Abreise

Die restlichen Tage des Vorbereitubgsseminares verliefen schneller als gedacht und so kommt es das ich jetzt schon wieder zuhause bin und morgen früh mein Flieger Richtung Budapest startet. Aber anstatt zu packen schreibe ich lieber diesen Blog ,da Koffer packen eher nicht mein Ding ist und ich offen gesagt nicht wirklich Lust darauf habe und auch nicht weiß was ich alles für 12 Monate einpacken soll. Als ich gestern noch ein letztes Mal für jetzt ungewisse Zeit in Oelde unterwegs war habe ich gemerkt das ich die Stadt nicht unbedingt vermisse werde. Klar ,seine Freunde und ein gewohntes Umwelt hinter sich zu lassen ist nicht einfach, doch freue ich mich im Moment mehr auf die bevorstehende Herausforderung in Ungarn. Alleine in einer neuer Stadt, in einem unbekannten Land, ohne Sprachkentnisse. Klingt hoffentlich härter als es ist. Aber dazu nähere Infos nach meiner Ankunft morgen. Die erste Hürde wird die Reise von Budapest nach Eger, wo sich meine ominöse Wohnung befindet, von der ich bis jetzt lediglich den Preis kenne.

 

Den zweiten Eintrag schreib ich jetzt bereits aus meiner Wohnung in Eger. Der Weg vom Flughafen war wie erwartet nicht der leichteste und wurde durch fehlende ungarisch Kenntnisse meinerseits und fehlende englisch und deutsch Kenntnisse der hiesigen Bahnmitarbeiter nicht gerade erleichtert. Nachdem ich dem Bus und U-Bahn fahren vom Flughafen zum Bahnhof Budapest-Keleti durch eine Taxitour entgehen konnte folgte am Bahnhof dann aber erst der eigentlich schwierige Teil der Anreise. Den Zug den ich Richtung Miskolc nehmen wollte kam nicht und da die Durchsagen lediglich auf ungarsich waren kann ich euch leider auch nicht erklären woran es gelegen hat. So musste ich dann eine weitere Stunde im von außen zwar schönen Bahnhof Budapest-Keleti verbringen. Der Inneneindruck war nicht sehr schlecht doch leider kein Vergleich zum äußeren Erscheiningsbild. Die Frau am Ticketschalter schien mein Problem auch nicht ganz verstehen ,stellte mir aber für umgerechnet knapp 1.50 Euro ein neues Ticket aus mit dem ich wohl nach Eger gelangen sollte. Da ich dann endlich eine Person in der Millionen-Metropole fand, die mir in gebrochenem Englisch helfen konnte meinen Zug zu finden, ging die Reise dann auch endlich weiter. In meinem Abteil traf ich dann doch tatsächlich  jemanden der Deutsch konnte und der mir dann auch gleich das Steuersystem in Bayern, wo er wohl arbeitet, und die Probleme in Deutschland aber auch in Ungarn erklärte. Die zwar sehr enseitige Unterhaltung in der ich den Großteil der Zeit nur probierte zu nicken und zu tun als würde ich verstehen was er mir da zu erklären versuchte verkürzte die 1 1/2 stündige Fahrt abere auch nicht wirklich. Den restlichen Teil der Fahrt telefonierte er mit einem seiner 3 Handys, die wohl alle Firmenhandys aus verschieden Ländern gewesen sind. In Fuzesabony musste ich dann Umsteigen. Da mein Zug aber Verspätung hatte und im Zug generell keine Durchsagen zu erwarten sind ,wo man sich befindet oder ob jedweilige Anschlusszüge erreicht werden, befand ich mich dann am Bahnsteig und hoffte das in 40 Minuten der nächste Zug nach Eger kommen sollte. Woher ich das so wusste? In Ungarn funktioniert doch tatsächlich die DB-Navigator App und so wurde das Zugfahren zummindest etwas erleichtert. Da ich dann am Zug einen Ungarn traf der das gleiche Ziel wie ich hatte konnte er mir helfen den Zug zu finden und dann endlich nach nun bereits knapp 6 Stunden endlich in Eger anzukommen. Meine Mentorin wartete dann bereits am Bahnhof auf mich und fuhr mich zu meiner Wohung für die nun folgenden Monate. Sie befindet sich in einem wunderschönen Plattenbau und er zeitgerecht wie im Jahr 1960 eingerichtet. Ab gesehen von der Einrichtung ist der Wohung ansonsten aber völlig in Ordnung. Mal sehen wie es aussieht wenn ich das erste Mal kochen oder waschen sollte. Die ,,Waschmaschine“ hätte ich nämlich im Leben nicht erkannt oder verstanden wenn mein Vermieter sie mir nicht gezeigt und erklärt hätte. Naja mal schauen villt sind die Reinigungen hier ja nicht so teuer. Die erste Nacht in der Wohnung verlief auch ohne Zwischenfälle, könnte aber auch daran liegen das ich um viertel nach 3 gestern Morgen aufgestanden war und so von 21 Uhr bis 7 Uhr ohne Probleme schlafen konnte. Gleich erwartet mich dann mein erster Tag in der Schule. Meine Montorin hat mir gestern beim Essen bereits einige meiner Aufgaben in der Schule erklärt aber dazu mehr in den nächsten Tagen und Wochen. Zu Beginn werde ich wahrscheinlich erstmal ziemlich viel im Deutschunterricht sein ohne aber aktiv mitzuwirken. Ich werde mir jetzt mal Früstück zubereiten und mich dann auf den kurzen Fußweg zur Schule begeben.

Mehr Eindrücke/Erfahrungen/Erlebnisse kommen die nächsten Tage

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