{"id":64,"date":"2012-09-16T12:30:39","date_gmt":"2012-09-16T10:30:39","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/svenjamongolei\/?p=64"},"modified":"2012-09-16T12:30:39","modified_gmt":"2012-09-16T10:30:39","slug":"endlich-wochenende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/svenjamongolei\/2012\/09\/16\/endlich-wochenende\/","title":{"rendered":"Endlich Wochenende!"},"content":{"rendered":"<p>Nach dieser sehr durchwachsenen Woche war es auch langsam Zeit f\u00fcr Ausschlafen und rumh\u00e4ngen. Am Freitag nach der Lehrerfortbildung wollten wir eigentlich ins Kino gehen. Da es aber nur einen Film auf englisch gab, auf den die Mehrheit von uns keine Lust hatte, haben wir nur gemeinsam bei \u201eBerlin Burger\u201c Abendbrot gegessen und sind dann nach Hause gefahren.<br \/>\n\u201eBerlin Burger\u201c ist eine Kette, die es hier sehr h\u00e4ufig gibt, was daran jedoch typisch berlinerisch sein soll, ist mir schleierhaft. Wir haben dort jedenfalls seit langem mal wieder Spaghetti gegessen.<br \/>\nAm Samstag waren wir um 13.30 bei Lena (im S\u00fcden der Stadt, also auf der anderen Seite der Br\u00fccke und des Flusses) verabredet. Die Busse, haben jedoch nicht nur eine, sondern mehrere Nummern au\u00dfen dran, und bis wir verstanden h\u00e4tten, in welchen wir einsteigen m\u00fcssten, sind wir lieber gelaufen. Das hat fast eine Stunde gedauert und war bei dem Staub und der W\u00e4rme kein allzu gro\u00dfer Spa\u00df, aber wenigstens sind wir nur eine halbe Stunde zu sp\u00e4t gekommen, was f\u00fcr mongolische Verh\u00e4ltnisse echt o.k. ist.<br \/>\nLena kannte sich mit den Bussen zum Gl\u00fcck besser aus als wir und als die Nummer 7 dann da war, gings los. Theoretisch h\u00e4tten wir f\u00fcr die Strecke maximal 10 Minuten gebraucht, aber es war nat\u00fcrlich Stau und so sa\u00dfen wir eine halbe Stunde im Bus. Wir fuhren an dem Reichenviertel von Ulaanbaatar vorbei, was am weitesten von den Jurtensiedlungen entfernt liegt. Drei oder vierst\u00f6ckige H\u00e4user stehen dort, eingez\u00e4unt und mit riesigen Panoramafenstern ausgestattet. Die Aussicht von dort ist klasse, man sieht die ganze Stadt!<br \/>\nUnser Ziel war aber das sowjetische Denkmal auf dem Zaisan-H\u00fcgel. Es ist ein Geschenk der Russen gewesen, was an die Soldaten und Helden der letzten Kriege erinnern soll. Die Konstruktion des gesamten Denkmals ist ziemlich sch\u00f6n gemacht. Vorne steht ein Soldat, der eine Fahne in der Hand h\u00e4lt. Er schaut auf die Stadt und die Fahne, die nach hinten weht, breitet sich aus zu einem Ring, in dessen innern ein buntes Mosaik gefertigt ist, auf dem man im Panorama verschiedene Szenen sieht. Der Stil des Bildes erinnert an das \u201eHaus des Lehrers\u201c in Berlin. Au\u00dfen sind verschiedene \u201eOrden\u201c aus Beton angebracht, zum Beispiel einer mit dem Kopf Lenins.<br \/>\nWas auch an so einem Ort nicht fehlt ist der buddhistische Gebets- oder Gl\u00fccksh\u00fcgel. Eigentlich ist es nur ein Berg, aufgesch\u00fcttet aus Steinen und Ger\u00fcmpel, auf dem blaue T\u00fccher und Gebetsfahnen wehen. Wenn man gl\u00e4ubig ist, legt man meist auch noch etwas Geld dort hin und l\u00e4uft dreimal im Uhrzeigersinn um den Berg herum. Wie gesagt, das soll Gl\u00fcck bringen. Auch auf dem Land sieht man hin und wieder solche H\u00fcgel und wenn man fr\u00fcher mit seinem Pferd daran vorbei gekommen ist, lief man dreimal drumherum. Die moderne Version ist dreimal hupen und weiterfahren.<br \/>\nLeider gibt es auch bei diesem Denkmal wieder ein neues Bauvorhaben, ein Haus, das die H\u00e4lfte des H\u00fcgels bedeckt und eine vollkommen verglaste Fensterfront hat. Wer dort wohnt, hat sicherlich einen tollen Blick auf die Stadt und muss sich auch sonst nicht \u00fcber die Qualit\u00e4t seiner Wohnung beschweren. Aber es ist schon ein Hohn, auf einem H\u00fcgel mit einem sowjetischen Denkmal ein Haus zu bauen, in dem sich reiche Leute tummeln und das die sch\u00f6ne Landschaft so sehr verschandelt.<br \/>\nAm Fu\u00df des Berges liegt n\u00e4mlich das Tuul-Ufer, an dem Birken wachsen, die jetzt in bunten Farben leuchten und wo einem niemand glauben w\u00fcrde, dass man sich nur 10 Minuten von Plattenbauten und Kohlekraftwerken befindet. Der Fluss flie\u00dft zwar sehr schnell, trotzdem hoffen wir, dass er im Winter zufriert und wir bei unserem n\u00e4chsten Ausflug darauf laufen k\u00f6nnen. Das Tuul-Ufer, auch wenn es etwas au\u00dferhalb liegt, ersetzt den fehlenden Park oder allgemein die nicht vorhandenen Gr\u00fcnfl\u00e4chen in der Stadt und l\u00e4dt jeden, der keine Lust mehr auf die Stadt hat, zu einem Besuch ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dieser sehr durchwachsenen Woche war es auch langsam Zeit f\u00fcr Ausschlafen und rumh\u00e4ngen. Am Freitag nach der Lehrerfortbildung wollten wir eigentlich ins Kino gehen. 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