{"id":243,"date":"2013-02-17T17:59:45","date_gmt":"2013-02-17T16:59:45","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/svenjainriga\/?p=243"},"modified":"2013-02-17T18:16:11","modified_gmt":"2013-02-17T17:16:11","slug":"243","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/svenjainriga\/2013\/02\/17\/243\/","title":{"rendered":"Mal was neues"},"content":{"rendered":"<p>Manchmal verwirrt mich Riga. Dann wenn die verschiedenen Bilder, die ich von dieser Stadt habe, gar nicht zusammen passen. Wenn mir das manchmal doch so &#8222;europ\u00e4ische&#8220;, moderne Riga Facetten zeigt, die sich nur mit viel Widerstand zu einer einzigen Stadt vereinigen lassen.<\/p>\n<p>Heute hatte ich das dringende Bed\u00fcrfnis schwimmen zu gehen. Zum einen, weil ich es unheimlich entspannend finde &#8211; und Entspannung hatte ich nach der vergangenen Aufbruchswoche (meine lieben Mitfreiwilligen Jule und Claudi sind zur\u00fcck nach Deutschland gereist) durchaus n\u00f6tig &#8211; und zum anderen weil Bewegung! Also Sachen gepackt und Richtung VEF, einem gro\u00dfen ehemalige Fabrikgel\u00e4nde, wo ich auch schon mal ein Basein ersp\u00e4ht hatte. Nicht sicher, ob ich am richtigen Eingang bin,\u00a0betrete ich also das etwas versteckte und leicht heruntergekommen Geb\u00e4ude. Wie soll ich den Eingangsbereich beschreiben, er erinnerte mich spontan an eins meiner ehemaligen Klassenzimmer in der 6.?Klasse in einem Schulgeb\u00e4ude, welches dann abgerissen wurde. An den W\u00e4nden stehen Holzb\u00e4nke und rechts befindet sich eine auf Russisch telefonierende \u00e4ltere Dame vor einer Art Garderobe. Manchmal hat man spontan so ein Gef\u00fchl, ob jemand Englisch kann oder nicht. Bei der Dame hatte ich es nicht. Sie telefoniert noch ein bisschen weiter bis sie mir schlie\u00dflich Aufmerksamkeit schenkt. Meine Frage, ob sie Englisch kann wird verneint, also frage ich sie auf Lettisch, wie viel es kostet. Sie nennt mir den sehr teuren Preis von 4,5Lats (ca 6\u20ac), den ich allerdings schon aus dem Internet wusste. Aber irgendwie musste ich unsere Dienstleistungsbeziehung ja einleiten und bei meinem beschr\u00e4nkten Wortschatz gibt es da nicht all zu viele M\u00f6glichkeiten. Mit dem lettischen Wort f\u00fcr Kopf, &#8211; nach einigem \u00dcberlegen- dem deutschen Wort &#8222;obligatorisch&#8220; und einigen Gesten &#8222;frage&#8220; ich sie, ob ich eine Badem\u00fctze brauche. Sie sagt ja und verkauft mir eine. Dann vertraue ich ihr Jacke und Wertsachen an und folge ihrer Wegbeschreibung (rechts!) in den Nebenraum Noch kann ich mir nicht vorstellen, wo sich hier ein Wasserbecken verbergen soll, denn alles erinnert eher an ein Wohnzimmer. Niedrige Decken, kleine R\u00e4ume, Teppichboden, zwei h\u00f6lzerne Kommoden. Ein Symbol weist mir die Frauenumkleide. Der Raum ist leer und er verunsichert mich. Jedoch nicht halb so sehr wie der Duschraum in den ich kurz danach weitergehe. Meine Sachen habe ich in der Umkleide liegen lassen &#8211; was soll\u00b4s! Die Duschen, die Flie\u00dfen, die Vorh\u00e4nge &#8211; machen mir Angst. Ich \u00fcberwinde mich und finde es stattdessen nur noch interessant und am\u00fcsant. Dann geht es weiter in die Badehalle. Ich bin der einzige weibliche Mensch unter der \u00fcberschaubaren Anzahl an Besuchern. Das Wasser ist angenehm warm und es riecht nur dezent nach Chlor. Ich beschlie\u00dfe, die Verf\u00e4rbungen an Beckenw\u00e4nden und Boden zu ignorieren, finde es ok, von einem \u00e4lteren Herren auf Russisch angequatscht zu werden und ziehe seelenruhig meine Bahnen. Ob ich dem verst\u00f6renden Bad wohl nochmal einen Besuch abstatten werde, wei\u00df ich nicht, aber f\u00fcr heute hat es mir getaugt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal verwirrt mich Riga. Dann wenn die verschiedenen Bilder, die ich von dieser Stadt habe, gar nicht zusammen passen. 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