Worte finden (danke, Waschmaschine)

Wenn du das hier liest, habe ich mich tatsächlich endlich dazu entschlossen, meinen ersten Blogeintrag zu schreiben.

Warum das erst einen Monat nach meiner Ankunft in Bulgarien geschieht? Vielleicht kann ich es so erklären: Gestern Abend habe ich plötzlich ein ungewöhnliches Geräusch aus meiner Küche gehört.

Kurz darauf musste ich feststellen, dass meine Waschmaschine mitten im Programm stehengeblieben war.

Nach vergeblichen Neustartversuchen und einem – ich gebe zu – naiv-verzweifelten Rütteln an der Maschine gab ich auf; nicht einmal die Tür ließ sich mehr öffnen.

Wobei Letzteres, wie mir später aufging (und mich ernsthaft an meinem gesunden Menschenverstand zweifeln ließ), vielleicht auch ganz sinnvoll war…

Denn als es mir doch gelang, befand ich mich innerhalb kürzester Zeit in einer Lache aus Waschwasser (nicht ganz so giftiges Ökowaschmittel zu kaufen, war eine meiner besseren Ideen) und fand heraus, dass sich Nudelsiebe hervorragend dazu eignen, schwimmende Wäsche aus der Trommel zu schöpfen.

Was das Ganze jetzt mit meinem Blog zu tun hat?

Ich habe mich gestern ein wenig wie die Waschmaschine gefühlt. In den letzten Wochen sind permanent neue Eindrücke auf mich eingeprasselt und ich war so eingenommen, so voll davon, dass ich Angst hatte, Andere damit zu überschwemmen. Gleichzeitig fällt es mir schwer, meine persönlichen Erfahrungen in passende Worte zu fassen.

Mit diesem Eintrag versuche ich, mich davon nicht mehr blockieren zu lassen und in Zukunft Stück für Stück meine Eindrücke auszuschöpfen (vielleicht hilft dabei ja auch ein Nudelsieb?).

Mehr zu meinem Leben hier also ein anderes Mal – ich sollte lieber schnell den Hausmeister suchen.

Bis (hoffentlich) bald,

Lina

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