{"id":137,"date":"2011-01-05T14:55:54","date_gmt":"2011-01-05T06:55:54","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/?p=137"},"modified":"2011-03-25T10:48:24","modified_gmt":"2011-03-25T02:48:24","slug":"es-weihnachtet-in-taicang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/2011\/01\/05\/es-weihnachtet-in-taicang\/","title":{"rendered":"Es weihnachtet in&#8230;. Taicang"},"content":{"rendered":"<h2>128 ChinesInnen, kein Weihnachtsbaum, viele Pl\u00e4tzchen<\/h2>\n<h3>Zum Fest w\u00fcnsche ich allen Leserinnen und Lesern alles Gute, erholsame Feiertage und eine erfolgreiches neues Jahr!<\/h3>\n<p>Weihnachten ist eine der gro\u00dfen Herausforderungen neben dem t\u00e4glichen \u00dcberlebenskampfes eines Deutschlehrers. Hier stauen sich Berge deutscher Tradition, christlicher Br\u00e4uche, moderner Konsumgewohnheiten und Familientreffen. Hier gilt es den Kindern zu vermitteln, was Weihnachten ist. Am besten noch auf Deutsch. Das klingt nicht nur gef\u00e4hrlich und stressig, das ist es auch! Aber so froh ich bin, dass diese Woche vorbeigeht und so schnell nicht wiederkommt, soviel Spa\u00df macht es mir auch. Es ist eine Aufgabe, f\u00fcr die Freiwillige wie wir wie gemacht sind.<\/p>\n<p>Ich hatte erst keine Ambitionen dieses Weihnachtsfest besonders zu gestalten. Ich war wie gesagt vollauf besch\u00e4ftigt den t\u00e4glichen Deutschunterricht, die Morgen\u00fcbungen alle interessant, koh\u00e4rent und informativ zu gestalten. Am letzten Wochenende lies es sich allerdings nicht mehr leugnen: Am n\u00e4chsten Freitag ist Weihnachten. Wir entwarfen also ein Weihnachtsprogramm f\u00fcr diese Woche, dass sich wie folgt gestaltete:<\/p>\n<div id=\"attachment_189\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0787.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-189\" class=\"size-medium wp-image-189\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0787-300x225.jpg\" alt=\"Nach dem Singen gibt's Plaetzchen!\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0787-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0787-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0787.jpg 820w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-189\" class=\"wp-caption-text\">Herbei, o ihr Glaeubigen!<\/p><\/div>\n<p>Am Montag begannen wir mit dem Unterrichten der Weihnachtslieder. Ich hatte zuvor etwas verzweifelt im Musikraum Klavier ge\u00fcbt: Die Entscheidung war auf ein Lied pro Klasse gefallen: &#8222;Herbei, o ihr Gl\u00e4ubigen&#8220; sowie &#8222;Morgen Kinder, wird&#8217;s was geben&#8220;. Das war zum einen mein Widerwille &#8222;O Tannenbaum&#8220; zu singen, ein Lied das seiner schlichten Sch\u00f6nheit zum Trotz f\u00fcrchterlich \u00fcberstrapaziert wurde, zum anderen der Stimmlage der Sch\u00fclerInnen geschuldet. &#8222;Herbei&#8220; sollte den jungen M\u00e4nnern in Maschinenkontrolle 1001 Rechnung tragen, &#8222;Morgen, Kinder&#8220; ist fr\u00f6hlich und hat ein paar hohe Stellen, die mit den jungen Damen aus B\u00fcroarbeit 1001 sch\u00f6n klingen sollten. Es stellte sich heraus, dass trotz Karaoke\u00fcbung und allabendlicher Radio\u00fcbertragung durch die Schullautsprecher trotzdem nicht alle jungen Chinesen fanatische S\u00e4nger sind. Besonders die Aussprache und der Rythmus, der etwas ungewohnt war, bereiteten einige Startschwierigkeiten. Dennoch haben wir mittlerweile schon eine ordentliche Klangf\u00fclle erreicht, die hoffentlich mein Klavierspiel bei der Neujahrsfeier \u00fcbert\u00f6nen wird. (Die Auff\u00fchrung hat nicht stattgefunden. Zum Gl\u00fcck?)