{"id":6,"date":"2015-09-23T19:08:18","date_gmt":"2015-09-23T15:08:18","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/tbilisi201516\/?p=6"},"modified":"2015-09-23T19:08:18","modified_gmt":"2015-09-23T15:08:18","slug":"verspaetete-erste-eindruecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/tbilisi201516\/2015\/09\/23\/verspaetete-erste-eindruecke\/","title":{"rendered":"Versp\u00e4tete erste Eindr\u00fccke"},"content":{"rendered":"<p>Hallo, liebe Leser!<\/p>\n<p>Herzlich willkommen auch auf meinem kulturweit-Blog. Wie einige andere komme auch ich erst jetzt, in der zweiten Woche meines sechsmonatigen Aufenthalts in Georgien, dazu, ein paar Zeilen zu schreiben. Leider bin ich kurz nach der Ankunft etwas krank geworden und versuche gerade, wieder auf die Beine zu kommen. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Die ersten Tage waren turbulent und gleichzeitig entspannt, laut und auch leise, umwerfend und, dank des an ausschlie\u00dflich deutsches Essen gew\u00f6hnten Magens, ins-Bett-werfend. Meine Ankunft hat sich um eine Stunde versp\u00e4tet, was mir vor allem wegen des Abholservices, der dort eine Stunde stehen musste, leid tat. Als ich endlich auf ihn zukam, nahm er mir das Gep\u00e4ck ab, f\u00fchrte mich zum Wagen und seine georgischen Fahrk\u00fcnste vor. Diese sind gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig und abenteuerlich, ich finde sie jedoch recht am\u00fcsant und erstaunlich, wie Lenkrad und Bremsen in den jeweiligen Situationen einzusetzen sind. Nach einer kleinen, n\u00e4chtlichen Stadtrundfahrt mit ausf\u00fchrlichen franz\u00f6sischen Erkl\u00e4rungen (&#8222;la op\u00e9ra&#8230;.le th\u00ea\u00e1tre&#8230;.la mus\u00e9e&#8230;McDo&#8230;DAAD&#8230;.l&#8217;h\u00f4tel&#8220;) fiel ich ins Bett und wurde ein paar Stunden sp\u00e4ter vom Sonnenschein aufgeweckt.<\/p>\n<p>Mein Chef holte mich pers\u00f6nlich zu Fu\u00df ab und zeigte mit das B\u00fcro und stellte die Angestellten vor. Es ist ein recht kleines B\u00fcro mit angrenzendem Beratungszimmer, einem Bad und einer K\u00fcche. Die Stimmung ist locker, man ist per Du und zieht sich gelegentlich auf oder gibt lustige Stories zum besten. Eine Arbeitsatmosph\u00e4re, die man sich nur w\u00fcnschen kann!<\/p>\n<p>In den folgenden Tagen lernte ich au\u00dfer dem IC-Leiter und den beiden georgischen Mitarbeiterinnen noch den DAAD-Lektor und die neue Sprachassistentin sowie den neuen &#8222;Boschi&#8220; &#8211; von der Boschstiftung entsandter Lektor &#8211; kennen. Mit den anderen Freiwilligen, die mit mir ausreisten sowie mit den dreien, die schon im Fr\u00fchjahr herkamen, traf ich mich auch einmal in einer Bar, um erste Eindr\u00fccke zu bequatschen.<\/p>\n<p>Dank einer einheimnischen Bekannten hatte ich bereits am ersten und zweiten Tag Wohnungsbesichtigungen und entschied mich letzten Endes f\u00fcr ein Zimmer, das eine Familie im ersten Stock ihres Hauses vermietet, zusammen mit zwei anderen Zimmern, neuer K\u00fcche und kleinem Bad. Hier habe ich mich direkt wohl gef\u00fchlt und nenne es jetzt immer eine Mischung aus Gastfamilie und WG (wobei meine neuen Mitbewohnerinnen erst Freitag einziehen), was eigentlich optimal ist. Die Vermiter wohnen unten, und nicht selten werde ich auf einen Kaffee, ein bisschen Brath\u00fchnchen oder Kekse in die K\u00fcche gebeten. Schon wenn ich das Tor zum Vorhof \u00f6ffne und ein s\u00fc\u00dfer, zweij\u00e4hriger englischer Cockerspaniel stummelschwanzwedelnd auf mich zuhoppelt, merke ich, dass ich zuhause bin. Vom Balkon sieht man haupts\u00e4chlich Plattenbauten, aber auch ein paar Berge. Die Plattenbauten sehen von au\u00dfen ein wenig alt und gebrechlich aus, doch wenn es dunkel wird und man in die Wohnungen schauen kann, sieht man Flatscreens, funkelnde Kronleuchter und moderne K\u00fcchen. Es ist recht am\u00fcsant, durch die Fenster des 15-st\u00f6ckigen Hauses gegen\u00fcber zu gucken, vergleichbar mit einem Fernseher! \ud83d\ude00<\/p>\n<p>Die ersten Tage bin ich mit dem Taxi gefahren, weil ich das Bussystem noch nicht ganz durchschaut hatte. Diese Woche habe ich jedoch mal den Bus genommen, wobei ich allerdings jedes Mal nachfragen muss, welcher Bus zu meiner Haltestelle f\u00e4hrt. Aber das kommt schon noch&#8230; Die Busse sind hier alle gelb, genau wie die Mashrutkas, kleine Busse in Sprintergr\u00f6\u00dfe, die man \u00fcberall heranwinken und \u00fcberall wieder aussteigen kann. Eine Haltestelle an der