Warum ich Busfahren liebe (oder meine unerwarteten Erfahrungen auf dem Weg zum Zwischenseminar)

Wie schon erwähnt, letzte Woche war das kulturweit-Zwischenseminar in Bankya, Bulgarien.

Seminar: cool

Andere Freiwillige wiedersehen: cool

Bulgarien kennenlernen: cool

Vorher und nachher jeweils von Samstag auf Sonntag nochmal in Arad übernachten: auch cool

Die Busfahrten drum herum: gar nicht cool

Bei meiner Fahrt nach Arad letzten Samstag ging noch alles gut. Ich habe natürlich wieder bei Maya geschlafen und ein paar der EVS-Freiwilligen aus Arad kennengelernt, mit denen sie da so ihre Zeit verbringt. (EVS steht für European Voluntary Service und die Freiwilligen hier haben meistens schon studiert und nehmen an einzelnen Projekten zu den unterschiedlichsten Themen in ganz Europa teil.. Dafür, dass ich vorher noch nie von dem Programm gehört hatte, machen da echt viele mit, allein in Arad bestimmt mindestens 20.)

Unser Flixbus sollte am Sonntag um 11.15 in Temeswar losfahren. Wir waren um 11.00 in Temeswar, es war kalt, kein Bus. Zwei Menschen gefragt, wo wir am besten warten, uns in die Kälte vors Flixbus-Zeichen gesetzt, um 11.30 immer noch kein Bus. Um es kurz zu machen: Wir saßen den halben Sonntag in einem kleinen Warte-Container eines anderen Busunternehmens (der einzige Ort weit und breit mit einer Heizung) und haben im Grunde auf die Information der Flixbus-Zentrale gewartet, dass der Bus da gewesen sei…Wenn er da war, haben wir ihn wohl tatsächlich übersehen (wusste ich auch noch nicht, dass das möglich ist). Naja, auf jeden Fall hatten wir noch einen ziemlichen Weg nach Sofia vor uns und eher begrenzte Möglichkeiten. Genau genommen eine Möglichkeit: Durch das Freiwilligennetzwerk (Hallelujah) ließen sich über Mayas Arad-Freunde andere EVS-Freiwillige in Craiova finden, die uns auch echt kurzfristig angeboten haben, bei ihnen zu übernachten. Und weiter als 7 Stunden mit dem Bus nach Craiova wären wir an dem Tag eh nicht an Sofia herangekommen. Also haben wir die 7 Stunden nach Craiova größtenteils verschlafen (zusammengefaltet auf der Rückbank eines Mini-Busses), gegen 23.00 fing es auch noch an zu schneien…es war also wirklich kalt, aber wir haben jetzt immerhin eine Wohnblock-Siedlung und einen italienischen Freiwilligen in Craiova kennengelernt und noch selbstgemachte Pizza bekommen.

Tatsächlich konnte er uns auch die Nummer einer anderen iatlienischen EVS-Freiwilligen geben, die auch am nächsten Morgen mit dem gleichen Zug (zur Abwechslung:P) und ihrem bulgarischen Freund nach Sofia musste. Die Fahrt mit dem Zug durch die Berge rund um Sofia war auch wirklich unfassbar schön und hat irgendwie den Stress mit dem Bus wieder gut gemacht…wir haben eben nur die erste Seminar-Einheit verpasst. Aber wir haben es immerhin nach 2 Reisetagen (für mich ja sogar 3) noch nach Bankya geschafft – komplett fertig und seit Tagen ungeduscht.

 

 

 

Das Seminar war auch echt cool und ich fand es super, auch mal Bulgarien kennenzulernen (Bilder folgen später:) )

Aber wir sind ja noch bei den Fahrten (es ist noch nicht vorbei). Der Flixbus zurück nach Arad fuhr tatsächlich auch wie erwartet um 2.00 morgens von Sofia aus – fuhr ein paar Stunden und blieb dann am nächsten Vormittag in der Nähe von Herkulesbad liegen. Mir war nicht klar, was es hier für kitschig traditionelle Autobahn-Restaurants gibt, aber ich hatte nun zeit mir 3 oder 4 Stunden genau eins anzusehen, während wir auf den Ersatzbus gewartet haben.

 

das Autobahn-Restaurant..

 

Der Rest der Fahrt verlief aber gut und vor lauter Glück es fast komplett zu Fuß aus der letzten Ecke im Gewerbegebiet von Arad zu Maya nachhause geschafft zu haben, habe ich dann am Sonntagmittag ganz knapp meinen Bus nach Zalău verpasst…ich konnte ihm sogar noch winken am Ende der Straße. Aber ganz ehrlich nach den Erfahrungen der vorherigen Reisen waren die 4 Stunden zum nächsten Bus auch kein Problem mehr..

Und für das Wiedersehen mit den anderen, meinen ersten Weihnachtsmarktbesuch dieses Jahr und eine Woche mal außerhalb der Schule hat sich irgendwo auch gelohnt:)

 

Maya, Max und der Weihnachtsmarkt in Sofia

 

Herkulesbad – der Höhepunkt der Motivation

 

Sightseeing in Sofia

 

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