{"id":116,"date":"2018-12-28T10:30:42","date_gmt":"2018-12-28T09:30:42","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/?p=116"},"modified":"2018-12-28T10:30:42","modified_gmt":"2018-12-28T09:30:42","slug":"hejnice-war-echt-nice","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/2018\/12\/28\/hejnice-war-echt-nice\/","title":{"rendered":"Hejnice war echt nice"},"content":{"rendered":"<p>Es ist 8.56 Uhr und anders als vor gut einer Woche sitze ich diesmal am Flughafen und tats\u00e4chlich, ich bekomme meinen Flug. Russland wartet, neue Abenteuer und Erfahrungen und Verr\u00fccktheiten warten und das ich mir jetzt tats\u00e4chlich Gedanken machen kann, welchen Teil des Landes ich in den n\u00e4chsten zweieinhalb Monaten noch besichtige, scheint mir selbst schon wieder zu sch\u00f6n um wahr zu sein. Im Grunde habe ich das Gef\u00fchl, meine Stadt noch einmal v\u00f6llig neu kennen lernen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Blick vorw\u00e4rts verlangt aber auch den Blick zur\u00fcck und ich schulde meinen tausenden und abertausenden von Lesern nat\u00fcrlich noch den obligatorischen Zwischenseminar-Post. Was hat sich getan in diesen f\u00fcnf Tagen in Tschechien?<\/p>\n<p><b>Erster Gedanke: Wo zur H\u00f6lle haben die uns denn jetzt schon wieder hinverfrachtet?<\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_123\" style=\"width: 333px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/IMG-20181205-WA0002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-123\" class=\"wp-image-123\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/IMG-20181205-WA0002-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"323\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/IMG-20181205-WA0002-768x1024.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/IMG-20181205-WA0002-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/IMG-20181205-WA0002-1x1.jpg 1w, https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/IMG-20181205-WA0002.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 323px) 100vw, 323px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-123\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Ein Teil des Teils der Tingel-Tangel-Gruppe nach Hejnice. Wir hatten ja noch keine Ahnung auf was wir uns samt unseren 100 Koffern eingelassen hatten. <\/strong><\/p><\/div>\n<p>\u00c4hnlich wie bereits beim Vorbereitungsseminar rief die Erw\u00e4hnung des \u00d6rtchens Hejnice erst einmal Irritationen hervor. Wat? Und wo soll das liegen? Tschechien, haben wir dann erfahren und praktischerweise hatten die Russen auch mit der tschechischen Homezone das Zwischenseminar. Das wussten wir zwar bereits schon am Werbellinsee, wo man sich an einem Abend auch zusammengesetzt hat, aber es war eine sch\u00f6ne M\u00f6glichkeit, sich doch noch ein bisschen besser kennenzulernen.<\/p>\n<p>Hejnice, einst Haindorf oder wie wir es genannt haben: Hej-nice (man achte auf die Intonation!) liegt etwa sechzehn Kilometer von Liberec entfernt, was wiederrum nahe der deutsch-tschechischen Grenze liegt. Inmitten des Isergebirges, sehr idyllisch aber auch sehr weit vom Schuss und allein unsere Anreise war ein Abenteuer f\u00fcr sich: Zu zweit mit dem Bus von Berlin nach Dresden, zu f\u00fcnft mit dem Zug nach Zittau, zu siebt mit einem weiteren Zug nach Liberec und von dort dann noch mit der Minibahn nach Hejnice. Eine Schrecksekunde gab es, als die Bahn auf einmal anfing, r\u00fcckw\u00e4rts zu fahren und wir schon der festen Meinung waren jetzt geht\u2019s zur\u00fcck nach Liberec, aber sie hat dann doch einen Schlenker gemacht. Und dann standen wir am Bahnhof und dachten erst einmal: Toll. Die Kulisse war nicht unbedingt einladend, nebelverhangene Berge, Nieselregen und auf den ersten Blick Trostlosigkeit in Ortsform. Tats\u00e4chlich aber kann das seinen Reiz haben \u2013 wie ich zwei Abs\u00e4tze weiter unten erl\u00e4utern will.