Ungarisch

So, nach ein paar Woche Ebbe kommt nun endlich wieder ein Beitrag meinerseits. Dieses mal wird es vor allem um die Sprache gehen. Wie von kulturweit vorgeschrieben habe ich jetzt meinen 30-Stündigen Sprachkurs begonnen, aber nicht nur weil ich muss sondern auch weil ich die Sprache an sich gerne lernen und beherrschen würde. Ganz unpraktsich ist es mit Sicherheit auch nicht im alltäglichen Leben hier. Eine neue Sprache zu lernen klingt zwar immer schön und gedanklich malt man sich schon vor der ersten Stunde aus wie man sich bald fließend in dieser unterhalten kann. Da ich aber, ehrlich gesagt, nicht der begnadetste Fremdsprachenlerner bin wird das sicherlich nicht ganz so einfach. Die Sprache Ungarisch ,muss ich sagen, klingt an sich auch ganz schön und nicht so hart und stumpf wie die Deutsche. Die Aussprache ist jedoch für deutsche Muttersprachler, oder vielleicht auch nur für mich, extrem schwer. Es gibt mehr Buchstaben als im Deutschen und obwohl sie gleich aussehen und man die Worte auch lesen kann ist die Aussprache doch eine ganz andere.

Bevor ich nach Ungarn geflogen bin und ich in Deutschland mit einigen Leuten über mein bevorstehendes Abenteuer gesprochen hab ,kam oft oder meistens nach dem totalen Unverständnis dafür ein Jahr lang nach Ungarn zu gehen die Frage nach der Sprache. Einigen Hobbylinguisten fiel schnell auf das Ungarn ja sogar eine eigene Sprache hat, wie sie klingt und aussieht war jedoch den meisten bis auf das Wort „Gulasch“ ebenso fremd wie mir. Mir ebenso unbewusst war das es mit Finnisch angeblich die am schwersten zu erlende Sprache sei, wie mir einige selbsternannten Sprachexperten prophezeiten. Naja so viel zu meinen Erlebnissen mit der Sprache vor meiner Abreise.

Da ich nicht komplett ins kalte Wasser geworfen werde wollte suchte ich mir einige Applikationen, mit denen ich schon etwas üben konnte. Leichter gesagt als getan, denn offensichtlich und auch verständlicher Weise will nahezu niemand Ungarisch lernen. Wozu auch? Außer in Ungarn kann man damit ja auch nichts angfangen und sollte man mal in Budapest sein, kommt man mit Englisch und manchmal sogar mit Deutsch ganz gut zurecht. Nach kurzen studieren der heruntergeladenen Applikationen wurde mir schnell bewusst das zum einem ,salopp gesagt, die Applikationen ziemlicher Müll sind und man damit nichts lernen kann, aber zum anderen auch das die Sprache es wohl in sich hat.

Wie schon zu Beginn erwähnt ist die Aussprache nicht ohne und viele zwar scheinbar bekannte Buchstaben werden anders ausgesprochen. Diesen Eintrag schreibe ich nach meiner zweiten Doppelstunde Ungarisch und ohne mit der Grammatik auch nur begonne zu haben, bin ich mit der Aussprache schon mehr als bedient. Meine Lehrerin spricht glücklicher Weise Deutsch und so kann sie mir zum Glück alles eingermaßen verständlich erklären. Bis jetzt lerne ich auch nur Fragen und Phrasen die ich im Alltag benutzen kann, sollte ich sie denn richtig aussprechen. Ein scheinbar einfaches „Wie geht´s“ wird aber leider schon zum Zungenbrecher: „Hogy vany“. Wenn ihr wollt könnt ihr es mal probieren auszusprechen, jedoch bin ich mir fast zu 100% sicher das diejenigen unter euch die kein Ungarisch können es falsch aussprechen werden . Die beiden Konsonaten gy sind nämlich in Ungarischen ein Buchstabe und werden ungefährt wie dj ,beispielsweise in Adjektiv, ausgesprochen. Bei den Vokalen ist es ebenfalls etwas schwierig ,da es jeden Vokal auch mit Apostroph gibt also: a,á,e,é,i,í,o,ó,u,ú und ö und ü ebenfalls, jedoch bin ich zu unfähig das mit der deutschen Tastatur am Laptop einzugeben. Durch den Apostroph werden die Vokale betont, für mich klingt es jedoch komplett anders und da sich a und o im ungarischen fast wie der gleiche Buchstabe anhört und ich lediglich durch die Form des Mundes bei der Aussprache einen Unterschied feststellen kann, wird das diktieren der Worte seitens meiner Lehrerin jedesmal zur Totur.

So das war´s aber auch mit dem Crashkurs in Sachen Ungarsich sonst wird der Beitrag leider zu lang und von jedem der bis hierhin liest bin ich offen gesagt sehr überrascht und bedanke mich für das Interesse.

In nächster Zeit folgen möglicherweise noch weitere kurze Crashkurse für die, die es interessiert. Auch sonst probiere ich meine wahrscheinlich nicht vorhande Fanbase in den nächsten Wochen und Monaten mit einigen fancygen Beiträgen zu versorgen. Bis dahin Sziasztok, wie man das ausspricht erfahrt ihr vielleicht oder vielleicht auch nicht im nächsten Beitrag. Es bedeutet auf jeden Fall sowas wie Hallo aber auch Tschüss im Plural.

Sziasztok

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