November-Nachträge

Ein paar Nachträge aus dem November.

 

Erstes Novemberwochenende:

Am 6. November habe ich mir endlich ein Helix-Piercing stechen lassen! Jetzt, einen Monat später, läuft immer noch alles gut damit (keine Entzündung oder sonstiges), und ich muss sagen, dass ich ziemlich happy mit dem Ergebnis bin. 

Das ganze habe ich mit Leonie zusammen gemacht, einer Freiwilligen „aus“ Valjevo, die uns an dem Wochenende in Novi Sad besucht hat. Nach dem Tag sind wir auch noch mit ein paar Freunden hier in ein Museum gegangen, das generell sehr viele coole Ausstellungsstücke hatte, aber mir haben es die historischen Kleidungsstücke am meisten angetan.

 

Am Sonntag haben wir dann noch die Kafeteria ausprobiert, eine Art Frühstückscafe-Kette, die es hier in Serbien fast überall gibt.

 

Fazit: lecker.

Zweites Novemberwoche:

Da die darauffolgende Woche Ferien waren, habe ich die Chance direkt genutzt, um meine ersten Besuch in einer Stadt zu machen, die nicht Novi Sad oder Belgrad ist: Zrenjanin, mit dem Bus nur eine entspannte Stunde entfernt. Dort habe ich Sonia besucht, eine weitere Freiwillige. Sie hat mich ein bisschen durch das Stadtzentrum geführt (hübsch) und dann sind wir noch ein bisschen spazieren gegangen und haben uns noch einen Burek mit Käse geholt. Ganz offiziell darf man die dann glaub ich nur „Pita sa sirom“ (Brot mit Käse) nennen, weil Burek mit Fleisch sein muss, aber egal, wie man es nett- hat geil geschmeckt.  

Das rechts ist Sonia. Sie hat auch einen Blog hier, „dieeineSonia“

Zrenjanin hat bisher auch definitiv die schönsten Sonnenuntergänge. Da Sonia kein Wlan in der Wohnung hat, bin ich für meinen Serbischkurs in ein ziemlich hübsches Kaffee gepilgert, auf dem Hinweg durfte ich dann den Himmel bestaunen.  

Dieses Bild ist ziemlich gefiltert, aber auch in echt sah zumindest der Himmel so ähnlich aus.

Das Café hatte sehr nette Leute und guten Tee, aber auch laute Musik- lauter als ich teilweise. Damit man mich gehört hat, musste ich teilweise fast schon gegen die Musik anschreien. Aber vor allem Jannik und Kasimir (mein Mitbewohner, der mit einem Freund in unserer Wohnung in Novi Sad war)  haben immer mitgevibet, wenn ich mein Mikro anhatte (Die Musik war auch gut. zB 99 Luftballons, was ich hier jetzt schon öfters einfach so im Supermarkt gehört habe)

Nach dem Sprachkurs hat Sonia mich abgeholt, die auch ihre Serbischstunde zur gleichen Zeit hatte. Auf dem Heimweg haben wir uns noch Pizza geholt und sind dann zum Yoga gegangen (Sonia hatte in dem Fitnessstudio eine Mitgliedschaft, ich bin einfach mal mitgedackelt). Da unsere Serbischkenntnisse kaum mehr als rudimentär sind, war es teils ein bisschen schwierig mitzukommen, aber die Lehrerin konnte zum Glück auch Englisch und hat dann das Wichtigste für uns übersetzt.

Am Donnerstag sind wir dann nach Belgrad gefahren- das GI hatte ein weiteres Seminar angesetzt, und wir waren alle happy, die anderen Freiwilligen wieder zu sehen. Im Hotel gab es dann auch eine freudige Überraschung: das Seminar war nur für Leute von Pasch-Schulen, aber zwei Freiwillige anderer Partner-Organisationen, Annika und Helena, sind auch mitgekommen. Die beiden haben sich in einem Hostel einquartiert und so konnten wir abends viel zusammen machen.

Das Seminar war sogar besser als das letzte Mal, und in den Mittagspausen hatte ich auch die Chance, die Gegend um unser Hotel ein bisschen zu erkunden (weshalb ich auch ein bisschen zu spät war. Sorry nochmal deswegen).

Freitagabend sind wir zum St Sava Tempel gegangen, ein wirklich beeindruckendes Gebäude. 

Am Sonntag haben wir noch einen Tag ohne Seminar in Belgrad verbracht, und ich hab die Chance genutzt, eine Walking Tour zu machen, die ein paar der anderen schon am Donnerstag gemacht hatten. Außer mir waren noch zwei andere Paare da, eines, das nach Mutter-Tochter aussah und sich nach der Hälfte der Tour verabschiedet hat, und dann noch ein sehr nettes Paar, das in Dubai arbeitet und für ihre Hochzeitsreise eine Woche nach Belgrad geflogen ist. 

