{"id":41,"date":"2010-11-02T13:17:49","date_gmt":"2010-11-02T12:17:49","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/patrick\/?p=41"},"modified":"2010-11-02T13:17:49","modified_gmt":"2010-11-02T12:17:49","slug":"schule-und-halloween","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/patrick\/2010\/11\/02\/schule-und-halloween\/","title":{"rendered":"Schule und Halloween"},"content":{"rendered":"<p><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } --><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Nachdem ich aus Peking zur\u00fcckgekehrt war, ging&#8217;s auch bei mir endlich an der Schule los. In den ersten paar Stunden durfte ich mich nat\u00fcrlich vorstellen und einige Bilder und Mitbringsel aus der Heimat pr\u00e4sentieren. Au\u00dferdem sollte ich den Sch\u00fclern die Texte in ihren B\u00fcchern vorlesen, um ihnen die korrekte Aussprache beizubringen. Dass der Unterricht nur auf Deutsch stattfindet wie in zahlreichen DaF (Deutsch als Fremdsprache) Seminaren und Workshops postuliert, ist nat\u00fcrlich absolut illusorisch, da die Sch\u00fcler die Sprache einfach noch nicht ausreichend gut beherrschen. So diszipliniert und ruhig wie man denken w\u00fcrde, sind meine Sch\u00fcler leider auch nicht. Bei Klassenst\u00e4rken von teilweise \u00fcber 50 Kindern ist es daher oft schwer, so etwas wie eine Lernatmosph\u00e4re zu schaffen. Trotzdem hat es mir bisher sehr viel Spa\u00df gemacht. Ich konnte sogar meine extra mitgebrachte Gitarre zum Einsatz bringen, als ich versucht habe, den Sch\u00fclern einige deutsche Lieder beizubringen (\u201eH\u00e4nschen klein\u201c, \u201eFuchs du hast die Gans gestohlen\u201c und \u201eHeute hier morgen dort\u201c).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Allzu besch\u00e4ftigt bin ich durch meine Arbeit allerdings nicht. Eigentlich gibt es f\u00fcr mich nur w\u00e4hrend des Unterrichts etwas zu tun, und wenn ich fr\u00fcher komme sitze ich herum. Montags habe ich eine Doppelstunde nachmittags, dienstags eine Doppelstunde am Vormittag und eine Einzelstunde am Nachmittag und am Mittwoch zwei weitere Stunden vormittags. Donnerstag und Freitag habe ich im Moment komplett frei, was ich wohl dazu nutzen werde, ein wenig zu reisen. Ich habe auch schon angefragt, ob ich denn nicht auch beim Englischunterricht helfen k\u00f6nnte und ob ich eine Art Deutsch-AG anbieten k\u00f6nnte. Der zust\u00e4ndige Direktor ist allerdings zurzeit in Hainan und ohne ihn tue sich an der Schule organisatorisch eher wenig. Ich denke ich muss einfach schauen, wie sich das ganze entwickelt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Letztes Wochenende war Halloween und Jan Luis wurde von einer amerikanischen Kollegin zu einer Party eingeladen. Er durfte auch Freunde mitnehmen, also kauften wir uns bei Metro ein paar Gegenst\u00e4nde, die ein halbwegs gutes Kost\u00fcm abgaben tranken ein Bier und machten uns auf die Suche nach der beschriebenen Wohnung. Nach einigem Suchen waren wir dann endlich da und trafen Jan Luis sichtlich angetrunkene Kollegin und die anderen gr\u00f6\u00dftenteils ausl\u00e4ndischen Partyg\u00e4ste. Es war eine kleine private Party mit internationalen G\u00e4sten in einer wirklich sch\u00f6nen Wohnung mit tollem Blick auf die Skyline. Nachdem wir uns eine Weile mit den anderen G\u00e4sten unterhalten hatten, schlug jemand vor in ein Penthouse im Nachbargeb\u00e4ude zu gehen, wo ebenfalls eine Halloween-Party stieg. Es handelte sich tats\u00e4chlich um ein zweist\u00f6ckiges Penthouse mit Dachterrasse (es gab sogar einen Whirlpool, der allerdings nicht in Betrieb war) und einer ph\u00e4nomenalen Aussicht. Es gab eine Bar, einen DJ und noch viel mehr internationale G\u00e4ste als bei der ersten Party. Wir trafen Europ\u00e4er, Afrikaner, Amerikaner und Asiaten aus den unterschiedlichsten L\u00e4ndern, die alle beruflich in Shanghai t\u00e4tig waren. Die meisten waren wesentlich kreativer verkleidet als wir, einige hatten aber auch gar kein Kost\u00fcm, daher fielen wir nicht negativ auf. Als die Wohnung langsam leerer wurde nahmen wir uns schlie\u00dflich ein Taxi und rundeten den Abend mit geliefertem McDonalds Essen ab (ist zwar nicht frei Haus, kostet aber nur 7 Yuan, wie ich inzwischen erfahren habe, liefern Pizza Hut und KFC hierzulande auch, was mich zu der Frage f\u00fchrt, wieso so ein Service in Deutschland nicht m\u00f6glich ist&#8230;)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Da ich diese Woche wieder 4 Tage frei habe, fahre ich morgen nach Xi&#8217;an, um mir die Stadt anzusehen. Ich habe mich wieder f\u00fcr einen Sitzplatz entschieden, weil ein Schlafplatz fast doppelt so teuer gewesen w\u00e4re und die Fahrt diesmal auch nur knapp 14 Stunden dauert.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich aus Peking zur\u00fcckgekehrt war, ging&#8217;s auch bei mir endlich an der Schule los. In den ersten paar Stunden durfte ich mich nat\u00fcrlich vorstellen und einige Bilder und Mitbringsel aus der Heimat pr\u00e4sentieren. Au\u00dferdem sollte ich den Sch\u00fclern die Texte in ihren B\u00fcchern vorlesen, um ihnen die korrekte Aussprache beizubringen. 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