{"id":84,"date":"2012-09-29T17:22:15","date_gmt":"2012-09-29T23:22:15","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/sassiincartagena\/?p=84"},"modified":"2012-09-29T17:39:17","modified_gmt":"2012-09-29T23:39:17","slug":"zwischen-sprachunterricht-und-strand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/sassiincartagena\/2012\/09\/29\/zwischen-sprachunterricht-und-strand\/","title":{"rendered":"Zwischen Sprachunterricht und Strand"},"content":{"rendered":"<p>Puh, die letzten zwei Wochen waren ganz sch\u00f6n anstregend, daf\u00fcr, dass in Kolumbien die Arbeitsmoral ja eher etwas l\u00e4ssiger ist. Am 17. September fing die deutsche Woche an der Universidad Tecnol\u00f3ciga de Bolivar an, die wir organisiert hatten. Das hei\u00dft im Klartext: Pr\u00e4sentation &#8222;10 Gr\u00fcnde warum man Deutsch lernen sollte&#8220;, Minisprachkurse, deutsche Filmnachmittage, Kartoffelsalat und W\u00fcrstchen verkaufen (wo ich die deutsche K\u00fcche ja so liebe \ud83d\ude09 ) und letztendlich Promotion f\u00fcr unsere Kurse und nat\u00fcrlich das Konzert von Kraftklub &#8211; kr\u00f6nender Abschluss der Woche. Die Promotour lief so ab, dass wir in zwei nagelneuen VWs durch Cartagena gefahren wurden und T-Shirts und Flyer verteilt haben.<\/p>\n<p>Naja, aber nach der eh schon anstrengenden Woche ging es dann ja erst richtig los: Die Band vom Flughafen abholen, Catering organisieren, Transporte begleiten &#8211; und einfach daf\u00fcr sorgen, dass alles l\u00e4uft und alle stets ein L\u00e4cheln auf den Lippen haben. Das kann ganz sch\u00f6n schlauchen und am Ende war ich auch echt groggy &#8211; aber irgendwie hat es doch verdammt Spa\u00df gemacht und das Konzert, welches im kolonialen Innenhof des spanischen Kulturhauses sch\u00f6n mit Palmen und so stattfand, war der Oberhammer! Interessant wie ein Publikum abgehen kann, wenn es die Texte nicht versteht \ud83d\ude00<\/p>\n<p>Belohnt wurde die Arbeitswoche dann mit einem Ausflug am Sonntag zum Playa Blanca, einem wundervollen karibischen Strand, der auf der Isla de Bar\u00fa liegt und nur eine Stunde mit dem Boot von Cartagena entfernt ist. Cocktails aus Kokosn\u00fcssen, t\u00fcrkisfarbenes Wasser, lecker frischen Fisch und endlich mal ein wenig braun werden. Da wird man auch trotz 2 Stunden Schlaf nicht m\u00fcde.<\/p>\n<p>Diese Woche gingen dann die neuen Sprachkurse los und ich muss ab jetzt auch ran. Es ist sehr interessant seine Muttersprache anderen beizubringen. Man f\u00fchlt sich zwar etwas idiotisch weil man\u00a0\u00a0 d\u00a0 i\u00a0 e\u00a0\u00a0\u00a0 g\u00a0\u00a0 a\u00a0\u00a0 n\u00a0 z\u00a0 e\u00a0\u00a0 Z\u00a0\u00a0 e\u00a0 i\u00a0\u00a0 t\u00a0\u00a0\u00a0 g\u00a0 a\u00a0 n\u00a0 z\u00a0\u00a0 l\u00a0 a\u00a0 n\u00a0 g\u00a0 s\u00a0 a\u00a0 m\u00a0\u00a0 s\u00a0 p\u00a0 r\u00a0 i\u00a0 c\u00a0 h\u00a0 t, aber da man die deutsche Grammatik ja nie so gelernt oder hinterfragt hat, lernt man seine Muttersprache quasi neu und alle W\u00f6rter kommen einem pl\u00f6tzlich komisch vor. W\u00e4re sch\u00f6n, wenn die Sch\u00fcler meine Begeisterung teilen w\u00fcrden. Vielleicht tun sie das auch, aber deutsche P\u00fcnktlichkeit gibt es hier halt nicht, Hausaufgaben werden \u00fcberbewertet und im Unterricht telefonieren ist auch normal. Alles nicht sooo das Ding, aber die wollen ja die Pr\u00fcfung bestehen und daf\u00fcr muss ich nunmal das Buch durchgehen&#8230; und nat\u00fcrlich mache ich mir dann wieder mehr Gedanken als andere, aber das pendelt sich auch schon ein. Jedenfalls macht Deutsch als Fremdspreche unterrichten mir mehr Spa\u00df, als ich angenommen hatte. Besonders nat\u00fcrlich, wenn ein Sch\u00fcler erw\u00e4hnt, dass er ein aktuelles deutsches Lied kennt und man dann den Text von &#8222;Du&#8220; von Cro durchsprechen kann und die Sch\u00fcler pl\u00f6tzlich zu deutschen Rappern werden&#8230; naja, die sprechen jedes letzte Wort eines Verses aus&#8230;<\/p>\n<p>So viel erstmal zu meinen letzten Wochen. W\u00fcrde gern mal wieder im Waagenbau feiern gehen, n Fischbr\u00f6tchen aufm Fischmarkt essen und den Ausblick von meine Balkon genie\u00dfen &#8211; aber das alles l\u00e4uft ja auch nicht weg.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sassiincartagena\/files\/2012\/09\/IMG_5473.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-90\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sassiincartagena\/files\/2012\/09\/IMG_5473-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sassiincartagena\/files\/2012\/09\/IMG_5473-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/sassiincartagena\/files\/2012\/09\/IMG_5473.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sassiincartagena\/files\/2012\/09\/IMG_5501.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-91\" 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