Septembrie: Cine nu se bucură este necomestibil – Sarmale

Frei nach dem Motto: Cine nu se bucură este necomestibil (Wer nicht genießt ist ungenießbar) habe ich mich entschieden für die Köche und Köchinnen, die angehenden Köche und Köchinnen, und vor allem: für die GenießerInnen ein monatliches Rezept für ein traditionelles rumänisches Gericht, inklusive der dazugehörigen „Genießer-Geschichte“ auf meinem Blog (auch rückwirkend) zu teilen. Willkommen im September!

Die folgende „Genießer-Geschichte“ habe ich zusammen mit Cristiana erlebt. Es war unser erstes Treffen und unser erster Restaurantbesuch. Hier ein Auszug aus dem Tagebucheintrag vom 21.9.18.

[…] Zwischen uns breitete sich sehr schnell Vertrauen und Vorfreude auf eine sehr schöne gemeinsame Zeit aus. In dem Restaurant ‚La Placinte‘ wollten wir darauf anstoßen. Eine Essensszene werde ich meinen ganzen Auslandsaufenthalt lang nicht vergessen. Cristiana hatte für mich ein Überraschungsessen bestellt. Während ich meine Karte einfach zugeklappt hatte, mit der Bitte, sie solle für mich bestellen, bedeckte ihre Sorge, das falsche zu bestellen, den Tisch. Ich lachte, als ich ihre Nervosität wahrnahm, und versicherte ihr, ich würde alles essen, es gebe so gut wie nichts, was mir nicht schmecke. Als das Essen kam, lachte ich zum Glück immer noch. Mir wurden Sarmale serviert, das sind rumänische Sauerkraut Rouladen gefüllt mit Hackfleisch und Reis. Seeehr lecker! Für diese Erkenntnis brauchte es jedoch eine Weile, denn mit der Art und Weise, wie diese Rouladen zu essen waren, war ich ein bisschen überfordert. Ich steckte sie mir in den Mund, wollte abbeißen, und als ich das Röllchen mit meinen Zähnen zusammendrückte, platschte der ganze Inhalt auf der anderen Seite auf den Teller zurück. Wir kicherten, und vergaßen bald zu essen. Als Nachtisch gab es dann eine süß-salzig Kombination, wie ich sie in Zukunft des Öfteren kennenlernen würde. Diese süß-salzig Kombinationen bestanden oft aus paniertem Käse, der mit einer süßen soße oder Zucker übergossen wurde. Sie riefen bei mir ein Geschmackschaos hervor, und stellten meine Nachtischs-Welt auf den Kopf. Wir stopfen den Nachtisch in unsere vollen Mägen, bzw. in unseren Süßspeicher (wie ein Grundschulfreund von mir sagen würde), zahlten, und verabschiedeten uns in eine kühle rumänische Nacht.

Sarmale

 

Zutaten:

1 Stück sauer eingelegten Weißkohl oder Weißkohl frisch
500 Gramm Hackfleisch gemischt
300 Gramm Bauchspeck oder geräucherten Kassler
200 Gramm Saure Sahne
1 große Zwiebel
2 Stück Knoblauchzehe
4 Esslöffel Reis
1 Stück Ei
1 Teelöffel Salz
1 Esslöffel Senf
1 Teelöffel Pfeffer aus der Mühle
1 Teelöffel Paprika edelsüß
3 Esslöffel Tomatenmark
1 Teelöffel Thymian
2 Stück Lorbeerblatt

Diese Zutaten benötigt man wenn man einen Frischen Kohl verwendet
150 Milliliter Balsamico Bianco
1 Esslöffel Salz

Zubereitung

Vorbereitung mit sauer eingelegtem Kohl…

1. Den Strunk aus dem Kohl herausschneiden. Vorsichtig 12-16 Stück der großen Blätter ablösen und den harten teil der Blattes filetieren (wegschneiden) ohne das Blatt zu beschädigen. Den Rest klein schneiden.

Vorbereitung mit Frischen Kohl…

2. Einen großen Topf mit den 150 ml Balsamico Essig und dem Salz zum Kochen Bringen. Den Kohl auf niedriger Flamme etwa 50 Minuten kochen. Nachdem er abgekühlt ist den Strunk entfernen. Vorsichtig 12-16 Stück der großen Blätter ablösen und den harten teil der Blattes filetieren (wegschneiden) ohne das Blatt zu beschädigen. Den Rest klein schneiden.

Die Füllung…

3. Die Zwiebel und den Knoblauch klein hacken… In einer Schüssel das Hackfleisch, die Zwiebel, den Knoblauch, den ungekochten Reis, das Ei, den Senf, Paprika, Salz und Pfeffer zu einer gleichmäßigen Masse vermischen.

Das Krautbett…

4. Den Bauchspeck oder den Kassler in kleine Würfel schneiden. Den Boden eines großen Topfs mit einer Lage des geschnittene Krauts bedecken. Darauf den Thymian, die Lorbeerblätter und den Bauchspeck (Kassler) verteilen.

Das Füllen…

5. Je nach Größe der vorbereiteten Blätter können nun 2-3 Kleine Sarmale geformt werden. Je 1 Esslöffel von der Masse auf ein Blatt geben. Nun das Blatt erst Rollen und dann an den Enden einfalten. Nicht zu fest einrollen da der Reis beim kochen noch etwas Platz braucht.

Das Kochen…

6. Auf dem Krautbett nun die kleinen Sarmale eng aneinanderliegend verteilen. Darauf nun nochmal eine Lage von dem Geschnittenen Kraut. Falls noch Sarmale übrig sind diese darauf verteilen und nochmal Geschnittenes Kraut darüber. Zum Schluss das Tomatenmark darauf verteilen und alles mit Wasser bedecken. Das ganze nun für etwa 1,5 Std. bei geringer Hitzezufuhr köcheln. Bei bedarf nochmals etwas Wasser zugeben.

Die Soße…

7. Nach dem Kochen einen Teil des Wassers auffangen und die süße Sahne einrühren. Wer mag kann diese auch direkt auf die Sarmale geben. Ich würze beim essen gerne direkt noch Salz nach das gibt einen intensiveren Geschmack.

Und vor allem: Pofta Buna!!

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