Gib mir Worte. Gib mir Leben. Gib mir Lebendigkeit.

Von weißem Wolkenhimmel und verpasstem Absprung

 

So sind diese Tage. Zugezogen, weißer Wolkenhimmel, Bauarbeiter, die vom Haus schräg gegenüber mit schrillen Gerüstgeräuschen durch mein Zimmerfenster schallen, meine Bettdecke, die um 11 Uhr fünfundvierzig noch viel zu warm ist, ein Geruch von Gras, von benebelter Nässe. „Zugedampft und eingedutscht“, würde Opa sagen. Ein Ausdruck, der sich ursprünglich auf eine misslungene Paella bezog. Unter der Bettdecke schiebe ich den Miesepeter, habe irgendwie den Absprung verpasst, warte jetzt auf meine tägliche Obsthof Verpflichtung. Was auch sonst tun – mit dieser Laune? Außerdem ruft mein Herz nach Abstand, wie es sicher vieler Leute Herzen in diesen Zeiten tun. In der Wartezeit nach Abstand suchend, teste ich, ob ich noch schreiben kann.

Gib mir Worte. Gib mir Leben. Gib mir Lebendigkeit.

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