{"id":44,"date":"2017-09-20T22:40:35","date_gmt":"2017-09-20T18:40:35","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/sakartveloplaceforkartvelisandcarla\/?p=44"},"modified":"2017-10-07T21:23:40","modified_gmt":"2017-10-07T17:23:40","slug":"1-wochenende-und-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/sakartveloplaceforkartvelisandcarla\/2017\/09\/20\/1-wochenende-und-folgen\/","title":{"rendered":"6-  1. Wochenende und Folgen"},"content":{"rendered":"<p>Mein erstes Wochenende hier verlief sehr ereignisreich und mit weitreichenden Folgen!<\/p>\n<p>Freitagabend lie\u00dfen wir uns von unserer georgischen Freundin und ihren zwei Cousins an den Lisi-See entf\u00fchren. Sie brachte auch ihren kleinen Sohn mit und wir unseren Freund aus Kutaissi. Er schloss schon bei unserer Abfahrt mit dem einen Cousin Freundschaft, der f\u00e4hrt n\u00e4mlich ein ziemlich schnelles Auto und es gen\u00fcgte ein bewundernder Blick, dann begannen sie mit ihren Sprachbrocken zu fachsimpeln. Wir M\u00e4dels auf der R\u00fcckbank am\u00fcsierten uns k\u00f6niglich. Generell hatten wir einen sehr sch\u00f6nen Abend beim Spaziergang im Dunkeln um den See. Es scheint eine beliebte Abendbesch\u00e4ftigung hier zu sein, denn die Parkpl\u00e4tze waren ziemlich voll, aber um den See herum verl\u00e4uft es sich ganz angenehm.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter nahmen sie uns noch mit zu einer Bar am Turtle-Lake. Die drei schienen die ganze Stadt zu kennen, denn auf dem Weg dahin hielten wir immer wieder an, um Leuten Hallo-zusagen, einige wurden ins Auto gepackt und mitgenommen. Am Schildkr\u00f6tensee angekommen bekamen wir eine erstklassige Einf\u00fchrung in die georgische (Trink-)Kultur. Von uns M\u00e4dels wurde zwar nicht erwartet viel mit zu trinken, uns wurde aber der allererste Trinkspruch, den unser deutscher Freund aus Kutaissi zum besten geben musste, gewidmet!<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen wurde unser Traum von der eigenen Zimmert\u00fcr und Kofferchaos in einem ordentlichen Schrank aufr\u00e4umen endlich wahr! Bis sp\u00e4testens 13 Uhr sollten wir aus der \u00dcbergangs-Einzimmerwohnung aus und in unser Schloss f\u00fcr die n\u00e4chsten 6 Monate einchecken.<\/p>\n<p>Die neue Wohnung ist wirklich sch\u00f6n und sehr gro\u00dfz\u00fcgig. Wir haben zwei Schlafzimmer mit eigenem Bad, eine K\u00fcche, ein Wohnzimmer, insgesamt drei kleine Balkone und noch ein Bad am Ende eines ger\u00e4umigen Flurs. In Kombination mit drei M\u00e4dels mussten wir erst einmal eine Runde Knobeln und ganz viele M\u00f6bel und Kissen umverteilen bis die R\u00e4ume verteilt waren. Ich bin nun stolze Besitzerin des gro\u00dfen Wohnzimmers mit Balkon, indem ich mir sowohl ein gem\u00fctliches Eck mit Bett, Schreibtisch und Kommode f\u00fcr mich als auch ein Gammler-Eck mit zwei Sofas und vielen Kissen f\u00fcr WG-Kriegsrat oder andere Treffen gemacht habe.<\/p>\n<p>Beim ersten Mittagessen waren wir schon so begeistert und fanden unser Ergebnis des exzessiven M\u00f6belr\u00fcckens so cool, dass wir gleich mal euphorisch allen anderen Georgien-Freiwilligen*innen von der Wohnung vorschw\u00e4rmten und sie f\u00fcr den Abend zu uns einluden ( wir sind zu siebt in Tbilissi, eine in Batumi und einer eigentlich in Kutaissi). Als Einstands-Geschenke bekamen wir ein bisschen georgischen Chacha und viele Schokoladenkekse mitgebracht mit dem wir auf unsere Wohnung anstie\u00dfen, von der sich alle geb\u00fchrend begeistert zeigten. Sp\u00e4ter fuhren wir noch mit der Metro in die Innenstadt und fanden ein Restaurant wieder, das die Anderen von locals kannten. Wir haben verschiedene georgische Spezialit\u00e4ten bestellt und alles geteilt, es war wirklich unglaublich gut!<\/p>\n<p>Dann kam der Sonntag, an dem wir erst mal ausschliefen und sp\u00e4ter zum n\u00e4chsten gro\u00dfen Supermarkt aufbrachen, der gl\u00fccklicherweise auch Sonntags ge\u00f6ffnet hat. W\u00e4hrend wir weg waren, besichtigten drei unsere kulturweit-Kumpanen*innen, so sehr begeistert vom gestrigen Abend, die Wohnung \u00fcber uns und machten gleich mal den Mietvertrag fest. Jetzt wohnen wir hier bald fast alle im selben Haus! Am Abend brachten wir drei unserer georgischen Freundin die erste Miete, wozu sie uns einen Eiskaffee anbot. Wir konnten nat\u00fcrlich nicht ablehnen und so nahm das Schicksal seinen Lauf&#8230; .<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielleicht war es wirklich nur das Leitungswasser, vielleicht andere ungewohnte Lebensmittel oder ein Infekt. Sicher ist, dass unsere ganze WG seit gestern zuhause herumliegt und bis in alle Ewigkeiten dem Eiskaffe abgeschworen hat!<\/p>\n<p>Ich hatte zum Gl\u00fcck am Montag, an dem es mir noch gut ging, einen ersten sehr sch\u00f6nen Arbeitstag, von dem ich noch erz\u00e4hlen k\u00f6nnte. Die Schule liegt im angrenzenden Vake-Viertel und ich kann sie mit der Marschrutka Nummer 4 ganz schnell erreichen. Die Sch\u00fcler schienen mir alle wohlerzogen, aber trotzdem aufgeweckt und auch interessiert an mir. Auch im Lehrerzimmer wurde ich sehr herzlich aufgenommen, ich erheiterte erst mal alle mit meinem &#8222;Mem kwia Carla&#8220; (ich hei\u00dfe Carla) und dann nannten mich alle ein \u201ekargi gogo\u201c (gutes M\u00e4dchen) und steckten mir Schokolade zu, die es hier zur Feier des 1. Tages \u00fcberall gab. Die eine Deutschlehrerin war sogar schon mal im sch\u00f6nen Aschaffenburg und erging sich in Lobeshymnen \u00fcber unser wundersch\u00f6nes Schloss und den guten Flammkuchen in der Schlossweinstube.<\/p>\n<p>Jetzt ist es bei mir Mittwochabend um kurz nach 10 und mir f\u00e4llt zum ersten Mal spontan nichts mehr ein, was ich vergessen habe. F\u00fcr den Blog war es wenigstens gut, dass ich mal zwei Tage nichts erlebt habe. Oder zumindest nichts, was irgendjemand lesen wollen w\u00fcrde!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein erstes Wochenende hier verlief sehr ereignisreich und mit weitreichenden Folgen! 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