Wo ist bitte die Zeit hin? 26/01/2020

Naja und was soll ich nun sagen? Ich war gerade irgendwie selbst etwas erstaunt darüber, dass ich meinen letzten Blogeintrag am 02.12.2019 veröffentlicht habe. Die erste Frage, die mich schon jetzt länger begleitet, ist folgende: „Wo ist bitte die Zeit hin? War ich nicht noch gerade am Anfang meines Freiwilligendienstes im September 2019?“. Um meine Gedanken zu ordnen. Es ist der 26.01.2020, also sind wir in einem neuen Jahrzehnt gelandet. Du hast in Buenos Aires Neujahr gefeiert, davor warst du im Norden von Argentinien in Salta hast die sieben farbigen Berge bestaunt, danach in Córdoba Weihnachten gefeiert und nach Buenos Airesbist du in Uruguay im Atlantik geschwommen. In Eldorado hast du für zwei Wochen ein Feriencamp mitbegleitet. Und jetzt sitzt du auf der Terrasse deiner Wohnung, hörst wie üblich die brasilianischen Oldies deines Nachbars, es ist nämlich Sonntag. Sonntag wird die Musik extra laut aufgedreht. Und manchmal stehst du, Patricia, am Gartenzaun und shazamst einen neuen Song. Alles wie immer also. Alles wie immer tut gut. Nach der locura des Reisens, wo ich so unglaublich viele Dinge gesehen und erlebt habe, tat es doppelt so gut mal wieder seine eigenen vier Wände zu haben und mir ist direkt eins aufgefallen als ich von Buenos Aires mit dem Bus in Eldorado angekommen bin. Diese kleine Stadt mitten im Regenwald hat sich so heimisch angefühlt und ein Wohlfühlen machte sich in meinem Körper breit. Und das war mir vorher gar nicht so bewusst. Ich war in dem Moment ein kleines bisschen überwältigt von diesem Gefühl und ein kleines bisschen stolz war ich auch. Denn natürlich hat es mir am Anfang etwas gekostet mich hier einzuleben und mir so ein eigenes Leben, überdramatischer Ausdruck, aufzubauen. Aber es hat sich gelohnt. So schwerer fällt es mir zu realisieren, dass das alles bald ein Ende hat. Am 22.02.2020 fliege ich ab Foz do Iguacu zurück, wenn ich das so runterschreibe, schönes Datum eigentlich. Das sind also genau 27 Tage, die ich hier noch habe und versuche zu genießen. Ich habe vorher nicht so wirklich ein Bild von Argentinien gehabt. Argentinien ist jetzt so viel für mich und ich verbinde es mit so vielen positiven Gefühlen. Und ich glaube das ist an dieser Stelle ziemlich wertvoll. Denn es ist denke ich doch ein schöner Gedanke mit solchen Gefühlen zurück nach Deutschland zu gehen.

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