Az Ebéd

Az Ebéd oder auch das Mittagessen. Auf dem Bild seht ihr ein typisch ungarisches Gericht: Gulyas, die Gulaschsuppe. Der folgende Beitrag handelt aber leider nicht von Gulasch, da muss ich einige vielleicht jetzt schon enttäuschen.

Für mich ist circa die Hälfte meiner Zeit an meiner Schule vergangen, weshalb ich nun auch einen neuen Stundenplan und neue SchülerInnen bekomme. Auf der einen Seite etwas schade ,da ich die meisten meiner SchülerInnen mittlerweile ganz gut kenne, aber auf der anderen Seite auch eine neue Herausforderung die meinen Freiwilligendienst wieder ein Stück spannender gestaltet und mir einen neuen Alltag bietet. Mit den mündlichen DSD-Prüfungen endete für meine SchülerInnen aus dem zwölften Jahrgang der erweiterte Deutschunterricht und die Stunden mit mir. Ich bin auch durchaus zufrieden mit den Leistungen meiner SchülerInnen in den Prüfungen, in der ich glücklicher Weise anwesend seien durfte. Die Ergebenisse darf ich leider nicht preisgeben, deswegen kann sich jetzt jeder von euch selbst ausmalen was für mich zufriedenstellend sein könnte.

Auch mein Ungarsichunterricht neigt sich dem Ende entgegen. Die Stunden mit meiner Lehrerin Krisztina haben immer sehr viel Spaß gemacht ,auch wenn ich durchaus mit etwas mehr Engagement schon besser Ungarisch sprechen könnte als ich es tatsächlich tue. In meiner Stunde am gestigen Donnerstag habe ich wieder interessante Wörter gelernt. Zum Beispiel ,dass es im ungarsichen Wörter für 5 Mahlzeiten am Tag gibt. Frühstück, Mittagessen und Abendessen sind eher weniger überraschend, die Wörter „a tízórai“ und „az uzsonna“ hingegen haben mich schon eher entzückt. „A tízórai“ heißt wörtlich übersetzt ungefähr Zehn-Uhr-Essen oder etwas in der Art. Vergleichbar vielleicht mit dem Pausenbrot oder eben der Mahlzeit zwischen Frühstück und Mittagessen. Falls euch passendere Deutsche Wörter einfallen schreibt sie gerne in die Kommentare. Das andere Wort „az uzsonna“ beschreibt eine Mahlzeit zwischen Mittagessen und Abendessen also einen Nachmittagssnack oder ähnliches. Interessant finde ich auch das alle Wörter mit erweiterter Endung als Verb dienen und die Tatigkeit, also das Essen der jeweiligen Mahlzeit beschreiben: „reggelizni, tízóraizni, ebédelni, uzsonnázni, vacsorázni“. Ich denke, dass ist genug Ungarisch für diesen Beitrag, vielleicht folgen in weiteren Beiträgen noch kurze Exkurse.

Neben meinen Aufgaben in der Schule und meinem Sprachkurs probiere ich auch meine Freizeitgestaltung zu erweitern oder immerhin irgendwas zu tun. Wie schon in einem Beitrag zuvor erwähnt, spiele ich in der zweiten Herrenmannschaft des Egri FC, wo gerade die Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen hat. Da aber momentan noch Schnee liegt und bei fortbestehenden Minusgraden es auch noch ein paar Woche so bleiben könnte, besteht die Vorbereitung aus 3 mal in der Woche irgendwie zu probieren im Schnee Fußball zu spielen, was durchaus amüsant ist. Offen gesagt war ich noch kein mal bei allen drei angesetzten Terminen in einer Woche, aber tatsächlich hab ich es zeitlich nicht bewältigen können. Für viele ,die ich an Weihnachten getroffen habe und von meinem Altag und meinen wöchentlichen Stunden berichtet habe, eine schier unmögliche Vorstellung aber es war wirklich so. Andererseits würde ich es mit meinem aktuellen Fitnesszustand wahrscheinlich auch nicht schaffen, aber die Betonung liegt hier auf wahrscheinlich, also wer weiß vielleicht komme ich im Sommer mit dem Fitnesszustand eines Bundesliga-Profis zurück. You never know.

Neben dem Fußball habe ich aber tatsächlich noch andere „Hobbys“ gefunden. Wofür die Anführungszeichen stehen werdet ihr gleich merken. Ich habe einmal in der Woche Tanzunterricht auf Ungarsich. Da für die zwölfte Stufe jedes Jahr ein Tanzball veranstaltet wird und in den Monaten davor Tanzunterricht in der Schule stattfindet, fand ich es eine gute Idee auch daran teilzunehemen. Da auch typischer Weise mehr Mädchen als Jungen Lust hatten an diesen Tanzstunden teilzunehmen, war es mehr oder weniger ein Segen für meine Tanzpertnerin nach erfolgloser Partnersuche dank mir am Tanzball, der wie ich gehört sehr pompös und glamourös zelebriert werden soll, teilnehmen zu können. Mehr dazu in einem Beitrag nach dem Stattfinden des Balls. So kommt es aber, dass ich nun einmal in der Woche Wiener Walzer auf Ungarsich lerne. Um ehrlich zu sein habe ich mich vorher nie mit Wiener Walzer beschäftigt und auch den beliebten Tanzkurs mit 15 ,den viele gemacht haben, habe ich nicht absolviert. Der „Wiener Walzer“ den ich aber hier lerne hat sehr wenig mit meiner Vorstellung von Wiener Walzer zu tun, was es aber deutlich interessanter und amüsanter als erwartet für mich gestaltet.

Neben Fußball und Tanzen mach ich wahrlich noch etwas anderes. Meine Ungarischlehrerin hat mich darauf hingewiesen, dass es war vor ein paar Jahren mal einen „Deutschclub“ in der Fremdsprachenbibliothek in Eger gegeben hat. Die Idee diesen Club neu aufleben zu lassen fand ich sehr ansprechend, auch wenn ich keine Vorstellung hatte was ich in den Treffen mit möglichen Teilnehmern machen könnte. Am Dienstag fand dann der erste Termin statt, zu dem ich es geschafft habe. Ich wurde sehr freundlich in der Fremdsprachenbibliothek von einer Mitarbeiterin begrüßt, die ebenfalls bei meiner Ungarsichlehrerin Fremdsprachenunterricht in Anspruch nimmt. Tatsächlich ist auch eine weitere Person erschienen und wir konnten eine Stunde lang über Ungarn und Deutschland in nahezu perfektem Deutsch kommunizieren. Vielleicht kann ich für die nächsten Treffen auch ein paar meiner SchülerInnen überzeugen zu kommen, damit noch ein erweiterter Austausch ermöglicht wird. Ideen und Anregungen für die Gestaltung der nächsten Stunde werde ich mir beim Englischclub aneignen der ebenfalls an einem anderen Tag dort stattfindet.

Soo, vielleicht schaffe ich es in den nächsten Wochen etwas mehr Beiträge als sonst zu veröffentlichen.

Bis dahin Sziasztok

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