vorbereitungsseminar am Werbellinsee bei Berlin. Dort philosophierten und diskutierten wir viel \u00fcber Diskriminierung, Rassismus, Wei\u00df-Sein und die durch die Kolonialisierung bedingte Ungerechtigkeit der Welt. Der praktische Teil kam mir dabei etwas zu kurz und so brach ich mit einem Gef\u00fchl der Privilegiertheit und leider auch mit meinen noch offenen Fragen wie zum Beispiel &#8222;Wie komme ich mit dem Kulturschock, der mich in Hanoi wahrscheinlich erwartet, zurecht?&#8220;, &#8222;Wie baue ich mir in der Fremde einen Alltag auf?&#8220; oder &#8222;Auf was sollte ich bei einem Mietvertrag (zu einer Unterkunft, die ich mir noch suchen muss) achten?&#8220; ins Ungewisse auf.<\/p>\n<div id=\"attachment_26\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/files\/2017\/09\/Stra\u00dfe-nach-Hanoi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-26\" class=\"size-medium wp-image-26\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/files\/2017\/09\/Stra\u00dfe-nach-Hanoi-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/files\/2017\/09\/Stra\u00dfe-nach-Hanoi-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/files\/2017\/09\/Stra\u00dfe-nach-Hanoi-768x432.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/files\/2017\/09\/Stra\u00dfe-nach-Hanoi.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/files\/2017\/09\/Stra\u00dfe-nach-Hanoi-624x351.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-26\" class=\"wp-caption-text\">Bei der Ankunft am fr\u00fchen Morgen wurden wir nicht nur von einer unerwartet hohen Temperatur und Luftfeuchtigkeit, sondern auch von einem unglaublichen Ausblick empfangen<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schon im Flieger gab es eine kleine Aufregung f\u00fcr mich: Nach panischem Durchsuchen meines Rucksacks bef\u00fcrchtete ich schon meinen Beutel mit den allerwichtigsten Wertsachen wie meinem Reisepass und meiner Kreditkarte verloren zu haben. Er ist aber nur aus dem Rucksack gefallen und lag begraben von einer Decke auf dem Boden. Gl\u00fcck gehabt!<br \/>\nDoch das hielt scheinbar nicht lange an dachte ich, als Sophie und ich nach einer problemlosen Passkontrolle am Gep\u00e4ckband warteten. Sophies Koffer kam. Sophies Rucksack kam. Die unz\u00e4hligen mit extra viel Klebeband umwickelten Pakete, die bei einigen Asiaten wohl als Kofferersatz fungieren, erreichten erfolgreich ihre Besitzer. Vor mir wartete noch immer mein leerer Gep\u00e4ckwagen. Sophies Frage, ob ich denn eine Gep\u00e4ckversicherung abgeschlossen hatte, hat mich auch nicht gerade beruhigt, da ich das nicht gemacht hatte. Als ich schon fast die Hoffnung aufgegeben hatte und nur noch ca. 5 Personen mit uns warteten fuhren meine Reisetasche und mein Koffer kurz nacheinander auf dem Gep\u00e4ckband zu ihrer Besitzerin. Nach dieser Erleichterung holte mich dann doch die M\u00fcdigkeit ein, da ich auf unserem 11-st\u00fcndigen Flug nur ca. eine Stunde schlafen konnte.<\/p>\n<p>Der Rest des Tages verlief wie geplant, wir wurden von der Hitze, die in starken Kontrast zum kalten Wetter in Deutschland und dem angenehm klimatisierten Flugzeug stand, begr\u00fc\u00dft und ein vom Goethe-Institut (meiner Einsatzstelle in Hanoi) geschickter Taxifahrer erwartete uns am Ausgang und fuhr uns \u00fcber eine von Palmen und schicken Stra\u00dfenlaternen ges\u00e4umte Schnellstra\u00dfe zu unserem Hostel mit dem kreativen Namen &#8218;Bedgasm&#8216;. Je n\u00e4her wir der Stadt kamen, desto mehr Mofas gesellten sich zu uns. Manche transportierten die kuriosesten Frachten wie zum Beispiel einen K\u00e4fig lebender H\u00fchner. Auf den Verkehr hier in Hanoi m\u00f6chte ich sp\u00e4ter n\u00e4her eingehen, wenn ich ihn besser kennengelernt habe, heute sage ich nur, dass unser Fahrer sehr gut gefahren ist, immer geblinkt hat und alle Autos bei roten Ampeln stehen bleiben.<br \/>\nNach einem Mittagschlaf und einem Spaziergang zum Hoan Kiem See (der eigentlich nur ca. 5 Minuten vom Hostel entfernt liegt &#8211; wir haben aber eine halbe Stunde gebraucht, da wir nat\u00fcrlich falsch abgebogen sind) kamen die anderen zwei kulturweit-Freiwilligen, die ein Jahr in Hanoi bleiben werden, Nour und Anna an. Trotz M\u00fcdigkeit und Ersch\u00f6pfung nach der langen Reise brachen wir noch einmal auf und wurden mit einem superleckeren vietnamesischen Essen (erfolgreich mit St\u00e4bchen verzehrt!) belohnt. Leider mussten wir das Mahl kurz unterbrechen, um vom Balkon ins Innere des Imbiss zu ziehen, da es innerhalb von Minuten anfing in Str\u00f6men zu regnen. Nach der schw\u00fclen Hitze des Tages war der Regen eine willkommene Abk\u00fchlung.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag hatten Sophie und Anna schon ihren ersten Arbeitstag, w\u00e4hrend Nour und ich einen Touri-Tag einlegten und wieder zum Hoan Kiem See spazierten (diesmal mit kleinerem Umweg) und viel Bilder machten, wof\u00fcr wir einmal sogar von Vietnamesen ausgelacht wurden.<\/p>\n<div id=\"attachment_17\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17\" class=\"wp-image-17 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/files\/2017\/09\/IMG-20170915-WA0010-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/files\/2017\/09\/IMG-20170915-WA0010-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/files\/2017\/09\/IMG-20170915-WA0010-768x432.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/files\/2017\/09\/IMG-20170915-WA0010.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/theresainvietnam\/files\/2017\/09\/IMG-20170915-WA0010-624x351.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-17\" class=\"wp-caption-text\">Fotoshooting am Hoan Kiem See &#8211; sehr zur Belustigung zuschauender Vietnamesen.<\/p><\/div>\n<p>Bis jetzt ist mein Eindruck von Hanoi sehr positiv, ich bin begeistert von dem vietnamesischen Essen, den vielen B\u00e4umen in der 8-Millionenstadt und dem nicht so chaotisch wie erwarteten Verkehr. Die Hitze macht mir noch etwas zu schaffen, aber das legt sich hoffentlich bald und ich freue mich schon, bald aus dem kleinen Hostelzimmer zu ziehen und nicht mehr aus dem Koffer zu leben.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nTheresa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Regen bringt Segen.&#8220; Das hoffte ich beim Abflug in Frankfurt zumindest. Bei str\u00f6mendem Regen verlie\u00dfen meine Mitfreiwillige Sophie und ich deutschen Boden um ein halbes Jahr in der Hauptstadt Vietnams, Hanoi, zu verbringen. 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