<\/p>\n<p><b>Zweiter Gedanke: Hey ihr Pappnasen, sch\u00f6n euch wieder zu sehen!<\/b><\/p>\n<p>So wenig Lust ich in den Wochen davor auf das Zwischenseminar hatte, so gro\u00df war meine Freude, als ich nach und nach meine Homies begr\u00fc\u00dfen durfte. Gott sei Dank bin ich ja nicht allein in Petersburg unterwegs, aber es ist doch etwas ganz anderes, alle auf einen Schlag wieder zu haben. Die Ausgangssituation war nur bedingt mit dem Werbellinsee vergleichbar und das hat mir so gut gefallen: Ich habe meine Schwierigkeiten damit, neue Leute kennen zu lernen und dass ich diese elf nicht nur alle schon kannte, sondern wir Gott sei Dank auch in der Lage waren unsere Erfahrungen zu teilen, darauf war ich schon unheimlich gespannt. Und au\u00dferdem sind wir einfach eine super Truppe, die sich untereinander gut versteht, ohne einzelne Personen zu sehr einzuengen, eine sehr gesunde Gruppendynamik also.<\/p>\n<p>Sehr froh war ich um die M\u00f6glichkeit, mir die Geschichten der tschechischen Freiwilligen anzuh\u00f6ren und Vergleiche zu unserer Situation anzustellen und ein bisschen beneidet habe ich sie schon, denn wer im Schengenraum seine Einsatzstelle hat muss nicht einmal halb so viel Papierkram und Gerenne bew\u00e4ltigen wie wir. Aber andererseits kann ich auch gut verstehen dass der Aufenthalt im direkten Nachbarland von Zeit zu Zeit ein bisschen unbefriedigend sein kann. Ich fand es sehr aufschlussreich wie die einzelnen kulturweitler mit den schwierigen Seiten des Freiwilligendienstes umgehen und egal, wie unterschiedlich die Bew\u00e4ltigungsstrategien aussehen, wie vielf\u00e4ltig die Probleme, irgendwie schafft es doch jeder, zurechtzukommen und sich selbst zu helfen. Das gilt schlie\u00dflich auch f\u00fcr mich und es tat gut, \u00fcber den schwierigen Start in meinen Aufenthalt zu sprechen, mehr noch aber zu h\u00f6ren, das es nicht nur mir so ging.<\/p>\n<p><b>Dritter Gedanke: Eigentlich finde ich Hejnice doch nicht so schlecht<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181206_102343-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-120 aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181206_102343-1-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"549\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181206_102343-1.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181206_102343-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181206_102343-1-768x432.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181206_102343-1-2x1.jpg 2w\" sizes=\"(max-width: 549px) 100vw, 549px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie gesagt waren wir f\u00fcnf Tage von Bergen und W\u00e4ldern und einem auf den zweiten Blick doch recht charmanten \u00d6rtchen umgeben. Ich habe mich an den Schwarzwald erinnert gef\u00fchlt, eine Gegend die ich sehr liebe und das hat mir unseren Aufenthaltsort dann doch schmackhaft gemacht. An den Bergh\u00e4ngen hinauf und hinunter schl\u00e4ngeln sich Stra\u00dfen und Fu\u00dfwege und es gibt Wanderpfade zu den verschiedenen Aussichtspunkten, zu einem davon haben wir uns am letzten Tag auch aufgemacht. Bereits in den Tagen zuvor haben wir immer wieder die Pausen genutzt, um Hejnice zu Fu\u00df zu erkunden, allein oder in der Gruppe, auch mal des Abends, wenn sich hoch oben am Waldrand kaum ein Ger\u00e4usch vernehmen l\u00e4sst au\u00dfer dem Wind und es kaum etwas zu sehen gibt au\u00dfer die Lichter hinter den Fenstern und den Sternen \u00fcber uns. Es \u00fcberrascht mich immer wieder, wie nah so sch\u00f6ne, reizvolle Landstriche liegen, aber wie wenig ich doch \u00fcber unsere Nachbarl\u00e4nder wei\u00df.<\/p>\n<p><b>Vierter Gedanke: Du. Darfst. Nicht. Einschlafen.