{"id":36,"date":"2010-10-20T13:50:10","date_gmt":"2010-10-20T11:50:10","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/patrick\/?p=36"},"modified":"2010-11-09T12:55:08","modified_gmt":"2010-11-09T11:55:08","slug":"%e5%8c%97%e4%ba%ac","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/patrick\/2010\/10\/20\/%e5%8c%97%e4%ba%ac\/","title":{"rendered":"Peking"},"content":{"rendered":"<p><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } --><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Letzte Woche war ich in Peking. Bahnh\u00f6fe sind in China etwas anders als in Deutschland: Statt das richtige Gleis zu suchen und dort auf den Zug zu warten, gibt es Warter\u00e4ume, die eher an einen Flughafen erinnern, in denen man wartet, bis der gew\u00fcnschte Zug aufgerufen wird. Dann erst darf man auf den Bahnsteig gehen. Auf diese Weise k\u00f6nnen gro\u00dfe Menschenmengen leichter gelenkt werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Die Sitze in meinem Zug waren zwar nicht sonderlich bequem, aber man konnte es aushalten. Schlie\u00dflich war das Ticket au\u00dfer einem Stehplatz so ziemlich das g\u00fcnstigste, das man kaufen kann. Die Zeit vertrieb ich mir mit Musik, Lesen und unbeholfenen Gespr\u00e4chsversuchen mit meinen gelegentlich wechselnden Sitznachbarn. Schlafen konnte ich im Zug kaum, dementsprechend m\u00fcde kam ich am Mittwochmorgen nach 22 Stunden Fahrt an.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Am Pekinger Bahnhof wollte ich gleich meine R\u00fcckfahrkarte kaufen, um am Montag morgen p\u00fcnktlich in Shanghai ankommen zu k\u00f6nnen. Der freundliche Mitarbeiter am Schalter musste mir aber leider mitteilen, dass am Sonntag keine Tickets f\u00fcr Schlafz\u00fcge mehr verf\u00fcgbar seien. Nach einigem Suchen fand er schlie\u00dflich einen Zug, in dem noch ein weiches Bett frei war. Das h\u00e4tte allerdings \u00fcber 600 Yuan (Wechselkurs schwankt zwischen 1 zu 8 und 1 zu 10, ich kann das nicht jedes mal nachgucken, bevor ich Preise angebe, deswegen bleibe ich jetzt bei Yuan). Also musste ich notgedrungen wieder einen Sitzplatz im langsamen Zug 1461 nehmen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Nachdem alles gekl\u00e4rt war und ich bei meiner Jugendherberge eingecheckt hatte (ich hatte bereits vorher online per Kreditkarte reserviert), fuhr ich zum etwas au\u00dferhalb gelegenen Sommerpalast. Dort wollte ich mich mit Julia, einer anderen Freiwilligen, die zurzeit ein Praktikum beim Goethe-Institut macht, treffen. Die Palastgeb\u00e4ude lagen direkt an einem See und das Wetter war wirklich toll. Am Abend gingen wir zusammen Peking-Ente essen. In den n\u00e4chsten Tagen sah ich mir dann die wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten Pekings an: Die verbotene Stadt, den Himmelstempel, Tian&#8217;anmen den buddhistischen Yonghe-Tempel, die traditionellen Hutong-Viertel, das Vogelnest etc.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Am Samstag gingen wir dann zur gro\u00dfen Mauer. Wir waren uns zun\u00e4chst nicht sicher, ob wir eine gef\u00fchrte Tour machen oder auf eigene Faust losziehen sollten, haben uns dann aber f\u00fcr letzteres entschieden, da die Touren meist 200-300 Yuan kosten. Da Simatai das ganze Jahr gesperrt ist und die lange Wanderung von Jinshanling dorthin zurzeit eben deswegen nicht m\u00f6glich ist, haben wir uns entschieden nach Mutianyu zufahren. Das von Touristen \u00fcberlaufene Badaling war uns einfach zu voll. F\u00fcr nur 12 Yuan fuhren wir also mit dem Bus nach Huairou, wo bereits einige Fahrer anboten, uns zur Mauer zu fahren. Wir handelten einen der Fahrer auf 45 Yuan f\u00fcr uns beide runter und fuhren die 20 km lange Strecke zur Mauer im Auto. Da es mehr gekostet h\u00e4tte ihn warten zu lassen, entschieden wir uns, sp\u00e4ter f\u00fcr die R\u00fcckfahrt einen neuen Fahrer zu suchen. Nach langem Handeln schafften wir es sogar den Sch\u00fclerpreis zu zahlen uns kamen so f\u00fcr nur 25 Yuan auf die Mauer. Die Seilbahn sparten wir uns, was nicht nur g\u00fcnstiger sondern auch sch\u00f6ner war, da es auf dem Weg nach oben zahlreiche Dinge zu entdecken gab. Wir fanden unter anderem eine bunt beleuchtet Tropfsteinh\u00f6hle, in der tats\u00e4chlich absolut niemand sonst war (in China ist das schon ein ungewohnter Luxus, vor allem wenn man in Shanghai wohnt). Die Mauer selbst war wirklich beeindruckend und wir liefen sie mehrere Stunden entlang. Gl\u00fccklicherweise fanden wir eine Gruppe von deutschen Austauschsch\u00fclern aus Speyer, in deren Bus wir noch zwei Pl\u00e4tze f\u00fcr die R\u00fcckfahrt ergattern konnten, nachdem wir flei\u00dfig Werbung f\u00fcr \u201ekulturweit\u201c gemacht hatten. Falls einer von euch sich entscheiden sollte an dem Programm teilzunehmen und das hier liest, m\u00f6chte ich mich nochmals herzlich bei euch und eurer Schulleiterin bedanken^^ F\u00fcr den Weg nach unten nahmen wir eine Sommerrodelbahn, die leider von zahlreichen \u00fcbervorsichtigen Chinesinnen verstopft wurde. Am Ende kaufte ich mir noch einige T-Shirts. Wenn man alle unn\u00f6tigen Ausgaben abzieht und nur die reine Fahrt, die Verpflegung und den Eintritt beachtet, haben wir f\u00fcr den Ausflug an die Mauer gerade mal 50 Yuan bezahlt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Am letzten Tag hatte ich dann kaum noch Zeit, weil mein Zug bereits um 12:00 Uhr abfahren sollte. Also verabschiedete ich mich von Julia, die wirklich eine tolle Reisepartnerin war und machte mich auf den Weg zum Bahnhof. Auf der R\u00fcckfahrt konnte ich dann sogar ein wenig schlafen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Die Reise nach Peking war wirklich toll. Ich habe obwohl ich nicht viel Zeit hatte, alles gesehen, was ich sehen wollte und wir hatten wirklich jeden Tag sch\u00f6nes Wetter (blauer Himmel und keine Spur von Smog). <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Inzwischen war ich auch ein paar mal in der Schule, aber dar\u00fcber schreibe ich ein andermal.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">@ Mama<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,sans-serif\">Wenn ich irgendwelche Kommata oder W\u00f6rter vergessen haben sollte, oder stilistische Fehler gemacht habe, m\u00f6chte ich mich hiermit f\u00f6rmlich daf\u00fcr entschuldigen, dass ich zu faul bin diese Texte nochmal durchzulesen xD<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche war ich in Peking. 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