Universit\u00e4t gleicht der an einer amerikanischen Highschool: gelbe Busse, Gewusel, m\u00fcde Gesichter \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Am Sonntag habe ich mit der Bekannten, ihrem Bruder und dessen Freund einen Ausflug mit dem Auto ins benachbarte Mzcheta gemacht, was sehr viel Spa\u00df gemacht hat. Zuerst haben wir eine alte Kirche auf dem Berg mit gigantischem Blick \u00fcber die Stadt Mzcheta besichtigt, sind dann zu 80er-Jahre-Kl\u00e4ngen im Auto runter zur Stadt gefahren und haben erneut eine ummauerte Kirche von au\u00dfen angeguckt. Anschlie\u00dfend gab es georgische Kulinarit\u00e4ten &#8211; Chatschapuri: K\u00e4sefladen mit je nach Region anderer F\u00fcllung, Chinkali: Teigtaschen, die oben k\u00fcnstlerisch zusammengedreht werden und deren Fl\u00fcssigkeit man zuerst aussaugt, bevor man die Tasche mit F\u00fcllung isst, und eine Art Wrap, dessen Namen ich vergessen habe \ud83d\ude42 &#8211; und die R\u00fcckfahrt nach Tbilissi, um dort die Altstadt zu erkunden. Zun\u00e4chst wieder von oben vom Caf\u00e9 Flowers aus, dann von unten mitsamt Schwefelb\u00e4dern, Wasserfall und botanischem Garten. Durch diesen gelangte man durch etwas Ausdauertraining nach oben zur Statue &#8222;Mother of Georgia&#8220;, die in der einen Hand eine Schale Wein &#8211; f\u00fcr Freunde &#8211; und in der anderen Hand ein Schwert &#8211; f\u00fcr die Feinde &#8211; h\u00e4lt. Hier bot sich uns ein noch sch\u00f6nerer Ausblick \u00fcber die Stadt, deren Lichter wie eine riesige Lichterkette wirken, die sich \u00fcber die Stadt legt. Besonders sch\u00f6n finde ich, dass Tbilissi von Bergen umgeben ist und die Lichter sich somit vom Tal \u00fcber die Berge bis hin zum Horizont erstrecken. Gr\u00f6\u00dfere Geb\u00e4ude werden gesondert angestrahlt und das Riesenrad des auf dem Berg liegenden Freizeitparks dreht funkelnd seine Runden. Dieser Anblick bot sich mir bereits aus dem Auto, als ich vom Flughafen abgeholt wurde. Einfach unbeschreiblich und unvergesslich!<\/p>\n<p>Nach meiner Genesung werde ich hoffentlich am Wochenende noch ein paar Ecken Tbilissis oder auch anderer St\u00e4dte entdecken k\u00f6nnen. Ich stehe jetzt schon unter Zeitdruck: Alles in Georgien muss gesehen werden! \ud83d\ude00 Am besten nat\u00fcrlich mit sch\u00f6nem Wetter, was hier zur Zeit noch anh\u00e4lt. Geplant ist immerhin schon ein Betriebsausflug mit den Kollegen nach Batumi am Schwarzen Meer und Kutaissi, der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt des Landes. Juhu \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Ich hoffe, ich werde regelm\u00e4\u00dfig Eintr\u00e4ge verfassen und Euch auf dem Laufenden halten!<\/p>\n<p>Bis bald, Am\u00e9lie<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-6 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/tbilisi201516\/2015\/09\/23\/verspaetete-erste-eindruecke\/20150916_155526\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" 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class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/tbilisi201516\/2015\/09\/23\/verspaetete-erste-eindruecke\/20150920_173816\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/tbilisi201516\/files\/2015\/09\/20150920_173816-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-12\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/tbilisi201516\/files\/2015\/09\/20150920_173816-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/tbilisi201516\/files\/2015\/09\/20150920_173816-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-12'>\n\t\t\t\tBlich \u00fcber Tbilissi vom Caf\u00e9 Flowers\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/tbilisi201516\/2015\/09\/23\/verspaetete-erste-eindruecke\/20150920_183843\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/tbilisi201516\/files\/2015\/09\/20150920_183843-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-13\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/tbilisi201516\/files\/2015\/09\/20150920_183843-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/tbilisi201516\/files\/2015\/09\/20150920_183843-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-13'>\n\t\t\t\tVor den Schwefelb\u00e4dern \ud83d\ude09\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/tbilisi201516\/2015\/09\/23\/verspaetete-erste-eindruecke\/20150920_184817\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" 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