{"id":191,"date":"2010-05-03T23:52:04","date_gmt":"2010-05-03T21:52:04","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/papillon\/?p=191"},"modified":"2010-06-01T14:23:05","modified_gmt":"2010-06-01T12:23:05","slug":"verbal-attacke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/papillon\/2010\/05\/03\/verbal-attacke\/","title":{"rendered":"Verbal-Angriff&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #00ff00\"><strong><span style=\"color: #000000\">ist auch nur eine Art der Verteidigung!!!!<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p>Ja, dieses Land ist sicher. Nein, es gibt in Kigali kaum Kriminalit\u00e4t, verglichen mit St\u00e4dten wie Johannisburg oder Kingston&#8230; Dennoch empfehle ich allen (und vornehmlich den weiblichen) Besuchern\u00a0 sich mit einem Kinyarwanda Grundvokabular auszur\u00fcsten&#8230;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #0000ff\">Oya, sinshaka. <\/span><span style=\"color: #0000ff\">Genda! <\/span>Nein, ich will nicht. Geh&#8230;<\/strong> (ich wei\u00df, das schrieb ich schon einmal..)<span style=\"color: #0000ff\"><strong> Oya, singura: <\/strong><\/span><strong>Nein, ich kaufe (es) nicht.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff\"><strong>Reka, reka, reka: <\/strong><\/span><strong>Nein, auf keinen Fall\/Kommt nicht in Frage.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff\"><strong>Ceceka: <\/strong><\/span><strong>Halt den Mund. <\/strong>Das klingt vielleicht unh\u00f6flich, ist aber durchaus n\u00fctzlich, zum Beispiel, wenn &#8230;<strong><!--more--><\/strong> ein stinkbesoffener Ruander Muzungus Garten stundenlang mit lautstarken Monologen beschallt&#8230;<\/p>\n<p>Auf die Frage nach Geld, die einem eigentlich jeden Tag gestellt wird, kann man sagen:<span style=\"color: #0000ff\"><strong> Nta amafaranga mfite:<\/strong><strong> <span style=\"color: #000000\">Ich habe kein Geld. <\/span><\/strong><span style=\"color: #000000\">Oder man verwendet die Kurzform:<\/span><strong> Ntayo mfite: <\/strong><span style=\"color: #000000\"><strong>Ich habe keins. <\/strong>Oder man sagt einfach:<\/span><strong> Ndi umunyeshuri.<span style=\"color: #0000ff\"> <\/span><\/strong><span style=\"color: #000000\"><strong><span style=\"color: #0000ff\">Ndakenye: <\/span>Ich bin Student, ich bin arm.<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #00ff00\"><strong><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/papillon\/files\/2010\/05\/kids.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-327\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/papillon\/files\/2010\/05\/kids-640x480.jpg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/papillon\/files\/2010\/05\/kids-640x480.jpg 640w, https:\/\/kulturweit.blog\/papillon\/files\/2010\/05\/kids-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/papillon\/files\/2010\/05\/kids.jpg 648w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p>Interessant finde ich den Satz, dass man kein \u201eMuzungu\u201c (also kein Reicher) ist, sondern einfach nur wei\u00dfe Haut hat<strong>: <\/strong><span style=\"color: #0000ff\"><strong> Ndi umuzungu ku ruhu.<\/strong><\/span> Ich habe schon lange nach einer solchen Ausdrucksform gesucht und werde sie jetzt nat\u00fcrlich bei der n\u00e4chstbesten Gelegenheit ausprobieren. Was ich auch oft mache, ist die Kinder zu fragen, bevor sie mich fragen.\u00a0 Wann immer sich neugierige Kinder um mich scharren, die in guter Kleidung auf den Weg von oder zur Schule sind, halte ich die Hand auf und sage:<strong><span style=\"color: #0000ff\"> Mha amafaranga! <\/span><\/strong><strong>Gib mir Geld!<\/strong> Die verdutzten Blicke und Stirnrunzeln verz\u00fccken mich immer wieder. Ich m\u00f6chte an dieser Stelle hinzuf\u00fcgen, dass es viele Stra\u00dfenkinder in Ruanda gibt, deren Situation nicht gerade zum Scherzen anregt. Ich habe aber auch in einem Bericht vom DED (Deutschen Entwicklungshilfedienst) gelesen, dass die Zahlen ansteigen, weil Besucher und NGOs die Kinder durchf\u00fcttern&#8230; Viele haben ihre Familien wohl auf eigene Faust verlassen, da sie das Leben auf der Stra\u00dfe bevorzugen&#8230;\u00a0 Ich habe mich noch nicht ausreichend genug mit dem Thema besch\u00e4ftigt, um dazu eine qualifizierte Aussage zu treffen..\u00a0 Vielleicht eine Recherche-Aufgabe f\u00fcr den n\u00e4chsten Monat..<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ist auch nur eine Art der Verteidigung!!!! Ja, dieses Land ist sicher. Nein, es gibt in Kigali kaum Kriminalit\u00e4t, verglichen mit St\u00e4dten wie Johannisburg oder Kingston&#8230; Dennoch empfehle ich allen (und vornehmlich den weiblichen) Besuchern\u00a0 sich mit einem Kinyarwanda Grundvokabular auszur\u00fcsten&#8230; Oya, sinshaka. Genda! Nein, ich will nicht. 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