{"id":138,"date":"2012-03-09T12:31:59","date_gmt":"2012-03-09T10:31:59","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/pylauri\/?page_id=138"},"modified":"2012-06-25T10:35:54","modified_gmt":"2012-06-25T07:35:54","slug":"kuriositaten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/pylauri\/kuriositaten\/","title":{"rendered":"Kuriosit\u00e4ten"},"content":{"rendered":"<p>Bei der Dusche\/Badewanne in unserer Wohnung kommt aus dem blauen Ventil das warme Wasser und aus dem roten das kalte! Gott sei Dank, wurde ich vorher darauf hingewiesen, sonst h\u00e4tte ich beim ersten Mal duschen vermutlich die Krise bekommen.<\/p>\n<p>Letten essen gern und viel Knoblauch! Das musste ich im Bus schon einmal schmerzlich erleben, als mich eine \u00e4ltere Dame aus dem Hinterhalt anatmete. Meine Taktik, in gr\u00f6\u00dferen Menschenmengen zu \u00fcberleben: Selbst viele knoblauchlastige Speisen essen.<\/p>\n<p>Das lettische Nationalgew\u00fcrz, das einem hier nicht lange verborgen bleibt, ist K\u00fcmmel. Die Letten verfeinern damit fast alles, ob Fisch, Fleisch, Kartoffeln, Schnaps\/Lik\u00f6r (Allasch), Kekse oder Brot. Allerdings muss ich zugeben, dass mir das hier typische dunkle Roggenbrot sehr gut schmeckt, denn es ist trotz K\u00fcmmel irgendwie s\u00fc\u00dflich im Nachgeschmack. Ich esse es sogar mit Nutella oder Marmelade. Aber das ist, wie ich so mitbekommen habe, nicht jedermanns Sache.<\/p>\n<p>Jeden Tag fahre ich an der\u00a0<strong><\/strong>Fabrik des gr\u00f6\u00dften S\u00fc\u00dfwarenherstellers in Lettland vorbei. Die Firma &#8222;Laima&#8220; ist auf die Herstellung von Schokolade und Pralinen spezialisiert, aber die Kekse sind auch total lecker. Leider k\u00f6nnte einen der unangenehme Duft, der das Fabrikgeb\u00e4ude umweht, vom Kosum der Produkte abhalten &#8211; aber keine Angst, mich als alte Naschkatze nat\u00fcrlich nicht! Ich vermute mal, dass es sich bei dem Gestank um den Geruch nach verbranntem Kakao bzw. verbrannter Kuvert\u00fcre handelt, doch es f\u00e4llt mir sehr schwer, ihn genau zuzuordnen. Am ersten Morgen dachte ich ernsthaft, der Hund, der an mir vorbeil\u00e4uft, w\u00fcrde so stinken.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/pylauri\/files\/2012\/03\/025_klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-171 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/pylauri\/files\/2012\/03\/025_klein-150x150.jpg\" alt=\"&quot;Angezogene&quot; Laima-Uhr\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Noch etwas, das in Zusammenhang mit Laima steht:\u00a0In der N\u00e4he vom Freiheitsdenkmal steht die sog. Laima-Uhr. Sie wurde 1924 aufgestellt, damit Rigas Werkt\u00e4tige rechtzeitig zur Arbeit erscheinen k\u00f6nnten. Seit 1936 zieren die Uhrens\u00e4ule nun der Name und das Logo von &#8222;Laima&#8220;. Ende der neunziger Jahre wurde die Uhr v\u00f6llig rekonstruiert und erhielt ihr Aussehen aus den drei\u00dfiger Jahren. Heute ist sie einer der beliebtesten Treffpunkte Rigas. Kurios finde ich, dass der Laima-Uhr in den Wintermonaten sogar ein &#8222;Wollkleid angezogen&#8220; wird.<\/p>\n<p>Einmal &#8211; ich stand gerade im Bad &#8211; sah ich, wie eine Frau auf den Hinterhof unseres Hauses kam und bestimmt 10-15 Minuten in den M\u00fclltonnen nach Essbarem suchte. Sie ist sogar f\u00fcndig geworden und von weitem w\u00fcrde ich sagen, dass sie allerlei Milchprodukte wie Joghurt etc. in ihre Taschen gepackt hat. Irgendwie hat mich das sehr bedr\u00fcckt und eigentlich k\u00f6nnen sich diese Menschen noch gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, dass die M\u00fcllcontainer hier nicht wie in Deutschland verschlossen werden!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/pylauri\/files\/2012\/03\/008_klein2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-258\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/pylauri\/files\/2012\/03\/008_klein2-150x150.jpg\" alt=\"Wie bei Muttern! Suppenteller &quot;Made in GDR&quot;\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Ich darf in meiner Rigaer WG von DDR-Blumenmusterporzellan der Firma KAHLA essen. Langweilig? Nicht, wenn man wei\u00df, dass meine Mutti seit fast 30 Jahren die gleichen tiefen Teller hat. Da f\u00fchle ich mich bei jeder Mahlzeit wie zu Hause!<\/p>\n<p>Die Ostsee hei\u00dft im Lettischen wie im Russischen <em>Baltisches Meer<\/em>, was nicht sonderlich komisch ist. Kurios finde ich aber, dass sie auf Estnisch\u00a0<em>Westmeer<\/em> genannt wird. Es ist also wie \u00fcberall im Leben einfach nur eine Frage der Perspektive!<\/p>\n<p>Kaum liegt etwas M\u00fcll au\u00dferhalb der Container bei uns im Hinterhof, kommen auch schon die Ratten aus ihren L\u00f6chern. Und ich meine ECHTE Ratten. Nicht, dass ihr denkt, es handele sich hier nur um eine abw\u00e4rtende Bezeichnung f\u00fcr Obdachlose. Nein, Ratten, die ganz gen\u00fcsslich nach Nahrung suchen. Aus dem Badfenster betrachtet doch ganz niedliche Gesch\u00f6pfe&#8230; Aber ich werde jetzt definitiv im Dunkeln keinen M\u00fcll mehr runterbringen!<\/p>\n<p>***Fortsetzung folgt***<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Dusche\/Badewanne in unserer Wohnung kommt aus dem blauen Ventil das warme Wasser und aus dem roten das kalte! Gott sei Dank, wurde ich vorher darauf hingewiesen, sonst h\u00e4tte ich beim ersten Mal duschen vermutlich die Krise bekommen. 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