Wiedersehensstein, der mir vom Herzen fällt

Plötzlich standen wir alle in einem Kreis. Redeten miteinander als hätten wir uns gestern das letzte Mal gesehen. Als wären wir wie beim Vorbereitungsseminar lediglich aus unterschiedlichen Kajüten gekrochen, nicht aber aus unterschiedlichen Städten Rumäniens angereist, teilweise über fünf Autostunden entfernt. Es ähnelte auch einem Weihnachtsfest, bei dem die Verwandten lange auf ihre Liebsten warten müssen, weil diese wegen eines Schneesturms im Stau stecken, oder weil sie reguläre Zuspätkommer sind, oder weil ein Kind geboren wird! Und als die Liebsten dann endlich da sind, fällt den Verwandten ein richtiger Stein vom Herzen. Ein Wiedersehensstein. Unser Fest hatte schon angefangen, inmitten einer großen Gruppe saßen wir an länglichen Tischen und aßen die Vorspeise. Und dann, plötzlich, standen wir alle in einem Kreis, und auch mir fiel ein Wiedersehensstein vom Herzen. Freya und Julika – die letzten beiden, die sich angemeldet hatten, waren nun auch angekommen. Wir umarmten uns, erzählten von unserem inneren Wetter. Stille. Ankunft. Viel Energie im Kreis. Ich genoss den Moment der Vertrautheit, der Heimat, die ich in unserer „Homezone“ fand. Was uns verbindet sind zehn sehr intensive Tage in einem kleinen Kaff in Brandenburg. Ich brauch euch nicht im Einzelnen zu kennen, ich muss mich nur an unsere gemeinsame Zeit zurückerinnern, um zu verstehen warum. Um zu fühlen, warum mir ein Wiedersehensstein vom Herzen fällt, wenn ich in unserem Kreis stehe.

von rechts unten nach links oben: Maxi, Freya, Julika, Mäxchen, Linus, Ich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.