{"id":89,"date":"2014-10-09T15:29:37","date_gmt":"2014-10-09T13:29:37","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/selamatdatang\/?p=89"},"modified":"2014-10-17T18:50:09","modified_gmt":"2014-10-17T16:50:09","slug":"ueberfaellig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/selamatdatang\/2014\/10\/09\/ueberfaellig\/","title":{"rendered":"\u00dcberf\u00e4llig."},"content":{"rendered":"<p>Meine Damen und Herren, es folgen nun die neusten Nachrichten.<br \/>\nW\u00e4hrend einer zweiw\u00f6chigen Schreibblockade meinerseits, \u00fcberst\u00fcrzten sich die Ereignisse im beschaulichen Malaysia nahezu. Ganz nach dem Motto &#8222;der fr\u00fche Vogel f\u00e4ngt den Wurm&#8220; begannen engagierte ElterInnen, LehrerInnen und die Assistentinnen (<em>hier ist tats\u00e4chlich nur die weibliche Form n\u00f6tig, da der einzige m\u00e4nnliche Assistent sich gedr\u00fcckt hat) <\/em> der deutschen Schule bereits am letzen Septemberwochenende mit den Bastelarbeiten f\u00fcr den Charity-Weihnachtsmarkt der Deutschen Community. Bei br\u00fctender Hitze wurden Plastiktannenzweige geschnitten und Adventskr\u00e4nze geflochten. Auf das Abspielen von Weihnachtsmusik wurde aus naheliegenden Gr\u00fcnden bisher verzichtet. Mein dr\u00f6hnender Sch\u00e4del, eine Folge eines lustigen Abends im Nachtleben von KL, war mehr als dankbar daf\u00fcr.<br \/>\nZus\u00e4tzlich zu den normalen Ereignissen des Alltags, wurden f\u00fcr die Grundsch\u00fcler der DSKL Projekttage abgehalten &#8211; inhaltlich wurde die Transkultualit\u00e4t vermittelt, angepriesen wurden sie\u00a0 unter dem knackigen Titel: &#8222;Our earth is home for all&#8220;.<br \/>\nMit gro\u00dfer Begeisterung malten die f\u00fcnf bis zehnj\u00e4hrigen mit Fingerfarben, bastelten Weltkugeln, sangen das &#8222;Lied vom Frieden&#8220; und exkusierten am Donnerstag, den 2.10, ins Batikmuseum Kuala Lumpur. Nicht nur 70 strahlende Kinder schwangen hochkonzentriert die Pinsel, auch Mitglieder des Kollegiums batikten Eulen, Katzen und Fische als Dekoration f\u00fcr ihre jeweiligen Klassen. Nicht ganz ohne Stolz sei hier mein eigener k\u00fcnstlerischer Durchbruch erw\u00e4hnt, ein Fotobeweis ist am Schluss dieses Posts zu sehen!<br \/>\nEin durchaus erquickender Tag, der angesichts der geballten Grundsch\u00fcler-Energie jedoch mit einem fr\u00fchen Zubettgehen und tiefem Schlaf endete.<br \/>\nAm 3. Oktober, Deutschlands h\u00f6chstem Feiertag, wurde die Vereinigung von Ost- und West nicht nur mit den Sch\u00fclern der Klassen f\u00fcnf bis zw\u00f6lf sowohl in Projektgruppen, als auch auf dem Pausenhof thematisiert, sondern am sp\u00e4teren Abend auch in einer gewissen Wohngemeinschaft am Stadtrand.<br \/>\nDa am darauffolgenden Sonntag mal wieder ein Feiertag gefeiert wurde, kamen auch Sch\u00fclerInnen und LehrerInnen der Deutschen Schule in den Genuss eines langen Wochenendes. Es zog vier (aber irgendwie auch sechs) wanderw\u00fctige Seelen in die nahe, weite Ferne. Nahe der Stadt Ipoh, welche aufmerksamen Lesern bereits ein Begriff sein d\u00fcrfte, liegen die Cameron Highlands, welche mit zu den k\u00fchlsten Orte Malaysias z\u00e4hlen. Und die Temperaturen fielen merklich mit jedem H\u00f6henmeter. Die Sch\u00f6nheit des Regenwaldes, gepaart mit der Begeisterung \u00fcber kleine Obst-\/Baskst\u00e4nde am Stra\u00dfenrand der Serpentinen l\u00f6ste bei der Besatzung des, nicht klimatisierten, Jeeps Begeisterung aus und boten den Auftakt f\u00fcr ein erholsames und sch\u00f6nes Wochenende. Die Teeplantagen, Erdbeerfelder (!), Waldwege und auch ein \u00fcberaus gem\u00fctlich eingerichteter Starbucks boten ein abwechslungsreiches, jedoch nicht \u00fcberforderndes Program. Zudem trafen wir noch unsere Kollegin Sophie mit ihrem Freund. Durch ungew\u00f6hnlich starke Regenf\u00e4lle und nahezu arktischen Temperaturen von nur 18 bis 24 Grad war die Couch eines gem\u00fctlichen Hostels f\u00fcr die Abende der Place-to-be der Gegend und der \u00f6rtliche Kamillentee das It-Getr\u00e4nk schlechthin.