{"id":123,"date":"2011-06-20T05:30:12","date_gmt":"2011-06-20T03:30:12","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/patrick\/?p=123"},"modified":"2011-06-20T05:35:48","modified_gmt":"2011-06-20T03:35:48","slug":"die-letzten-wochen-in-shanghai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/patrick\/2011\/06\/20\/die-letzten-wochen-in-shanghai\/","title":{"rendered":"Die letzten Wochen in Shanghai"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif\">Nach meinem letzten dich sehr ausf\u00fchrlichen Eintrag, habe ich beschlossen, mich diesmal etwas k\u00fcrzer zu fassen. Wie gesagt, fiel mir langsam auf, wie wenig Zeit ich noch in Shanghai verbringen w\u00fcrde. Bis zu den Sommerferien waren es nur wenige Wochen, und da ich dann viel vorhatte, musste ich die verbleibenden Wochenenden so gut wie m\u00f6glich nutzen. Ich ging also noch ein paar mal mit den anderen essen und feiern und kaufte f\u00fcr das folgende Wochenende bereits das n\u00e4chste Zugticket.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif\">Ich hatte mir vorgenommen in die Hafenstadt Qingdao in der weiter n\u00f6rdlich gelegenen Provinz Shandong zu fahren und dort Julia, mit der ich mehrmals verreist war, zu besuchen. Die Deutschen lie\u00dfen sich w\u00e4hrend der Kolonialzeit dort nieder und brachten nat\u00fcrliche zahlreiche Dinge aus der Heimat mit. Zum einen bauten sie Infrastruktur nach deutschem Muster auf. Sie installierten Stra\u00dfenlaternen und legten ein Abwassersystem an. Die Architektur in einigen Teilen der Stadt erinnert auch noch sehr an diese Zeit. Zum anderen brachten sie Waren mit, die sie sonst vermisst h\u00e4tten. Qingdao mag vielen Deutschen vielleicht kein Begriff sein, aber in China kennt man die Stadt sehr wohl. Die ber\u00fchmteste Bierbrauerei des Landes, die schlichtweg den Namen der Stadt tr\u00e4gt, wurde hier von Deutschen gegr\u00fcndet und verkauft immer noch Bier.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif\">Qingdao war wirklich nett und ich habe mich einfach mal entspannt, anstatt von einer Sehensw\u00fcrdigkeit zur anderen zu hetzen. Ich war bei Julia im Unterricht und habe mir ihre letzte Stunde angesehen. Au\u00dferdem waren wir mit zwei ihrer Freundinnen abends weg und verbrachten die halbe Nacht beim KTV. Im Hostel lie\u00df es sich auch ganz gut entspannen, deswegen sparte ich mir den Trip nach Qufu, wo Konfuzius geboren wurde. Ich lernte einen Chinesen kennen, der ebenfalls Gitarre spielt und mir einige chinesische Bands empfehlen konnte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif\">Zur\u00fcck in Shanghai ging ich wieder mit den anderen Essen, so oft sich die Gelegenheit bot und plante mit Philipp zusammen eine Reise \u00fcbers Wochenende ins nicht weit entfernte Nanjing. Nanjing war wie bereits erw\u00e4hnt mal die Hauptstadt der Republik China und beherbergt unter anderem das Sun Yat-sen Mausoleum, das leider wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen war. In Nanjing fanden w\u00e4hrend des zweiten Weltkriegs auch einige Kriegsverbrechen seitens der Japaner statt und man hat eine Gedenkst\u00e4tte errichtet. Wir verbrachten nur zwei Tage dort und kamen am Montag wieder zur\u00fcck. Eigentlich fanden dann wegen des Drachenbootfests \u00fcberall Rennen statt, aber irgendwie war das Wetter ziemlich beschissen und die meisten Chinesen, die wir fragten, meinten, das sei auch nicht wirklich was besonderes.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif\">Mit dem Dienstag nach dem Feiertag brach meine letzte Woche an der Schule an. Wir hatten eine Abschlusspr\u00fcfung vorbereitet und mussten lediglich die Sch\u00fcler beaufsichtigen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif\">F\u00fcr den Mittwoch hatte ich einen Flug nach Tokyo gebucht, deswegen musste ich mich unerwartet fr\u00fch von Jan Luis, Philipp und Felix verabschieden. Eventuell treffe ich sie zwar zwischenzeitlich noch einmal, aber im Prinzip sehen wir uns auf Grund ihrer und meiner Reisepl\u00e4ne erst zum Nachbereitungsseminar am Werbelinsee wieder.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif\">Ich w\u00fcrde zwar sehr gerne noch \u00fcber meine weiteren Reisen berichten, aber vermutlich wird das hier doch der letzte Eintrag. Erstens habe ich keine Zeit mehr noch viel zu schreiben und auf alle wichtigen Aspekte einzugehen. Ich konnte bisher schon immer erst deutlich sp\u00e4ter berichten. Jetzt bin ich st\u00e4ndig unterwegs und muss mich nebenbei auch noch um einen Studienplatz k\u00fcmmern. Zweitens kann  auch nicht mehr die notwendige Sorgfalt walten lassen. In den vergangenen Artikeln habe ich zumindest ab und zu Wikipedia bem\u00fcht um sicher zu stellen, dass ich keinen absoluten Mist erz\u00e4hle. Ich habe auch keine Lust mehr mich f\u00fcr sprachliche Fehler rechtfertigen zu m\u00fcssen. Drittens komme ich eh bald nach Hause und kann dann berichten. F\u00fcr zuk\u00fcnftige Freiwillige ist der ganze Reisekram eigentlich auch nicht mehr so relevant.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif\">Das bedeutet auch, dass ich keine weiteren Bilder bei Facebook hochladen werde. Was den Datenschutz angeht, ist das eh schon recht heikel und ohne die Blog-Eintr\u00e4ge ist das auch nicht wirklich sinnvoll Ich bin mir dar\u00fcber im Klaren, dass ein Gro\u00dfteil der Leute vermutlich mal durch die Bilder geschaut, den Blog aber ignoriert hat. Allerdings waren die Bilder von Anfang an als Erg\u00e4nzung zu den Eintr\u00e4gen gedacht. Ich lade normalerweise ungern pers\u00f6nliche Bilder bei Facebook hoch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif\">Vielleicht schreibe ich, nachdem ich wieder in Deutschland gelandet bin noch einmal eine knappe Zusammenfassung, aber f\u00fcrs erste war es das auf jeden Fall. Danke an alle, die sich die M\u00fche gemacht haben, diesen Blog zu lesen. Bis bald!<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach meinem letzten dich sehr ausf\u00fchrlichen Eintrag, habe ich beschlossen, mich diesmal etwas k\u00fcrzer zu fassen. Wie gesagt, fiel mir langsam auf, wie wenig Zeit ich noch in Shanghai verbringen w\u00fcrde. 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