<\/b><\/p>\n<p>Die Krux an Seminaren ist, dass man die meiste Zeit in der Gegend herumsitzt und den Kopf anstrengen muss. Im Grunde fand ich die Inhalte des Seminars nicht uninteressant, aber es ist eben nichts, wor\u00fcber man sich zu einem anderen Zeitpunkt nicht schon einmal Gedanken gemacht h\u00e4tte und es war verdammt anstrengend manchmal. Nicht k\u00f6rperlich, eigentlich nicht einmal geistig, aber langes Sitzen, aufmerksames Zuh\u00f6ren, Diskussionen, Brainstorming, das schlaucht auf die Dauer eben doch. Vor allem, weil wir Abends immer lange zusammengesessen sind und es morgens verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig fr\u00fch losging. Manche hatten auch mit dem Zeitunterschied zwischen ihrem Einsatzort und Hejnice zu k\u00e4mpfen. Im Nachhinein bin ich froh f\u00fcr den ganzen Input, aber zwischendrin dachte ich mir schon \u201eMaaaaan, ich will mich doch einfach nur f\u00fcnf Minuten hinlegen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_122\" style=\"width: 372px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181203_164810.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-122\" class=\"wp-image-122\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181203_164810-576x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"362\" height=\"644\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181203_164810.jpg 576w, https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181203_164810-300x533.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181203_164810-1x1.jpg 1w\" sizes=\"(max-width: 362px) 100vw, 362px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-122\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Gelegenheiten zum Reflektieren &#8211; wirklich interessant, aber auf Dauer eben doch anstrengend. <\/strong><\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>F\u00fcnfter Gedanke: Argh, Visum, $&amp;\u00a7)\u201c=!\u00a7&amp;$, Visum, argh!!!<\/b><\/p>\n<p>Nun, da ich zehntausend Meter \u00fcber Polen durch die Wolken schwebe, kommen wir zu dem unangenehmen Teil der ganzen Sache: Visaangelegenheiten. Die Frage, ob unsere Antr\u00e4ge durchgehen oder nicht hing wie ein Damoklesschwert \u00fcber der ganzen Veranstaltung und wie nicht anders zu erwarten traten an der ein oder anderen Stelle Probleme auf. Vier von zw\u00f6lf Russlandfreiwilligen wurden abgelehnt, wegen, ja, weil hat. Ich zumindest hab das Problem bis zuletzt nicht so richtig verstanden und was mich am meisten aufregt ist, dass eine Freiwillige \u00fcberhaupt nicht mehr nach Russland geht. Nicht nur, dass ich jetzt nicht mehr die Chance habe, sie zu besuchen, es tut mir vor allem leid, weil sie nach Russland <i>wollte<\/i>. Sie wollte sich ihre eigene Meinung von diesem Land bilden, anders als ich, die sich \u00fcberall h\u00e4tte hinverfrachten lassen und nur zuf\u00e4llig in ihrem heimlichen Favoriten gelandet ist. Nat\u00fcrlich hat es seinen Reiz nun noch drei Monate in einer anderen Einsatzstelle in einem anderen Land zu verbringen, aber schade ist es trotzdem. Und unn\u00f6tig obendrein, es geht hier immer noch um junge Leute, die einen Freiwilligendienst leisten. Warum behandelt man gerade die, als w\u00e4ren sie verd\u00e4chtige Subjekte die das Land infiltrieren wollen?<\/p>\n<p>Ein gutes hatte die Sache aber trotzdem: Ein richtig sch\u00f6nes, solidarisches Frustsaufen mit den anderen Abgelehnten. Seitdem freue ich mich total, das ganze an Silvester fortzusetzen, wenn fast die ganze Homezone zum Feiern nach Petersburg kommt.<\/p>\n<p><b>Sechster Gedanke: Ich liebe Geschichte einfach, gebt mir mehr!