Mehr Gegensatz geht nicht…

Hey zusammen!

Wie ihr bereits im letzten Beitrag erfahren habt, waren wir am Wochenende in der Hauptstadt Ungarns – Budapest.

Wir sind bereits am Freitag Abend mit dem Auto zuerst über unsere Sandstraße, dann über die Landstraße und schließlich über die Autobahn in Richtung Budapest aufgebrochen. Die Fahrt hat insgesamt nicht länger als 1 1/2 Stunden gedauert. Nur der Verkehr in der nicht weit entfernten Großstadt unterscheidet sich etwas von dem was wir hier gewohnt sind… Zum Glück haben wir ja ein ausländisches Kennzeichen, da werden plötzliche Spurwechsel oder Ähnliches schnell verziehen.

Budapest bei Nacht – einfach wunderschön

Freitag Abend haben wir dann auch direkt einen Spaziergang an die Donau gemacht und schon mal die Schaufenster von außen bewundert. Wohnen durften wir netterweise bei @budapestjulia, welche auch einen Freiwilligendienst mit Kulturweit macht, allerdings in einem Gymnasium und im Gegensatz zu uns für ein ganzes Jahr. So hatten wir das Glück in einer wunderschönen Altbauwohnung mitten im Zentrum mit Parkplatz direkt vor der Tür unterzukommen.

Ein typischer Innenhof im Herzen Budapests

Am Samstag Morgen ging es dann weiter entlang der Donau in Richtung des Burgviertels. Auf dem Weg dahin durften wir bei prachtvollem Wetter das Parlament sowie die Margaretenbrücke bewundern. Nach einer kleinen Stärkung ging es dann den Berg hinauf zur Fischerbastei und schließlich zum Burgpalast. Beides befindet sich auf dem Burgberg, von welchem man eine wunderschöne Aussicht auf das Donauufer des Stadtteils Pest hat.

Die Aussicht ist auch bei vielen Brautpaaren für das Fotoshooting beliebt

Danach ging es mit fünf anderen Freiwilligen in den neuen James Bond. Keine Angst, so gut Ungarisch können wir leider noch nicht, deshalb haben wir uns die englische Version angeschaut. Ohne zu spoilern können wir euch aber verraten, dass der neue Teil definitiv sehenswert ist und ganz viele Spekulationen über die Zukunft von 007 aufwirft 😉 . Den Abend haben wir dann im alten jüdischen Viertel mit veganen Burgern und Cocktails ausklingen lassen.

Ein letzter Eindruck vom zu Ende gehenden Samstag

Am nächsten Morgen haben wir uns dazu entschieden in ein sehr nettes Café frühstücken zu gehen, um danach weiter in Richtung Margareteninsel zu laufen.

Ein Frühstück im einem Innenhof eines netten kleinen Cafés sollte man sich nicht entgehen lassen..

Auf dieser haben wir uns mit noch mehr Freiwilligen aus Ungarn getroffen und gemeinsam gepicknickt. Initiiert wurde das Treffen von einer sehr lieben Ansprechperson, welche im Bereich des Auslandsschulwesen tätig ist. Nach zahlreichen Gesprächen, ganz viel gegenseitigem Austausch und dem Versprechen ein solches Treffen zu wiederholen, mussten wir uns dann doch auf den Heimweg dieser wunderschönen Reise machen.

Auf dem Rückweg auf der Margareteninsel in Richtung Straßenbahn

Das Wochenende war also ein voller Erfolg, da wir unsere Freunde vom Vorbereitungsseminar endlich einmal in Echt kennenlernen durften und gleichzeitig die um uns herum herrschende Stille gegen das pulsierende Leben einer Großstadt ausgetauscht haben!

Diese Woche durften wir bereits einige Daten für eine ganz neue Studie, welche sich mit unserer Haupttätigkeit hier im Nationalpark beschäftigt, sammeln und am Wochenende werden wir eine weitere neue Stadt entdecken dürfen. Wohin es geht und was was es mit der Studie auf sich hat, erfahrt ihr in den nächsten Beiträgen. Also seid gespannt!

Eure Stella und Helene

Das Haus in der Wildnis

Hey zusammen!

Wie versprochen erzählen wir euch heute von unserer momentanen Unterkunft, dem Förster Haus. Da das Haus sich mitten im Wald des Nationalparks befindet, kann man es auch als Haus in der Wildnis bezeichnen. Unsere nächsten Nachbarn sind vermutlich, abgesehen von den Waldbewohnern, die Kühe des nächsten Bauernhofes.

Unsere nächsten Nachbarn

Der Bauernhof befindet sich auf dem Weg zwischen Kunpeszér und dem Förster Haus. Kunpeszér ist das Dorf in dem wir auch angekommen sind. Es hat ca. 600 Einwohner, eine Bar und einen Tante-Emma-Laden. Wenn man von dort aus zum Förster Haus fährt, verlässt man die asphaltierten Straßen. Die Sandstraße führt zunächst, am Bauernhof vorbei, durch die Wiesenlandschaft des Nationalparks. Im zweiten Teil fährt man dann durch den Wald. Die Straße hat leider mehrere Unebenheiten, sodass man mit einem „normalen“ Auto lieber nur Schrittgeschwindigkeit fahren sollte. Wir brauchen also zur nächsten richtigen Straße ungefähr 20 Minuten mit dem Auto.