Nach der Tour haben wir noch das Nationalmuseum in Belgrad besucht und abends ein Theaterstück von Jugendlichen, dass sich „Malo sutra“ nannte. Wortwörtlich bedeutet das „ein bisschen morgen“, im übertragenen Sinne sagt man das glaube ich, wenn dich jemand fragt, ob du mal wieder mit ihm*ihr abhängen willst und du eigentlich keinen Bock hast. 

Die Wörter, die ich verstanden habe, könnte ich an drei Händen abzählen, aber es war trotzdem schön. 

Danach haben wir noch Leonie zu ihrem AirBnB begleitet, ihre Schwester hat sie in der kommenden Woche besucht und die ersten paar Tage waren sie noch in Belgrad. Spätabends saßen wir dann also im Bus heim und sind gegen 22:00 Uhr in Novi Sad angekommen.

Nachdem wir inzwischen endlich das Bussystem hier geknackt haben, sind wir nur 20 Minuten später zuhause angekommen. Danach ist noch kurz eine Lehrerin vorbeigekommen- wir sollten ihren Unterricht am Montag und Mittwoch übernehmen und sie hat noch das Material dafür vorbeigebracht.

 

Dritte Novemberwoche:

Das erste mal Unterricht vertreten war schon spannend, aber zum Glück waren in jeder Klasse ein paar Schüler, mit denen man gut arbeiten konnte. Diese Arbeitswoche verlief also auch relativ ereignislos, und da Jannik am Freitag netterweise die Konversationsstunden übernommen hatte, konnte ich bereits frühmorgens zur Bushaltestelle laufen und zu Betty nach Kragujevac fahren, ca 4 Stunden entfernt. Auch Kragujevac ist schön, und vor allem die großen Parks und Seen haben es mir angetan. Hier in Novi Sad fehlt es mir ein bisschen, dass die meisten Parks eher weit entfernt sind. Deshalb habe ich es dort umso mehr genossen : )   

Links Betty und eine Katze, die sich in einem der Lichtschächte an ihrem Haus einquartiert hat. Irgendeine gute Seele hat ihr ein kleines Bett gebaut und Futter hingestellt.
Rechts eine der orthodoxen Kirchen in Kragujevac.

Thai Ice Rolls. Ich hoffe, die gibt’s im Sommer auch in Novi Sad, weil herzhaftes Eis eine echt geile Idee ist

Da Betty auch sehr gerne kocht, haben wir das Wochenende vor allem genutzt, um sehr leckeres Essen auszuprobieren.

Pilz-Kartoffel-Rolle

Quiche mit Weihnachtsmarkt-Deko

 

Vierte Novemberwoche:

Am Montag danach hat das Zwischenseminar angefangen- Von den Plätzchen, die Betty und ich gemacht hatten, haben wir kein Bild mehr, da wir sie nach Novi Sad mitgenommen hatten und sie dort wirklich SEHR schnell weg waren. Aber das bedeutet ja vor allem, dass sie einfach gut waren ; )

Da das Zwischenseminar online war, haben sich fast alle Freiwilligen, die in Serbien waren, in Novi Sad einquartiert. Drei in unserer Wohnung, und je vier und zwei in einem eigenen AirBnB. Das hat tatsächlich sehr gut funktioniert, und es hat gut getan, sich abends nach den langen Videocalls persönlich treffen zu können. Das fand ich damals beim Vorbereitungsseminar schwer- man war den ganzen Tag über vor seinem Bildschirm, und dann hat man sich ausgeloggt und konnte auf einmal nur noch schwer mit den Leuten in Kontakt treten, die man an dem Tag kennengelernt hatte.

Am Zwischenseminar hat mir der Exkursionstag am besten gefallen: wir haben ein paar Aufgaben gekriegt (6.000 Schritte gehen, fremde Personen ansprechen, ein Museum besuchen, etc) und sollten so viele wie möglich davon erfüllen. In einer Gruppe hat das noch mehr Spaß gemacht.

Von links nach rechts: Ich, Annika, Magnus, Helena, Leonie, Jannik, Sonia, Betty, Kasimir

Am Sonntag waren dann alle Freiwilligen wieder aus unserer Wohnung draußen, was sich schon komisch angefühlt hat- auch, dass man am Abend nicht mehr zusammen war.

Ein bisschen Ruhe fand ich aber doch gut, und vor allem, dass ich am Montag endlich mal richtig ausschlafen konnte, da wir keinen Unterricht hatten.

 

Alles in allem habe ich im November doch mehr gemacht, als ich dachte, und es war ein echt schöner Monat.

Bis zu meinem nächsten Blog über Dezember ; )

Eure Aurelia

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