{"id":5,"date":"2012-08-14T23:46:03","date_gmt":"2012-08-14T21:46:03","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/svenjamongolei\/?p=5"},"modified":"2012-08-28T13:01:10","modified_gmt":"2012-08-28T11:01:10","slug":"von-bonn-nach-ulaanbaatar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/svenjamongolei\/2012\/08\/14\/von-bonn-nach-ulaanbaatar\/","title":{"rendered":"Von Bonn nach Ulaanbaatar"},"content":{"rendered":"<p>Wenn ich ganz am Anfang meiner Reise anfangen soll, dann beginne ich am besten mit der Mitfahrgelegenheit vom Berliner Hauptbahnhof nach Bonn, wo mein Bewerbungsgespr\u00e4ch am Valentinstag statt fand. Mitten in der Nacht kam ich an, tapte durch die Dunkelheit in mein Bett, um meine noch fremden Mitbewohner in dem 4-Bett-Zimmer der Jugendherberge nicht zu wecken. Am n\u00e4chsten morgen stellten wir lustigerweise fest, dass wir alle das gleiche Reiseziel hatten. Und so konnten wir uns schon morgens um 8 gegenseitig vollkommen verr\u00fcckt machen und gemeinsam alle Fragen durchgehen, die wir erwarteten. Nat\u00fcrlich kam am Ende alles anders als gedacht und die Nervosit\u00e4t lie\u00df sich auch nicht so richtig vertreiben. Im Gegenteil, sie sollte sogar noch eine ganze Weile anhalten. Eine direkte Zusage bekam ich n\u00e4mlich nicht, sondern wurde ersteinmal auf die Nachr\u00fcckerliste gesetzt, aber als dann die Mail mit einer Einladung der Alexander von Humboldt Schule in der Mongolei ankam, war alle Aufregung verflogen und wurde durch riesige (Vor-)Freude auf mein gro\u00dfes Abenteuer ersetzt!<\/p>\n<p>Und dann gings auch schon in s\u00e4mtliche Etappen der Vorbereitung, die mit der Anschaffung zahlreicher Zeitschriften, Reise- und Sprachf\u00fchrer anfing, fortgesetzt mit viiiiel Papierkram, einem Berg von Terminen bei\u00a0 \u00c4mtern und \u00c4rzten, der Buchung des Fluges und der Beantragung der Visa. Denn ich brauche nicht nur f\u00fcr mein Gastland ein Visum, sondern auch eines f\u00fcr meinen Aufenthalt in St.Petersburg, wo unser Zwischenseminar stattfinden wird. Zuerst ging es also in die russische Botschaft. Wer in Berlin schon einmal am S-Bahnhof Brandenburger Tor ausgestiegen ist, und sich das Botschaftsgeb\u00e4ude angesehen hat, wird wahrscheinlich den gleichen imposanten Eindruck gehabt haben wie ich. Der tats\u00e4chliche Eingang der Konsularabteilung liegt jedoch auf der R\u00fcckseite und bereitet beim Eintreten Kompfschmerzen, wenn man gr\u00f6\u00dfer als 1,80m ist und vergisst den Kopf einzuziehen. Hinter der kleinen Holzt\u00fcr gelangt man durch die Sicherheitskontrolle (deren tats\u00e4chliche Effektivit\u00e4t sehr fragw\u00fcrdig ist) in einen gro\u00dfen Raum, wo man sich entweder der ukrainischen Dauerwerbesendung f\u00fcr Gem\u00fcseschneidemaschinen widmen kann, oder sein Visum beantragt. Jedoch sollte man weder Freundlichkeit noch Anzeigetafeln der Wartenummern erwarten. Diese wird n\u00e4mlich nicht aufge&#8220;rufen&#8220; sondern vom dem Mann hinter der Glasscheibe irgendwann mal erw\u00e4hnt, Gl\u00fcck hat man, wenn man das mitbekommt. Aber immerhin konnte ich mein Visum nach 4 Tagen abholen und mit meinem Pass auch dann endlich das mongolische Visum beantragen. Zuf\u00e4lligerweise wohne ich nur 2 Stra\u00dfen hinter der Botschaft.<\/p>\n<p>Aber der n\u00f6tigste Teil der Vorbereitung lief immer nebenher: der Kampf gegen die bevorstehende K\u00e4lte! Da Ulaanbaatar die k\u00e4lteste Hauptstadt der Welt ist und man im Winter auch mal locker bei -50\u00b0 raus muss, hie\u00df es im Juli: Winterklamotten kaufen! Hoffnungslos verloren war ich nat\u00fcrlich in normalen Gesch\u00e4ften, die nur Sandalen und Minir\u00f6cke im Angebot haben, also mussten meine Mutter und ich das Internet unsicher machen. Nachteil: Die Werbung f\u00fcr Winterstiefel verfolgt mich bis heute.<br \/>\nDaunenjacke und mit Schafwolle gef\u00fctterte Boots stehen bereit, also kanns doch jetzt los gehen oder?<\/p>\n<p>Nicht ganz, denn was noch bevorsteht, und worauf ich mich auch schon sehr freue, ist das Vorbereitungsseminar am Werbellinsee, dass am n\u00e4chsten Montag beginnt. Alle 250 Teilnehmer und Teilnehmerinnen treffen sich dann, um eingewiesen zu werden in ihre Aufgaben, um \u00fcber Sorgen und \u00c4ngste zu sprechen, aber vorallem um sich mental auf ein wahnsinnig spannendes Abenteuer vorzubereiten: Ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem fremden Land!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich ganz am Anfang meiner Reise anfangen soll, dann beginne ich am besten mit der Mitfahrgelegenheit vom Berliner Hauptbahnhof nach Bonn, wo mein Bewerbungsgespr\u00e4ch am Valentinstag statt fand. 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