<\/p>\n<p>Am Abend gelang es mir und meiner Kollegin unseren Erhu-Lehrer mit einem Vorspiel christlicher Weihnachtslieder auf der Erhu zu \u00fcberraschen. Ich hatte, zwar nicht ganz richtig, aber ann\u00e4hernd richtig die Noten zu &#8222;We wish you a merry Christmas&#8220; aufgeschrieben und dazu noch &#8222;Herbei&#8220; gelernt. Ich glaube er war ein bischen Stolz auf uns, denn er sagte, so habe auch er Erhu gelernt, indem er seine Lieblingslieder auf Erhu umsetzte.<\/p>\n<div id=\"attachment_187\" style=\"width: 234px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/DSC09408.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-187\" class=\"size-medium wp-image-187\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/DSC09408-224x300.jpg\" alt=\"Wer ist der Staerkste hier?\" width=\"224\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/DSC09408-224x300.jpg 224w, https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/DSC09408-480x640.jpg 480w, https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/DSC09408.jpg 672w\" sizes=\"(max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-187\" class=\"wp-caption-text\">Echte Arbeit<\/p><\/div>\n<p>Am Dienstag war die n\u00e4chste Klasse mit Singen an der Reihe und die andere konnte zum Keksebacken voranschreiten. Der Teig, den wir gestern zusammenger\u00fchrt hatten musste allerdings noch im Ofen aus seiner Tiefk\u00fchlstarre befreit werden und ich verausgabte mich an der Aufgabe ihn in eine ausstechbare Form zu kneten. Nach wiederholtem Proben von &#8222;Herbei, o ihr Gl\u00e4ubigen&#8220; hatte ich den Teig so weit (Es waren Butterpl\u00e4tzchen mit Zitrone). Mit den riesigen Gem\u00fcsemessern und kleinen Spachteln machten sich die Jungen mehr oder weniger ordentlich daran aus kleinen Teigquadraten die Formen zu schnitzen und sie mit Rosinen, Cashewkernen und Walnusskernen zu verzieren. Ich war \u00fcbergl\u00fccklich. Der Teig reichte \u00fcber alle Ma\u00dfen und wir beschlossen den Rest f\u00fcr die n\u00e4chste Klasse morgen zu verwenden. Das Rezept in etwa:<\/p>\n<div id=\"attachment_186\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/DSC09393.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-186\" class=\"size-medium wp-image-186\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/DSC09393-300x225.jpg\" alt=\"Wer hat das schoenste?\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/DSC09393-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/DSC09393.jpg 512w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-186\" class=\"wp-caption-text\">Jeder ein Plaetzchen<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr zwei Klassen mit insgesamt 87 Sch\u00fclern reichte deutlich, damit jeder (und die Lehrer) ein Pl\u00e4tzchen machen konnten:<br \/>\n500g Butter, 600g Zucker, leider nicht vorhandener 1 EL Vanillezucker, 8 Eier, die Schalenschnipsel einer Zitrone, etwas Salz und 2 Kg Mehl.<br \/>\nAlle Zutaten au\u00dfer das Mehl gut verr\u00fchren, danach das Mehl langsam unter R\u00fchren hinzugeben, bis der Teig fest wird. Danach herausnehmen und per Hand kneten, wobei man Mehl hinzugibt. Es sollte ein fester Teig entstehen, der sich gut ausrollen l\u00e4sst. 2 Kg reichen auch, um beim Formen der Pl\u00e4tzchen als Hilfe zu dienen. Ein Rundholz zum Ausrollen ist wichtig, die Pl\u00e4tzchen sollten alle gleich dick sein, damit keines verbrennt. Rosinen m\u00fcssen in den Teig, sonst werden sie zu Kohlenstaub. Backzeit orientiert sich an der Pl\u00e4tzchendicke. Immer aufpassen!