Coeur pleurant

La chaleur
Mon cœur qui pleure
Fortement
Remis dans son passé
Plus jeune, plus ptit
Plus grand celui
à côté de moi
Me prend dans ses bras
Partage sa chaleur
Chaude et empathique
Qui parle avec ses mains
Son corps entier
Une voix qui ressente
Qui voit
Qui soulage
Une vie qui commence

Revolt

Die Foule marschiert vorüber

Schreit

Wut

In Heißluftballons

Träne steigt in meine Augen

Eine Faust schlägt in den Himmel

Beat vibriert in meinem Körper

Flaggen fegen

über

meine Haare

Wörter reichen mir die Hände

Oh du Theaterluft

Nach Garderobe

Und Staub

Bisschen stickig

Aber versprichst einen Ausgang

Oder Durchgang

Ein Licht

Nach altem Teppich

Und Dunkelheit

Und irgendwie,

Seltsamerweise,

Nach Finanzamt

Nach dunklen hölzernen Möbeln

Schreibtischen

Nichtrauchen ohne Rauchverbot

Dem Egon Krenz sein Büro

Nach altem Papier

Das im Reißwolf gärt

Bisschen antiquarisch

Bisschen trüb

Noch

Und dann Leben,

Hinter den gläsernen Türen,

Das sich aufstaut,

In deinen Gängen

Verheißungsvoll

Und explodiert,

Wenn ich eintrete

Vielleicht weinen die Bäume

Wir weinten tränenlos

Weil das Salz ausgegangen

Sahen wir aussichtslos

Weil das Sichtfeld verschwommen

Schrien wir lautlos

Weil der Ton benommen

Sprachen wir sprachlos

Weil wir keine Worte fanden

Lachten wir hemmungslos

Weil der Schock uns überfiel

Schlugen wir

Herzlos

Um uns getrost

zu schützen, und

Wir lebten zeitlos

Weil die Birken noch dort standen

Und die Gedanken nicht verschwanden

Fühlten

Leere

Und dann atmeten wir tief

Weil unsere Herzen Luft brauchten

Und jetzt stehen wir wieder dort

Wo wir vorher standen

Und wir begreifen nichts

Überhaupt nichts

Vielleicht weinen die Bäume

Das Gedicht kommt zu früh

Atem wiederfinden, in dieser Beziehung.

Mein Körper kann’s noch nicht ganz fassen.

Dass das jetzt wirklich endlich war.

Umso besser, dass da Luft ist.

Ich ringe schon nach innen hin.

Seh dich auf dem roten Sofa,

liegend wie ein Embryo.

Auf dem Stuhl, mit freien Schenkeln.

Im Bett, dein Kopf, am Arm entlang,

dein schwarzes Haar am weißen Körper.

Hast dich eingeschrieben in die Möbel.

Dein Geruch im Kissen.

Ich könnt dran riechen, stundenlang.

Nummer löschen reicht nicht aus.

Brauch die Liste

Mit den Sperrmüllterminen.

Das Gedicht kommt zu früh.

Später, am Tag, soll was passiern.

Früh morgens durch die Stadt.

Heimkommen.

Menschen in der Bahn, wir sind anders. Irgendwie.

Feixen, schwelgen, teilen unseren Schock.

Schauen auf den Tag. Und die Nacht.

Leere Bürgersteige, bisschen Wind. Zum Glück, ich atme.

Lange her, so in der Früh.

Rentner holen Zeitung rein. Gelbe Lichter aus der Wohnung.

Ich bin verliebt, und ahn‘s noch nicht.

Später, am Tag, soll was passiern.

Müder Kopf bringt mich ins Bett.

Schaltet stumm, Gott sei Dank.

Grauer Himmel, Kaffee, Toastbrot.

Tag ist aus der Zeit gefallen.

Mein Herz fängt wieder an, zu schlagen.

Wegen dir? Oder des Koffeins?

Oben, am Balkon zum fünften Stock, da seh ich Sonnenlicht.

Schickt mir einen Abschiedsgruß.

Ich denk an dich.

tanzum, freisam

Wenn du wüsstest, was es mir gibt, zu tanzen.

Jene Freiheit auf der Welt, mit der ich etwas anzufangen weiß.

Die meine.

Die ich in vollen Zügen auskosten, in Gänze zu bewegen liebe.

Zwar mag ich mich schämen unter mancherlei Blicken.

Aber bin ich einmal bei mir, ist die Scham einmal fort, ist die Freiheit einmal da,

so tanz ich und tanz,

vermag ganze Gedankenstränge zu vergessen.

Denn es lässt sich nicht in Worten tanzen.

Nur auf sie hören. Und zuweilen auf ihnen atmen.

Zug von dannen

Weißer Himmel, zugezogen

So siehst du aus,

der weder Sonne noch Regen spüren lässt.

Hinterm Bahnhofsgelände

Da rauschen die Züge

Von ganz weit her nach ganz weit weg

Und ein jeder einzelner

Bringt einen um den Atem

Dabei weiß doch jeder Fahrgast

dass Züge ziehen müssen,

des freien Reiseherzens Willen.

Von Wein und Liebe, trotz allen Ernstes, Nüchternheit

Es ist einfach schön, Wein zu trinken und sich zu umarmen.

Sich lieb zu kosen.

Als hätte man das ganze Leben lang aufeinander gelegen.

Als gäbe es keine Konventionen.

Als seien alle Verbote ausgesprochen.

Und es ist schön, Worte ernst zu meinen.

Im nüchternen Zustand.

Ohne Wein.

Ohne Schock.

Als wäre man sein ganzes Leben lang alkoholisiert ins gleiche Bett gestiegen.

Nicht nackt.

Und am nächsten Morgen versöhnlich aufgestanden.

Ohne Schock.

Als wäre der Wein eben doch nur Wein gewesen.

Als bliebe die Liebe Liebe.

Als seien ernste Worte möglich.

Nicht verhängnisvoll.

Bedingungslos.

Frei.

Wie ein Gestern und ein Morgen.