das historische zentrum

Kommt man mit dem Bus in Córdoba an, merkt man recht schnell, dass man sich in der zweitgrößten Stadt Argentiniens befindet. Hochhäuser, dichter Verkehr, Hektik und Lärm. Gelangt man jedoch dann ins Zentrum, vergeht dieses Gefühl unglaublich schnell. Das historische Zentrum ist sehr kompakt und die meisten Monumente gruppieren sich um die Plaza San Martin. Wenn man dann durch die unzähligen Gässchen von Córdoba schlendert, fällt einem zunächst die Inkonsequenz der Architektur auf. Direkt neben prachtvoll verzierten und mit Liebe zum Detail errichteten Gebäuden, welche aus Paris oder Wien stammen könnten, stehen große Asphaltblöcke, die wie abstrahierte Versionen der zuerst genannten Gebäude aussehen. (Ich denke, dass meiner vorherigen Formulierung meine persönliche Vorliebe zu entnehmen ist.) Zu Beginn verwirrte mich dieser Stilmix, mittlerweile denke ich, dass genau das diese Stadt ausmacht!

Nachdem ich mir an einem Sonntag während der Siesta Zeit genommen hatte, um mir einen kleinen Stadtplan im Kopf zusammenzustellen, konnte ich mich voll und ganz auf das historische Zentrum und die geschichtlichen Hintergründe konzentrieren. Am Patio Olmos, meinem Orientierungspunkt, aus dem Bus ausgestiegen, lief ich meine Lieblingsstraße , Obispo Trejo, entlang und gelangte so zur Plaza San Martin, dem Lebensmittelpunkt und Schauplatz diverser Veranstaltungen. Dort befindet sich ein Denkmal des Unabhängigkeitskämpfers, welcher von seinem Ross aus auf den Cabildo und die Kathedrale blickt. Der Cabildo, das aus dem Jahre 1588 stämmige Rathaus, beherbergt heute das städtische historische Museum. Mein Timing war an dem Tag sogar so perfekt, dass ich neben der Ausstellung auch in eine kleine Vorlesung geraten bin, bei der eine Autorin ihr neues Buch vorstellte. Lange blieb ich jedoch nicht, da meine Aufmerksamkeit schnell auf was anderes gelenkt wurde: die Kathedrale. Diese ist, wie eben alles, ebenfalls von der Mischung diverser Architekturstile geprägt: eine romanische Kuppel, aus dem Barock stammende Türme und ein neoklassizistisch gehaltener Portikus. Da ich an diesem Tag recht spät unterwegs war, empfing mich bei meinem Besuch dieser Kirche ein Chorkonzert, welches natürlich zu einem noch überwältigenden ersten Eindruck führte! (Am liebsten würde ich hier einen Ausschnitt davon hochladen, jedoch erlaubt mir der Server dies leider nicht…) Zu Abend beschloss ich im Barrio Güemes zu essen, welches mir aber so gut gefiel, dass es einen eigenen Blogeintrag verdient! Allzu viele Fotos habe ich noch nicht machen können, da ich mich noch kaum ganz umschauen konnte. Einen kleinen Schnappschuss der Kathedrale konnte ich jedoch trotzdem machen:

Bueno, adiós y nos vemos beim nächsten Eintrag!

 

 

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