Zuhause

So, ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet und hattet schöne Weihnachten und Ferien:)

Ich habe mich jetzt mal dazu entschieden, ein eher kurzes und farbloses (mal ohne Bilder) Update zu geben. Weihnachten und Silvester in Köln waren super schön. Ich habe mich total gefreut, meine Familie und Freunde wiederzusehen und wieder Zeit in Köln zu verbringen. Tatsächlich hat es sich angefühlt, als wäre ich nie weg gewesen.

Umso schwerer war es dann allerdings, am 1. Januar wieder zurückzufliegen. Von einem auf den anderen Tag wieder alleine, obwohl vorher ständig Menschen um mich waren. Zusätzlich habe ich verpeilt, dass ja Feiertag war und musste feststellen, dass dann kein einziger Bus von Cluj nach Zalau fuhr. Ich dachte kurz, ich schlafe in Cluj im Bahnhof, habe dann aber doch einfach 50 EUR für ein Taxi ausgegeben, weil ich einfach nur nach hause wollte.

Genau, ich nenne es Zuhause. Aber trotzdem sehne ich mich mehr nach meinem richtigen Zuhause, wo ich nicht ständig allein bin und nichts zu tun habe.

Am nächsten Tag war ich plötzlich auch noch krank und lag dann eben müde und alleine plötzlich wieder in diesem Bett in der kleinen Wohnung in Rumänien. Also um das alles nochmal deutlich auszudrücken: Meine Motivation, zurückzukommen, war noch in Köln und auch später nicht wirklich groß.

Wenn man darüber nachdenkt, bin ich doch schnell an den Punkt gekommen, zu sagen „Es war eine gute Erfahrung und ich habe verstanden, wie das hier funktioniert, aber langsam habe ich keine Lust mehr, die Leute um mich herum nicht zu verstehen und insgesamt auf das, was ich hier so mache“. In Köln habe ich erlebt, wie mein Leben wäre, wenn ich stattdessen dort wäre und mit dieser Erfahrung im Hinterkopf wird es natürlich auch nicht einfacher, das (gerade in diesen schlimmsten zwei Monaten des Jahres) nochmal hinter sich zu lassen.

Ich muss sagen, ich habe wirklich ein Loch erwartet, da mir langsam auch die Motivation ausgeht, mir etwas für die Schule zu überlegen. Am 3. kam dann allerdings meine beste Freundin Luka und wir haben die restlichen Weihnachtsferien genutzt, um uns ein paar rumänische Städte anzuschauen. Wir waren in Cluj, Sighisoara, Brasov, Bukarest und Sibiu und ich kann echt nur betonen, wie dankbar ich bin, dass ich so viel Besuch hier hatte. Es war vor allem super, dass ich diese „zweite“ Anfangszeit hier nicht alleine verbingen musste.

Naja, jetzt bin ich auf jeden Fall wieder alleine und kann nur sagen: Ich bin gespannt, wie die letzten vier Wochen hier noch verlaufen werden. Es ist auf jeden Fall nicht mehr viel Zeit, die ich hier und gerade in der Schule verbringe, aber das ist vollkommen okay für mich. Ich schaue einfach was passiert und freue mich sehr aufs tatsächliche Nachhausekommen am 19. Februar.

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