Am Olgaeck

Er rollte an. Heut Morgen schon zum zwölften Mal, passierte er die russische Kirche. Die Sonne, ganz unüblich in diesen Tagen, knallte auf das Armaturenbrett. Ihm war warm ums Herz. Er kniff die Augen zusammen, lächelte, halb in Trance, während er an Trauben voller Fußgänger vorbeirauschte. An der nächsten Haltestelle stieg ein Mädchen in den Bus. Ein Ticket. Sie nahm das Rückgeld und setzte sich schräg hinter seine rechte Schulter, sodass er sie im Rückspiegel sehen konnte. Sie kamen ans Olgaeck, wo viele Menschen ein und ausstiegen. Er drückte einen Knopf, um die Türen zu öffnen. Sah, wie Passagiere rauchten, drängelten, schimpften.

„Wie machen sie das eigentlich?“, fragte es hinter seiner Rechten. Er fuhr herum.

     „Ich drücke den Knopf“, fragte er zurück.

„Glücklich sein“

     „Achso.“ Er wandte sich ab, wusste keine Antwort. 

Sie stand auf. Der Tumult vor den Türen hatte sich gelegt. Bis zur nächsten Fahrt, wollte er sagen. Sie ließ los, sprang aus dem Bus. Er rollte an.