Der erste Teil der Straße durch die Wiesenlandschaft
Im zweiten Teil durch den Wald bis zum Förster Haus

Eigentlich ist die Beschreibung Haus in der Wildnis bzw. Förster Haus falsch, weil das Haus nicht ein Haus ist, sondern aus zwei Gebäuden besteht. Aber naja, ihr versteht ja wovon wir sprechen! Fangen wir mal mit dem größeren Gebäude an. Es gibt einen großen Raum, welcher in drei Teilbereiche eingeteilt werden kann. Im ersten Teilbereich ist der Flur, die „Vorratskammer“ sowie ein Abstellraum mit Kraftstoff für den Generator und den Arbeitsmaterialien wie zum Beispiel Handschuhe und Motorsäge.

Hier lagern die Lebensmittel und das Besteck

Im nächsten Teil befindet sich eine Art Seminarraum. Ein kleiner Raum mit zwei Tischen und Stühlen sowie dem Ofen. Dieser beheizt das gesamte Zimmer. Zugegebenermaßen müssen Stella und ich das Feuer machen aber noch ein bisschen üben 😉 …

Der Seminarraum, ein Vorhang trennt ihn von unserem Schlafzimmer
Der Ofen – unser bester Freund bei kaltem Wetter

Und im letzten Teil befindet sich das Schlafzimmer mit drei Hochbetten, welche wir momentan als Ablagen für Kleidung verwenden, da ein Schrank noch fehlt.

Stellas Bett mit kleinem Schreibtisch am Fenster
Helenes Bett und unser provisorischer Kleiderschrank

Im anderen Gebäude befindet sich der Raum mit dem Generator, das Badezimmer sowie „Victors Raum“. Victor ist ein Mitarbeiter hier im Nationalpark, er und andere Mitarbeiten nutzen den Raum häufig zum Arbeiten. Hier befindet sich der WLAN-Router (sehr wichtig! 😉 ), eine Küchenzeile (wir kochen allerdings nur mit Gas und haben leider keinen Ofen), ein Sofa und ein Schreibtisch.

Wasser für das Duschen erhitzen wir mithilfe des Boilers und einem Feuer
Küche mit Gasherd und Esstisch
Kleines Büro für administrative Arbeiten, welche allerdings eher im Direktorat des Nationalparks erledigt werden

Mittlerweile haben wir uns an das Leben hier in der Wildnis gewöhnt und genießen die letzten Sommertage. Heute haben wir bis zu 27 Grad!

Unsere Terrasse

Während der letzten Woche haben wir uns hier nicht nur eingelebt, sondern bereits viele neue Teile des Nationalparks kennengelernt. Welche genau zeigen wir euch beim nächsten Mal. Also seid gespannt!

Eure Stella und Helene

Unsere Unterkunft – Aber nur für 3 Tage

Hey zusammen,

Wie wir euch bereits erzählt haben, wohnen wir momentan in einer „Zwischenunterkunft“, da unser eigentliches Haus in der Wildnis momentan noch durch die ungarischen Studenten belegt ist. Morgen ist es allerdings so weit: Wir ziehen nochmals um. Das heißt Koffer wieder zu, Kühlschrank ausräumen und auf in den Wald.

Unsere Unterkunft für die drei Nächte ist sehr komfortabel. Unser Zimmer hat ein eigenes Bad und wir haben eine riesige Küche mit drei Kühlschränken, Brotschneidemaschine und (für uns zu zweit) viel zu viel Besteck.

Unser Schlafzimmer (sah natürlich immer so aufgeräumt aus 😉 )
Das Badezimmer: Klein aber fein

Die Unterkunft, ca. 20 Minuten vom Förster Haus entfernt, war früher einmal eine Grundschule. Sie wurde von einer NGO renoviert und wird nun vermietet. Insgesamt gibt es 4 Zimmer. Das alte Lehrerzimmer ist heute eine Küche, ein großes Esszimmer und eine Bibliothek gleichzeitig.

Das große Esszimmer hatten wir immer für uns ganz allein!
Nur ein kleiner Teil unserer Küche…
Bibliothek mitten im alten Lehrerzimmer (leider sind alle Bücher auf ungarisch gewesen…)

Die NGO ist vor allem im Bereich Projektmanagement tätig. Normalerweise finden hier Seminare in diesem Bereich statt. Dafür wurde ein alter Klassenraum zum Seminarraum umgebaut. Allerdings haben wir die Schule während unseres Aufenthaltes ganz für uns ganz alleine 🙂 . Einen Gemüsegarten mit frischen Tomaten und Auberginen gibt es auch!

Was wir während unserer ersten Tage in unserer Einsatzstelle erlebt haben, erzählen wir euch im nächsten Beitrag. Also seid gespannt!

Eure Stella und Helene