{"id":173,"date":"2021-06-04T12:35:06","date_gmt":"2021-06-04T09:35:06","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/ruppmaenien\/?p=173"},"modified":"2021-06-04T12:35:06","modified_gmt":"2021-06-04T09:35:06","slug":"asteptari-vs-realitate-erwartungen-vs-realitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/ruppmaenien\/2021\/06\/04\/asteptari-vs-realitate-erwartungen-vs-realitaet\/","title":{"rendered":"a\u0219tept\u0103ri vs. realitate (Erwartungen vs. Realit\u00e4t)"},"content":{"rendered":"<p>M\u0103 numesc Nicole Rupp. Eu sunt din Germania \u0219i locuiesc \u00een Oradea. Und nach diesen anspruchsvollen S\u00e4tzen reflektiere ich jetzt meine sprachlichen F\u00e4higkeiten. Vorstellung und Wirklichkeit unterscheiden sich ja regelm\u00e4\u00dfig. Ich versetze mich also in mein Ich vom August 2020. Ich habe das Angebot von kulturweit akzeptiert und wei\u00df, dass es f\u00fcr mich nach Rum\u00e4nien geht. Ich denke \u00fcber ganz viele Dinge nach: Wohnung, Arbeit, Reisen, \u2026 und Sprache.<\/p>\n<p><u>Was ich mir zu diesem Zeitpunkt ausmale (=Erwartungen)<\/u><\/p>\n<p>Bestimmt kann ich mein Rum\u00e4nisch innerhalb mehrerer Wochen auf ein ordentliches Level bringen. Schlie\u00dflich bin ich gut in Latein und auch mein Spanisch ist vorhanden. Das ist beim Lernen dieser neuen romanischen Sprache sicherlich hilfreich. Sp\u00e4testens zur H\u00e4lfte meines Freiwilligendienstes sollte ich also in der Lage sein, die Leute um mich herum meistens einwandfrei verstehen. Auch besitze ich einen relativ gro\u00dfen Wortschatz und formuliere grammatikalisch einwandfreie S\u00e4tze. Nicht nur in der gesprochenen Sprache erlebe ich gro\u00dfe Verbesserungen, sondern auch in der geschriebenen. Au\u00dferdem habe ich ja eine ungarische Mitbewohnerin und wohne sehr nahe an der Grenze. Dadurch kann ich vielleicht auch ein paar Brocken Ungarisch mitnehmen. Ich werde einfach ein Vokabel- und Grammatikheft f\u00fchren und regelm\u00e4\u00dfig wiederholen, dann geht das mit den Lernfortschritten richtig schnell.<\/p>\n<p><u>Wie es in Wirklichkeit aussieht (=Realit\u00e4t)<\/u><\/p>\n<ul>\n<li>Ich kann S\u00e4tze formulieren, grammatikalisch korrekt sind sie nicht immer.<\/li>\n<li>Ich bin gut darin, mir Sachen aus dem Kontext zusammenzureimen.<\/li>\n<li>Ich benutze ziemlich oft H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe, um zu kommunizieren.<\/li>\n<li>Mimik und Gestik sagen viel \u00fcber den Inhalt des Gesprochenen aus.<\/li>\n<li>Telefonate sind deshalb schwieriger als pers\u00f6nliche Unterhaltungen.<\/li>\n<li>Zuh\u00f6ren ist viel einfacher als selbst zu sprechen.<\/li>\n<li>Ich verstehe gr\u00f6\u00dftenteils den Inhalt diverser Infotafeln.<\/li>\n<li>Dass ich auf Rum\u00e4nisch schreibe, kommt nur im Sprachunterricht vor.<\/li>\n<li>Meine Aussprache ist meiner Meinung nach gar nicht so schlecht.<\/li>\n<li>Trotzdem erkennen manche Leute schon an der Begr\u00fc\u00dfung, dass Rum\u00e4nisch nicht meine Muttersprache ist und antworten auf Englisch.<\/li>\n<li>Standard-Floskeln sind extrem wichtig.<\/li>\n<li>Wenn jemand etwas Unerwartetes sagt, bringt mich das aus dem Konzept.<\/li>\n<li>Gelungene Unterhaltungen auf Rum\u00e4nisch sind meine kleinen Alltagserfolge.<\/li>\n<li>Zum Thema: Ungarisch: reden wir einfach nicht dar\u00fcber.<\/li>\n<li>Naja doch: Ich kann ein paar Begr\u00fc\u00dfungen und bis 10 z\u00e4hlen. Das wars.<\/li>\n<\/ul>\n<p><u>Fazit<\/u><\/p>\n<p>Es l\u00e4uft, aber nicht so gut wie ich es erwartet habe. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind einfach: Ich lerne und wiederhole nicht oft genug selbst\u00e4ndig (eigentlich kommt das nur auf langen Zug-\/Busfahrten vor). Au\u00dferdem sprechen die meisten Menschen in meinem Umfeld entweder Deutsch oder Englisch, was viel bequemer f\u00fcr mich ist.<\/p>\n<p>Ich stelle also fest, dass meine Erwartungen nicht realistisch waren. Der Sprachunterricht ist hilfreich, trotzdem muss ich selbst Zeit investieren und \u00f6fter auf Rum\u00e4nisch reden, wenn ich besser werden will.<\/p>\n<p>Warum will ich das eigentlich? Ich m\u00f6chte mit den Leuten in der Landessprache kommunizieren. Ich mag diese Sprache. Ich mag die Melodik dahinter, ich mag die Besonderheiten. Zum Beispiel werden die bestimmten Artikel einfach hinten an die Substantive drangeh\u00e4ngt. Und nur weil da ein \u201ei\u201c steht, wird es nicht immer deutlich ausgesprochen. Das bringt interessante Herausforderungen.<\/p>\n<p>Obwohl der Gro\u00dfteil meines Freiwilligendienstes schon vorbei ist, schaffe ich es vielleicht noch, mit der Realit\u00e4t n\u00e4her an meine Erwartungen heranzukommen. Ich mache mir keinen Druck, aber vielleicht bin ich ja durch diese Reflektion motivierter. Mal abwarten \u2013 weitere Fortschritte w\u00e4ren jedenfalls \u201efoarte bine\u201c!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u0103 numesc Nicole Rupp. Eu sunt din Germania \u0219i locuiesc \u00een Oradea. Und nach diesen anspruchsvollen S\u00e4tzen reflektiere ich jetzt meine sprachlichen F\u00e4higkeiten. Vorstellung und Wirklichkeit unterscheiden sich ja regelm\u00e4\u00dfig. Ich versetze mich also in mein Ich vom August 2020. 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