<br \/>\nAuf jedes Wochenende folgt bekanntlich eine Arbeitswoche, welche nicht weiter auff\u00e4llig verlief. Am Donnerstag um 15.15 Uhr \u00f6ffneten sich die T\u00fcren der Aula f\u00fcr die allererste Auff\u00fchrung der Tanz-AG &#8211; ein kurzer Tanz auf &#8222;Hier kommt die Maus&#8220; von Stefan Raab. Nicht nur die tanzenden Sch\u00fclerInnen waren stolz wie Oskar, auch ich war ger\u00fchrt vom Anblick &#8222;meiner Kleinen&#8220; dort oben, wie sie strahlten und sich bem\u00fchten jede Bewegung im Takt auszuf\u00fchren. Erstaunlich, wie sehr die Sch\u00fcler einem in kurzer Zeit ans Herz wachsen k\u00f6nnen, ich m\u00f6chte mir gar nicht ausmalen wie dies am Ende des Schuljahres sein wird.<br \/>\nAuch das zweite Wochenende war stressig, jedoch auf die bestm\u00f6gliche Art: den Freitag lie\u00df ich gemeinsam mit einigen Kollegen gem\u00fctlich beim Essen in Bangsar ausklingen, am Samstag zerrte Nadia mich in &#8222;Annabelle&#8220;, wir shoppten (endlich mal wieder) auf den CentralMarket und in ChinaTown und am Abend lud Sophie (Lehrerin) zum BurgerEssen ein. Ein Abend voller Gel\u00e4chter, der in den fr\u00fchen Morgenstunden im &#8222;The Roof&#8220; endete &#8211; ein recht eleganter Club, dessen aufgetakelten Besuchern man mit einer Portion Humor begegnen sollte. Jedes Coctailkleid in Ehren, aber in meinen Augen sind einige Kleider dann doch etwas too much.<br \/>\nAm Sonntag regnete es gef\u00fchlt den gesamten Tag durch und ich entschied mich gegen jede Aktivit\u00e4t, f\u00fcr einen kleinen Stapel DVDs und meinen Reisef\u00fchrer. Denn am Freitag beginnen bereits die Herbstferien und am Samstag mache ich mich auf nach Hanoi, wo ich Louisa, Maja und Sylvia einen Besuch abstatten werde. Ich freue mich schon sehr darauf und kann es kaum abwarten endlich in den Flieger zusteigen!<br \/>\nTrotz ohnehin bereits chronischem Schlafmangel &#8211; 7 Stunden Schlaf sind hier nicht das gleiche und f\u00fchlen sich an wie 5 1\/2 &#8211; liege ich nun im Bett und tippe diese Zeilen. Absenden werde ich sie morgen, da ich nach wie vor kein WLAN in der Wohnung habe. Es darf aber damit gerechnet werden, dass dies in den n\u00e4chsten 6 Wochen noch eingerichtet wird. Derweil \u00fcbe ich mich in Verzicht &#8211; es hei\u00dft ja nicht umsonst &#8222;In der Ruhe liegt die Kraft.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/selamatdatang\/files\/2014\/10\/IMG_3431.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/selamatdatang\/files\/2014\/10\/IMG_3431.jpg\" alt=\"IMG_3431.JPG\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/selamatdatang\/files\/2014\/10\/IMG_3408.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/selamatdatang\/files\/2014\/10\/IMG_3408.jpg\" alt=\"IMG_3408.JPG\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/selamatdatang\/files\/2014\/10\/IMG_3424.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/selamatdatang\/files\/2014\/10\/IMG_3424.jpg\" alt=\"IMG_3424.JPG\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/selamatdatang\/files\/2014\/10\/IMG_3509.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/selamatdatang\/files\/2014\/10\/IMG_3509.jpg\" alt=\"IMG_3509.JPG\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Damen und Herren, es folgen nun die neusten Nachrichten. 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