{"id":401,"date":"2012-05-03T20:41:26","date_gmt":"2012-05-03T15:11:26","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/srilanka2012\/?p=401"},"modified":"2012-05-03T20:41:26","modified_gmt":"2012-05-03T15:11:26","slug":"kulturschock-light","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/srilanka2012\/2012\/05\/03\/kulturschock-light\/","title":{"rendered":"Kulturschock \u00bblight\u00ab&#8230;?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/srilanka2012\/files\/2012\/05\/IMG_0871.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-402\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/srilanka2012\/files\/2012\/05\/IMG_0871-640x480.jpg\" alt=\"\" width=\"584\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/srilanka2012\/files\/2012\/05\/IMG_0871-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/srilanka2012\/files\/2012\/05\/IMG_0871-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/srilanka2012\/files\/2012\/05\/IMG_0871-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/srilanka2012\/files\/2012\/05\/IMG_0871.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a>Sri Lanka \u2013 das ist \u00bbAsien light\u00ab. Oder vielleicht sollte ich besser sagen: Colombo ist \u00bbAsien light\u00ab. Aber auch dieses \u00bbeinfache\u00ab, \u00bbleichte\u00ab Asien ist so anders als all das, was ich gewohnt bin. Irgendeine Art von \u00bbKulturschock\u00ab war vorprogrammiert, gewollt und erwartet. Eigentlich mag ich das Wort \u00bbKulturschock\u00ab nicht sehr gerne, denn es verallgemeinert. Jeder \u00bbKulturschock\u00ab ist anders und eine Differenzierung f\u00e4nde ich angemessen. Aber das k\u00f6nnen gern andere an anderer Stelle diskutieren&#8230;<\/p>\n<p>Die ersten Wochen habe ich mir dieses fremde und faszinierende Land angeguckt. Habe beobachtet, in mich aufgesogen, oftmals einfach nur zugeh\u00f6rt und selten hinterfragt. Ich finde, dass es wichtig ist, neue Dinge und Umgebungen erst einmal auf sich wirken zu lassen, bevor man anf\u00e4ngt, alles in die altbekannten Schubladen zu packen und sich Meinungen zu bilden. Gib allem und jedem eine Chance. Probier, h\u00f6r zu, beobachte. Und das habe ich getan. Tue es auch weiterhin. Und es ist gut so.<\/p>\n<p>Doch langsam geht die Zeit zu Ende, in der ich einfach nur beobachten und stillschweigend zuh\u00f6ren kann und m\u00f6chte. Es gibt Dinge, zu denen ich eine Meinung hatte, bevor ich hierher kam. Und es gibt Dinge, zu denen sich in mir inzwischen Meinungen gebildet haben. Es gibt Dinge, die finde ich gut. Andere sind mir egal. Und wieder andere finde ich schlimm oder gar schrecklich.<\/p>\n<p>Ich werde nie aufh\u00f6ren, zu beobachten und zuzuh\u00f6ren. Ich werde immer versuchen, neuen Personen und Dingen hier offen und unvoreingenommen zu begegnen. Aber meine Schonfrist f\u00fcr die Betrachtung der Personen und Dinge, die inzwischen zu meinem Alltag geh\u00f6ren, ist vorbei. Ich bin wieder in einer Phase der Umstellung \u2013 muss lernen, mit meinen Meinungen umzugehen. Wann sage ich etwas und wann halte ich besser den Mund? In diesem Land und in der Position, in der ich arbeite, h\u00e4lt man manchmal (oder auch \u00f6fter) besser den Mund. Au\u00dfer man spricht mit jemandem, den man gut kennt und einsch\u00e4tzen kann. Das ist zumindest mein Eindruck. Aus pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen mit Sri Lankern wie mit Expats wei\u00df ich allerdings, dass ich mit diesem Eindruck, diesem Gef\u00fchl, nicht ganz alleine bin.<\/p>\n<p>Hierin liegt wohl ein gro\u00dfer Teil meines Kulturschocks begr\u00fcndet. Die eingeschr\u00e4nkte pers\u00f6nliche Freiheit, besonders was das \u00c4u\u00dfern von Meinungen und Gedanken betrifft. Einschr\u00e4nkungen, was die Sicherheit betrifft. Das manchmal so \u00fcberraschend gro\u00dfe Misstrauen, vor allem von Sri Lankern gegen\u00fcber Landsleuten, die sie nicht pers\u00f6nlich oder durch Kontakte kennen.<br \/>\nDieses Land w\u00e4re wirklich ein Festmahl f\u00fcr die Erforschung sozialer Netzwerke und von Vertrauen in der Gesellschaft&#8230; Bisher ist mir auch nicht nur im Geringsten etwas passiert. Aber w\u00e4hrend meiner Wohnungssuche ist mir immer wieder vor Augen gef\u00fchrt worden, wie wichtig das Thema Sicherheit hier ist. Dass man als Expat auff\u00e4llt und ein attraktives Ziel f\u00fcr Diebe und andere Verbrechen darstellt. Dass dies hier tats\u00e4chlich tagt\u00e4glich irgendwo passiert.<\/p>\n<p>All dies muss ich lernen einzusch\u00e4tzen. Und das werde ich auch. Aber so etwas braucht Zeit. Ich nehme mir diese Zeit, teste vorsichtig Grenzen aus, lerne Schritt f\u00fcr Schritt f\u00fcr mich selbst, mit der Situation umzugehen. Vieles davon muss ich erst einmal mit mir selbst ausmachen. Deshalb bin ich momentan etwas stiller als sonst. Aber das wird sich auch wieder \u00e4ndern. Mit Sicherheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sri Lanka \u2013 das ist \u00bbAsien light\u00ab. Oder vielleicht sollte ich besser sagen: Colombo ist \u00bbAsien light\u00ab. Aber auch dieses \u00bbeinfache\u00ab, \u00bbleichte\u00ab Asien ist so anders als all das, was ich gewohnt bin. 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