<\/p>\n<div id=\"attachment_190\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0794.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-190\" class=\"size-medium wp-image-190\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0794-300x225.jpg\" alt=\"Ob das was wird?\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0794-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0794-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0794.jpg 820w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-190\" class=\"wp-caption-text\">Ob das was wird?<\/p><\/div>\n<p>Was f\u00fcr ein Spa\u00df. Die Anstrengung alles sauberzumachen, die tauben Glieder vom Kneten und die grauen Haare aus Sorge um das Gelingen waren das Abenteuer wert. Unbedingt nur mit Unterst\u00fctzung versuchen, sonst ist die Koordination \u00e4u\u00dferst schwierig. Am besten alles gut vorbereiten. Teig kann \u00fcber Nacht liegen, muss aber lange auftauen, oder erhitzt werden.<\/p>\n<p>Den Sch\u00fclern hat es auch Spa\u00df gemacht, soweit ich wei\u00df. Bis auf dem einen Sch\u00fcler, dessen aufwendig gestaltetes Pl\u00e4tzchen (eine Nachbildung einer antiken M\u00fcnze mit Schriftzeichen) entwendet wurde. Die Erl\u00e4uterung traditioneller deutscher Pl\u00e4tzchenformen ist \u00fcbrigens ein Muss.<\/p>\n<p>Am Mittwoch war das Pl\u00e4tzchenbacken schon routinierter, der Stress aber nicht weniger gro\u00df. Die M\u00e4dchen freuten sich ebenso \u00fcber die Gelegenheit und auch die gro\u00dfen Jungs aus Maschienenkontrolle 0901 waren entz\u00fcckt \u00fcber die Ank\u00fcndigung, dass sie obwohl sie keinen regul\u00e4ren Deutschunterricht haben, Donnerstag Nachmittag auch backen d\u00fcrfen. Ich war schon sehr fr\u00fch aufgestanden, um den Teig aus der Truhe zu holen und musste f\u00fcr 0901 noch die Morgen\u00fcbung vorbereiten. Eigentlich ist das ein \u00f6des Ritual in dem 20 Minuten lang Vokabeln durchgelesen werden, aber einige Lehrer und ich nutzen die Gelegenheit jetzt etwas anderes zu lernen. Ich glaube allerdings niemand geht so weit wirklich Unterricht zu machen. Ich versuche das dennoch, denn ich denke alles andere ist in etwa Zeitverschwendung, zumal die Sch\u00fcler dieser Klasse sonst kein Deutsch lernen. Was n\u00fctzen ihnen Vokabeln, wenn sie die Frage &#8222;Wie gehts dir?&#8220; weder verstehen noch irgendwie beantworten k\u00f6nnen? Nach zwei Wochen derartiger \u00dcbung hoffe ich, dass sie es im neuen Jahr noch beherrschen. Diese Hoffnung wird aber entt\u00e4uscht werden, denke ich. Wie auch immer, am Mittwoch bereitete ich etwas besonderes vor, etwas weihnachtiches. F\u00fcr jeden der Weihnachtsunterricht machen muss: Ich empfehle f\u00fcr die Erl\u00e4uterung zu &#8222;Warum feiert man Weihnachten&#8220; das Musikvideo zu &#8222;Frankie Goes to Hollywood&#8220;s: &#8222;The Power of Love&#8220;. Leider auf Englisch, aber unglaublich sch\u00f6n. F\u00fcr die Vermittlung der Weihnachtsstimmung, f\u00fcr Bilder zur Weihnachtsgeschichte, f\u00fcr unruhige Klassen mit niedriger Konzentrationsf\u00e4higkeit, ideal. Zur Einstimmung auf eine Wiederholung des Weihnachststoffes: Das Weihnachtsoratorium von Bach. Sehr festlich und Teil unserer Kultur, warum w\u00fcrde man sonst \u00fcberhaupt in die Kirche gehen?