{"id":62,"date":"2010-12-15T17:06:49","date_gmt":"2010-12-15T16:06:49","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/patrick\/?p=62"},"modified":"2010-12-15T17:06:49","modified_gmt":"2010-12-15T16:06:49","slug":"zwischenseminar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/patrick\/2010\/12\/15\/zwischenseminar\/","title":{"rendered":"Zwischenseminar"},"content":{"rendered":"<p><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } --><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Am 6. Dezember hat unser Zwischenseminar angefangen. Deswegen sind alle Freiwilligen aus China und der Mongolei nach Shanghai gekommen. Zun\u00e4chst besprachen wir das Organisatorische, dann gingen wir gemeinsam essen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Am Dienstag fing das Seminar dann richtig an. Wir sprachen \u00fcber unsere Einsatzstellen, tauschten Erfahrungen aus und lernten nat\u00fcrlich jede Menge neuer \u201eEnergizer\u201c kennen. Unsere beiden Trainerinnen  Nicole und Karin versuchten dabei trotz der gro\u00dfen Gruppe von etwa 20 Leuten auf die Bed\u00fcrfnisse aller einzugehen. Abends gingen wir wieder essen und feierten danach eine kleine Weihnachtsfeier im Hostel der anderen. Wir sangen gemeinsam Lieder und und f\u00fchrten sogar ein improvisiertes Krippenspiel mit verteilten Rollen auf (Ich war Joseph).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Im Allgemeinen war die Betreuung durch die beiden Trainerinnen sehr gut und zahlreiche Aspekte unseres Auslandseinsatzes wurden behandelt. Die Einsatzstelle und unser Leben in der fremden Kultur wurden thematisiert, aber auch \u00fcber unseren emotionaler Zustand konnten wir reden. Wir waren meist den ganzen Tag besch\u00e4ftigt, wodurch wenig Zeit f\u00fcr anderes blieb. Deswegen war es teilweise etwas schwierig, alle Besorgungen zu machen, die ich noch machen musste. In der darauffolgenden Woche wollte ich schlie\u00dflich zum Huang Shan und danach nach Hongkong fahren. F\u00fcr die Reise nach Hongkong musste ich dann Philipp, der ebenfalls dort hinfahren wollte, bitten, sich um Zugticket und Hostelreservierung zu k\u00fcmmern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Neben den zahlreichen Workshops wurden auch einige andere Aktivit\u00e4ten angeboten. An einem Tag machten wir eine Bootstour auf dem Huangpu Flusses, an einem anderen gingen wir in eine Yueju-Oper, die als zweit beste Oper Chinas (nach der Peking-Oper) gilt. Fr\u00fcher wurden diese Auff\u00fchrungen von reinen M\u00e4nner-Ensembles aufgef\u00fchrt, heute sind dagegen werden alle Rollen (auch die m\u00e4nnlichen) von Frauen gespielt. Gesungen wurde in einem Dialekt und nicht in Mandarin, daher liefen auf einem Bildschirm chinesische Untertitel mit, \u00e4hnlich wie bei einer italienischen Oper. Allerdings verstanden wir auch mit dem Text nur einen Bruchteil des Inhalts und konzentrierten uns deswegen auf den Gesang, die Musik und die bunten Kost\u00fcme. Nach der Show nahm uns ein freundlicher Chinese aus dem Publikum noch mit hinter die B\u00fchne, wo wir ein Foto mit einigen Darstellerinnen machen durften. F\u00fcr diejenigen, die auf Musik und Gesang keine Lust hatten, wurde ein Kochkurs angeboten, bei dem man einige chinesische Rezepte lernen konnte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Da Jan Luis und ich nicht wie die meisten anderen im Hostel wohnten, sondern nat\u00fcrlich in unserer Wohnung in Pudong, mussten wir uns abends leider immer recht fr\u00fch verabschieden um die letzte Ubahn zu bekommen. Als wir dann an einem Tag doch mal mit einigen anderen feiern gingen, mussten wir satte 80 Yuan f\u00fcr das Taxi nach Hause bezahlen. Der Club war allerdings ganz nett: Alkohol, lauter Mainstream-House und bunte Lichter wie in deutschen Clubs auch. Es gab auch einige T\u00e4nzerinnen, die in recht knappen Klamotten tanzten und versuchten die Menge aufzuheizen. Irgendwann kam dann sogar ein Mann in Frauenkleidern auf die B\u00fchne und legte eine gewagte Tanz- und Gesangsdarbietung hin. Die Details m\u00f6chte ich mir hier sparen, es sei nur gesagt, dass das deutlich zeigt, dass Sexualit\u00e4t in China (vor allem in Shanghai) nicht immer so verklemmt behandelt wird wie man im Westen denkt. K\u00fcrzlich habe ich sogar erfahren, dass es ein Sexmuseum hier in Shanghai geben soll.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Am letzten Abend gingen wir dann alle gemeinsam Karaoke singen. Hierzulande ist das eine ganz andere Erfahrung als in Deutschland. W\u00e4hrend man sich bei uns damit begn\u00fcgt mit ein paar Freunden vor der Playstation zu sitzen und Singstar zu spielen, gibt es in China riesige KTV-Geb\u00e4ude, in denen man hunderte von Karaoke-R\u00e4umen in unterschiedlichen Gr\u00f6\u00dfen mieten kann. Das Ambiente ist meisten sehr nett und Kellner bringen Essen und Getr\u00e4nke, wenn man m\u00f6chte. Zu meinem Gl\u00fcck begn\u00fcgten sich viele damit, zu zu h\u00f6ren oder leise mitzusingen, sodass ich trotz der gro\u00dfen Gruppe einige Lieder mit Mikrofon singen konnte. Jan Luis und ich gingen dann wieder ein bisschen fr\u00fcher um noch die letzte Bahn zu erwischen. Am n\u00e4chsten Tag wollte ich schlie\u00dflich mit Julia zum Huang Shan fahren.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 6. Dezember hat unser Zwischenseminar angefangen. Deswegen sind alle Freiwilligen aus China und der Mongolei nach Shanghai gekommen. 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