{"id":61,"date":"2010-04-01T01:31:40","date_gmt":"2010-03-31T23:31:40","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/?p=61"},"modified":"2012-01-06T18:50:18","modified_gmt":"2012-01-06T21:50:18","slug":"que-lindo-dia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/2010\/04\/01\/que-lindo-dia\/","title":{"rendered":"Que lindo d\u00eda"},"content":{"rendered":"<p>Sooo, diesmal ein Eintrag ohne ein einziges \u00a0Thema, sondern mit mehrern. Erst mal: mein Wochenende.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0632.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-66\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0632-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0632-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0632-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0632.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Ich war mit Rebecca im Nationalpark Puyehue (einen chilenischen Peso f\u00fcr denjenigen, der das auf den ersten Blick richtig ausspricht, ausgenommen Mapuche und Chilenen nat\u00fcrlich). Der liegt ca. 100km n\u00f6rdlich von uns und enth\u00e4lt &#8211; welch \u00dcberraschung &#8211; Vulkane und Seen. Idyllisch. Wir sind Freitag losgefahren, Rebecca aus Puerto Montt, ich aus Puerto Varas, und in Osorno haben wir uns getroffen und sind umgestiegen. Der Lonely Planet sagt &#8222;I don&#8217;t remember anyone ever saying anything good about this town.&#8220; Ich denke, dass sie l\u00fcgen. Also wundersch\u00f6n ist sie nicht, aber sehr chilenisch. Man merkt, dass es hier wenig Touristen gibt, die Stadt ist sehr lebhaft, hat viele Gesch\u00e4fte, einen kleinen Markt mit allen m\u00f6glichen Sachen und Menschen, die auf dem Plaza de Armas sitzen. Als Europ\u00e4erin f\u00e4llt man dann n\u00e4mlich doch auf. Hier haben wir kurz eingekauft und dann einen der Kleinbusse nach Entre Lagos genommen, eine Stadt ca. 40km vor dem Nationalpark am Lago Puyehue. Im Nationalpark selber kann man n\u00e4mlich nur in Aguas Calientes bleiben, und da das nur aus einigen Cabanas, zwei Restaurants, einer geschlossenen Touristeninformation und den besagten Aguas Calientes (hei\u00dfe Quellen) besteht, sind die Preise dementsprechend und wir als arme Freiwillige wollten uns das nicht leisten.<\/p>\n<p>In Entre Lagos haben wir also ein nettes Cabana f\u00fcr uns gefunden, sogar meiner pers\u00f6nlichen \u00dcberzeugung entsprechend: Solarkollektoren auf dem Dach, hinweise zu \u00f6kologischem Verhalt<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/DSC01090.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium  wp-image-64\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/DSC01090-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/DSC01090-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/DSC01090.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>en und am Samstag abend haben sie an der &#8222;Hora de Planeta&#8220; teilgenommen und f\u00fcr eine Stunde den Strom ausgemacht. Entre Lagos k\u00f6nnte man als ausgestorben bezeichnen &#8211; wir waren die einzigen Touristen. Bezeichnend war, als wir abends nach Hause liefen und auf dem Spielplatz eine Schaukel quietschenderweise hin- und herschwang, wir h\u00e4tten uns da auch in einem billigen Thriller oder Horrorfilm befinden k\u00f6nnen. Dementsprechend waren wir die Attraktion der Stadt und wurden immer freundlich gegr\u00fc\u00dft. Dummerweise stellte sich heraus, dass keines der Restaurants offen hatte, also haben wir an dem lokalen Schnellim<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/DSC01088.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  size-medium wp-image-63\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/DSC01088-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"267\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/DSC01088-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/DSC01088.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 267px) 100vw, 267px\" \/><\/a>bis einen &#8222;Berlines&#8220; (eher so K\u00fcrbisbrot mit Vanillef\u00fcllung) und eine chilenische Waffel (Bl\u00e4tterteig mit Kokos und Dulce de Leche) gegessen. Nescaf\u00e9 gab es auch, aber ohne Milch, daf\u00fcr meinte die Dame es gut und hat mir Zucker in rauhen Mengen da rein getan. Beim Spazierengehen dann das Highlight meines Wochenendes: Mini-Molli!!!! Meine Katze hat sich reinkarniert oder geklont oder was auch immer, auf jeden Fall sa\u00df eine kleinere Version von ihr auf einem Hof, bewacht von einem b\u00f6sartigen Hund, der mich sie nicht mitnehmen lassen wollte. Rebecca muss jetzt auch sonstwas von mir denken, die n\u00e4chste halbe Stunde habe ich komische Laute von mir gegeben und gequietscht.<\/p>\n<p>Beim Abendessen kochen mussten wir dann feststellen, dass Salz doch zu den wichtigeren Gew\u00fcrzen z\u00e4hlt. Nun gut. Wir sind dann fr\u00fch ins Bett (nachdem uns das chilenische Fernseheprogramm nicht so zugesagt hat) und haben offiziell unser erstes kleineres Erdbeben miterlebt (wobei ich im Halbschlaf dachte, Rebecca w\u00fcrde unruhig schlafen, wir hatten ein Doppelbett).<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten morgen im Nationalpark waren wir mit einem anderen Touristen die ersten in Aguas Calientes, nur um<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0653.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-68\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0653-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0653-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0653-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0653.