<\/p>\n<div id=\"attachment_191\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0799.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-191\" class=\"size-medium wp-image-191  \" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0799-300x225.jpg\" alt=\"(die Rosinen sind allerdings verkohlt)\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0799-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0799-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/0799.jpg 820w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-191\" class=\"wp-caption-text\">Die Prachtstuecke<\/p><\/div>\n<p>Als Finale versuchten wir noch mehr oder minder erfolgreich den Lerninhalt &#8222;Weihnachten&#8220; mit Nikolaus, Weihnachtsbraten, Tannenbaum, Weihnachtsmarkt und Weihnachtsmusik schnell und interessant f\u00fcr die Sch\u00fcler vorzustellen. Dazu teilten wir die Sch\u00fclerInnen in kleine Gruppen, die jeweils einen Gruppentisch formen sollten. Jeder Tische bearbeitete dann ein Thema zu dem Zettel vorbereitet waren (siehe Anhang). Sportlicher Ehrgeiz wurde mithilfe einer &#8222;Weihnachtsrallye&#8220; gef\u00f6rdert, dass hei\u00dft sie sollten Stichw\u00f6rter aus dem Text in einen L\u00fcckentext eintragen. Aus Zeitmangel gelang aber keine sehr tiefgr\u00fcndige Besch\u00e4ftigung mit dem Inhalt. Ich hoffe etwas grundlegendes und die Weihnachtsstimmung sind angekommen. Zumindest wissen jetzt auf der anderen Seite der Erdkugel etwas, was auch deutsche Kinder immer wieder lernen m\u00fcssen: &#8222;Warum feiern wir Weihnachten?&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_192\" style=\"width: 229px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/Bundesarchiv_Bild_116-127-088_Tsingtau_Soldaten_Weihnachtsbaum.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-192\" class=\"size-medium wp-image-192\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/Bundesarchiv_Bild_116-127-088_Tsingtau_Soldaten_Weihnachtsbaum-219x300.jpg\" alt=\"einst wie jetzt\" width=\"219\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/Bundesarchiv_Bild_116-127-088_Tsingtau_Soldaten_Weihnachtsbaum-219x300.jpg 219w, https:\/\/kulturweit.blog\/taicang\/files\/2011\/01\/Bundesarchiv_Bild_116-127-088_Tsingtau_Soldaten_Weihnachtsbaum.jpg 397w\" sizes=\"(max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-192\" class=\"wp-caption-text\">einst wie jetzt<\/p><\/div>\n<p>Zu dieser Frage kann der Leser oder die Leserin mal in sich gehen \ud83d\ude42 Ich hoffe ihr hatte alle sch\u00f6ne Feiertage.<\/p>\n<p>Meine Besinnlichkeit ersch\u00f6pfte sich in den Vorbereitungen f\u00fcr den Unterricht, an Heilig Abend hatte ich aber noch eine kleine Bescherung mit meinen Kolleginnen beim Mittagessen. Geschenke: Eine koreanische Gl\u00fcckwunschkarte (zu was auch immer) und ein chinesisches Schachspiel (xianqi)! Es ist nicht wie das deutsch Schachspiel! Es ist anders! http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chinesisches_Schach<\/p>\n<h2>Neujahr<\/h2>\n<p>Als Erg\u00e4nzung zu Weihachten: Unser Sylvester und Neujahr hat f\u00fcr China nicht die gleiche Bedeutung. Es wird au\u00dfer f\u00fcr Ausl\u00e4nder kein Feuerwerk verbrannt, niemand bleibt lange auf, au\u00dfer dem Pr\u00e4sidenten, der eine Ansprache f\u00fcr das Fernsehn