<\/b><\/p>\n<p>Mein Highlight des Zwischenseminars? Der vorletzte Tag, der ganz der deutsch-tschechischen Vergangenheit gewidmet war. Eine Mitarbeiterin der Organisation\u00a0<a href=\"http:\/\/www.antikomplex.cz\/de\">Antikomplex<\/a> hat am Vormittag mit uns \u00fcber die vielf\u00e4ltigen historischen Beziehungen zwischen diesen beiden L\u00e4ndern geredet, besonders im Bezug auf Hejnice und das Isargebirge, wir haben den \u00f6rtlichen Friedhof besucht und hatten dazwischen immer wieder den Raum, unseren eigenen Gedanken zu dieser schwierigen und unendlich faszinierenden Thematik nachzuh\u00e4ngen. Und dann kam der Nachmittag, als eine Zeitzeugin, die aus Hejnice stammt und dort heute noch lebt, uns quasi ihre Geschichte erz\u00e4hlt hat. Diese Frau kam rein und ich hab mich direkt verliebt, sie hat mich einfach so sehr an meine eigene Oma erinnert. Doch egal, wie gerne ich ihr zugeh\u00f6rt habe und wie sehr ich sie nach ein paar Minuten ins Herz geschlossen hatte, als sie von den Vertreibungen und ihren Erinnerungen an den Anschluss und das Kriegsende erz\u00e4hlt hat und selbst kurz mit den Tr\u00e4nen k\u00e4mpfen musste, da w\u00e4re ich lieber herausgegangen, weil ich diese Geschichten in einer \u00e4hnlichen Form eben schon einmal geh\u00f6rt hatte und es mich mitten ins Herz getroffen hat. Trotzdem m\u00f6chte ich dieses Gespr\u00e4ch, bzw. ihre Erz\u00e4hlung nicht missen. Ich bin im Gegenteil unendlich dankbar, dass es Leute gibt, die dar\u00fcber reden m\u00f6chten und das ich ihnen zuh\u00f6ren darf.<\/p>\n<p><b>Siebter Gedanke: Was das Gehen angeht&#8230;<\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_121\" style=\"width: 516px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181205_121447.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-121\" class=\"wp-image-121\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181205_121447-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"506\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181205_121447.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181205_121447-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181205_121447-768x432.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/sarahgoeseast\/files\/2018\/12\/20181205_121447-2x1.jpg 2w\" sizes=\"(max-width: 506px) 100vw, 506px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-121\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Bei diesem Ausblick kamen Heimatgef\u00fchle hoch&#8230;<\/strong><\/p><\/div>\n<p>Ich habe eine faszinierende Erkenntnis \u00fcber mich selbst gewonnen: Je gr\u00f6\u00dfer mein innerer Widerstand ist, einen Ort wieder verlassen zu m\u00fcssen, desto sch\u00f6ner war es dort. Trotz aller Vorfreude auf Zuhause, ich wei\u00df ganz genau das ich im Februar bittere Tr\u00e4nen vergie\u00dfen werde bei dem Gedanken daran, Petersburg endg\u00fcltig verlassen zu m\u00fcssen. Letzte Woche, als ich mit den Nerven so runter war das ich nur noch heim wollte, fiel es mir nicht im Geringsten schwer, Berlin zu verlassen, weil Berlin in diesem Moment einfach nur das pure Grauen f\u00fcr mich war. Aber heute, als ich mich ins Flugzeug gesetzt habe, war mir doch etwas weh ums Herz, weil ich Berlin einfach so gerne mag. Und nat\u00fcrlich freue ich mich auf alles, was n\u00e4chstes Jahr kommt, aber da gibt es doch immer wieder das Gehen und das f\u00e4llt mir eben manchmal so schwer wie aus Hejnice abzureisen. Wir hatten eine wirklich tolle Zeit und im Nachhinein beweist sich mal wieder, dass meckern eben meckern ist und erleben etwas ganz anderes und das das eine Angewohnheit ist, die ich hoffentlich irgendwann einmal verliere \u2013 immer das schlechteste annehmen und motzen, statt zur\u00fccklehnen und abwarten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist 8.56 Uhr und anders als vor gut einer Woche sitze ich diesmal am Flughafen und tats\u00e4chlich, ich bekomme meinen Flug. 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