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> festzustellen, dass die Touristeninfo f\u00fcr das Wochenende geschlossen hatte und keine Karten \u00fcber die Wanderwege ausgeh\u00e4ngt waren. Ausgeschildert waren sie a<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0642.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-67\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0642-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0642-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0642-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0642.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>ber, also haben wir die g\u00e4ngigen gemacht (am Sch\u00f6nsten immer noch der verl\u00e4ngerte 350m-Wanderweg zu der lokalen Picknickarea). Die W\u00e4lder sind schon beeindruckend &#8211; Regenw\u00e4lder, die ganzen B\u00e4ume mit Moos behangen, riesige Farne, teilweise kommt kaum Licht durch und alles wirkt sehr gespenstisch. Auf der Wanderung zu dem Aussichtspunkt auf den Vulkan (den wir mal wieder nicht erreichten, weil die Beschilderung &#8230; m\u00e4\u00dfig und der Weg dann irgendwann wasser\u00fcberflutet war) haben wir noch eine Familie aus Castro auf Chilo\u00e9 getroffen, die uns freundlicherweise eingeladen hat, bei ihnen zu bleiben, wenn wir dort hinfahren.<\/p>\n<p>Abgeschloss<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0673.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium  wp-image-70\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0673-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"148\" height=\"111\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0673-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0673-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/K800_IMG_0673.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 148px) 100vw, 148px\" \/><\/a>en haben wir den Tag dann mit den obligatorischen Aguas Calientes, wobei das in der Sonne ganz sch\u00f6n warm war. Man konnte, wenn man wollte, sich in den Fluss abk\u00fchlen gehen, wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich nur bis zu einem Baumstamm gewatet bin, auf den ich mich dann gesetzt habe. \u00dcbrigens hatten sch\u00f6nstes Wetter dieses Wochenende. So kann das jetzt das halbe Jahr bleiben ;).<\/p>\n<p>Sonntag sind wir dann nach Puerto Montt gefahren, weil der Tag doch eher wolkenverhangen und regnerisch war und man im Nationalpark nicht mehr so viel machen konnte (au\u00dfer ein paar mehrere-Tage-Wanderungen, die uns aus Zeitmangel dann ja doch verwehrt blieben). Hier habe ich dann die schockierende <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/DSC01096.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-65\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/DSC01096-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/DSC01096-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/slox\/files\/2010\/04\/DSC01096.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Entdeckung gemacht, dass ich all die Jahre etwas Falsches unter typischem deutschen Essen verstanden habe. So ist es nicht so etwas wie Schweinebraten, oder Kohl &amp; Pinkel, nein, nein. Deutsche essen Burger. In dem Fastfood-Restaurant mit dem authetentischen Namen &#8222;Fritz&#8220; konnte man sich an der traditionellen Deutschen K\u00fcche, wie z.B: den &#8222;Bremen-Italiano&#8220; Burger laben. Ja Mensch. Hab ich dann auch gleich mal gelassen und mir lieber chilenisches Fastfood geholt, also Completo (der chilenische Hot-Dog mit Tomaten, Avocado und Mayonaise) und Empanadas.<\/p>\n<p>Soviel zu unserem Ausflug. Allgemein geht es mir mit meiner Schulsituation besser &#8211; ich nehme jetzt Montags immer an einer Folklorestunde teil und mache mich neben den Sch\u00fclern beim Gitarrespielen zum Affen. Au\u00dferdem habe ich mit meiner Betreuerin gesprochen und werde jetzt bei &#8222;Kino in der Schule&#8220; mithelfen, den Austausch mitbetreuen und die deutsche Version der Homepage machen, bzw. updaten. Yay. Ich habe jetzt auch meine 8. Klasse, die doch ein sehr hohes Sprachniveau haben und mit denen man gut arbeiten kann (auch wenn sie zum Teil ins Englische zur\u00fcck fallen, aber somit haben wir die erste offizielle plurilinguale Klasse von Chile, was definitiv meinen Fachdidaktikdozenten an der Uni gefallen w\u00fcrde).<\/p>\n<p>Au\u00dferdem habe ich jetzt Spanischunterricht, zusammen mit Rebecca und Julian, einem Sch\u00fcler aus der 10. Klasse, der auch f\u00fcr ein halbes Jahr hier ist. Alex, der Lehrer, ist sehr lustig und lebhaft, gestern mussten wir Ostereier suchen (aber als Professionelle deutsche Ostereiersucher war das nat\u00fcrlich kein Problem). Er ist auch einer der Chilenen, die ich verstehe, hurray.<\/p>\n<p>Dieses Wochenende ist \u00fcbrigens Semana Santa (Ostern. Und jetzt nicht von dem Ausdruck &#8222;Semana&#8220;, also Woche, verwirren lassen, wir haben nur einen Tag frei) und ich werde von Freitag bis Montag in Bariloche sein, mit Rebecca Timon besuchen und wandern gehen. Ich habe geh\u00f6rt, da soll es Seen und Vulkane geben, das lass ich mir nat\u00fcrlich nicht entgehen. Danach ist dann auch die Zeit umgestellt, wir werden dann also 6 Stunden voneinander entfernt sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sooo, diesmal ein Eintrag ohne ein einziges \u00a0Thema, sondern mit mehrern. Erst mal: mein Wochenende. Ich war mit Rebecca im Nationalpark Puyehue (einen chilenischen Peso f\u00fcr denjenigen, der das auf den ersten Blick richtig ausspricht, ausgenommen Mapuche und Chilenen nat\u00fcrlich). 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