gibt. Das echte Sylvester und Neujahr findet zum Fr\u00fchlingsfest statt, dem Jahreswechsel nach dem alten chinesischen Mondkalender. Es f\u00e4llt dieses Jahr auf den 2. Februar (Sylvester). Dann ist es \u00fcblich Jiaozi (siehe oben) zu essen, sich mit allen verf\u00fcgbaren Verwandten und danach Freunden zu treffen und gemeinsam zu essen und zu trinken. Dabei legen alle Chinesen in der Ferne gro\u00dfe Strecken zur\u00fcck um bei ihrer Familie sein zu k\u00f6nnen. Weihnachten ist wegen der ganzen &#8222;Familienangelegenheit&#8220; am Fr\u00fchlingsfest der beliebtere Anlass mit Freunden zu feiern. Anstatt von Geschenken erhalten die Kinder sogennante &#8222;Hongbao&#8220;, d.h. rote Papierumschl\u00e4ge, die mit Geld gef\u00fcllt sind. Das Fr\u00fchlingsfest \u00fcbernimmt die Funktionen von Sylvester und Weihnachten zusammen. Es ist selbstverst\u00e4nlich, dass dadurch mehr Festlichkeit entsteht, die sich in gro\u00dfen Gewinnen f\u00fcr die Restaurants und Feuerwerksindustrien niederschl\u00e4gt. Beliebt sind keineswegs unsere sogenannten &#8222;Chinakracher&#8220;. Wer die in China abfeuern will muss zu Europaimportprodukten greifen (Holland und Deutschland). Traditionell und durchschlagender sind Knallketten aus tausenden B\u00f6llern, die, einmal angez\u00fcndet, f\u00fcr minutenlanges, ohrenbet\u00e4ubendes Get\u00f6se sorgen. Das spart Feuerzeuge und Streichh\u00f6lzer. Die Luxusversion der Explosionen sind Batterien in Kastenform die, ebenfalls nur einmal angez\u00fcndet, minutenlanges Feuerspektakel, Raketen und Kugelblitze in den Himmel schleudern. Zitat eines armen Familienvaters nach so einer 5 min\u00fctigen Vorstellung: &#8222;2000 Yuan! Einfach weg! Haha!&#8220;<br \/>\nF\u00fcr besondere Athmosph\u00e4re sorgen die \u00fcberempfindlichen Alarmanlagen aller Automobile und Roller, die bei jedem Krachen anfangen zu jaulen und zu fiepen und sich dabei noch gegenseitig zu h\u00f6heren Leistungen anstacheln. Von den H\u00e4userschluchten verst\u00e4rkt \u00fcberlagern sich die Ger\u00e4usche zu einem B\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Radau. Der Himmel verdunkelt sich durch die Rauchschwaden und einzelne Raketen zucken wie Blitze aus dem Dunkel. Das Inferno rund um den chinesischen Jahreswechsel l\u00e4sst sich nur mit den H\u00f6hepunkten eines zweiten Weltkrieges vergleichen, wobei es aber kaum Tote gibt. Diese Beobachtungen beziehen sich auf den Jahreswechsel in Tianjin, einer riesigen Gro\u00dfstadt. Wie es in Taicang abl\u00e4uft wird sich noch zeigen.<\/p>\n<p>Update: Habe das Taicang Neujahr leider verpasst. Aber in Guangzhou gab es ein einstuendiges Feuerwerksprogramm am Abend _nach_ dem Neujahr. Am Anfang sehr beeindruckend, danach seltsam schnoed. Man stumpft einfach ab durch die staendigen Explosionen. Es ist einfach unnoetig! Habe ich so manchmal das Gefuehl. Besonders wenn jede Woche irgendein neues Gebaeude durch Getoese eingeweiht wird. Am Tag. Etwas verschwenderisch, oder? Wundersames China \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>128 ChinesInnen, kein Weihnachtsbaum, viele Pl\u00e4tzchen Zum Fest w\u00fcnsche ich allen Leserinnen und Lesern alles Gute, erholsame Feiertage und eine erfolgreiches neues Jahr! Weihnachten ist eine der gro\u00dfen Herausforderungen neben dem t\u00e4glichen \u00dcberlebenskampfes eines Deutschlehrers. 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